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Einen Verfolger endgültig abschütteln

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BONN. Die Kette der so genannten „Vier-Punkte-Spiele“ reißt für die Telekom Baskets nicht ab. Kaum haben sie die Prüfung beim Tabellennachbarn Quakenbrück mit Bravour bestanden, folgt mit dem Gastspiel der Walter Tigers Tübingen (Sa. 19.30 Uhr Hardtberghalle) die nächste Partie, in der ein Sieg im Kampf um die Play-offs doppelt wichtig wäre.

Denn die Schwaben kämpfen als Tabellenzehnte mit vier (Minus)-Punkten Rückstand auf das Trio Ludwigsburg / Bonn / Quakenbrück am Samstag schon um ihre letzte Chance, selbst noch in den Kampf um einen der ersten acht Plätze einzugreifen. Denn bei einem Bonner Sieg und dann sechs Punkten Rückstand plus gegenüber Bonn verlorenem direktem Vergleich wäre der Zug für die Walter Tigers abgefahren. Der Vorjahresaufsteiger, der nach dem Trainerwechsel von Pat Elzie zu Aaron McCarthy ein Zwischenhoch mit drei Siegen in Folge (gegen Karlsruhe, Köln und Ludwigsburg) erlebte, musste danach Rückschläge gegen Oldenburg und vor allem vor einer Woche mit der Heimniederlage gegen Trier hinnehmen.

Offiziell hat sich der Verein denn auch jetzt das Ziel „Klassenerhalt“ auf die Fahnen geschrieben, denn mit 18 Pluspunkten sind die Schwaben nach unten noch nicht abgesichert. Als Verstärkung im Abstiegskampf wurde deshalb auch die Verpflichtung von Hurl Beechum vor einer Woche begründet. Der Ex-Bonner „Gunman“, der in den drei Jahren in der Hardtberghalle wohl seine bislang beste Zeit in der Bundesliga erlebte, hat nach seinem im April 2005 erlittenen Kreuzbandriss keine Minute mehr gespielt und wurde vor kurzem bei Tabellenführer Bamberg nach einer neuerlichen Knieoperation entlassen. Beechum sollte in diesen Tagen ins Training einsteigen, offiziell heißt es, er werde frühestens gegen Bremerhaven am 18. März zum Einsatz kommen. Aber selbst wenn Beechum in Bonn kurze Spielzeit erhielte, dürfte er angesichts der mangelnden Matchpraxis weit von früheren Qualitäten entfernt sein.

Da gibt es im Gästeteam andere, die für den Bonner Korb eine ernste Bedrohung darstellen. In erster Linie Bingo Merriex, der die Baskets vor vier Wochen fast im Alleingang aus dem BBL-Pokal warf: Beim Tübinger 83:72-Erfolg überragte der Allstar mit 31 Punkten und 13 Rebounds. Auch im Liga-Hinspiel, in dem Mike Koch in seinem vierten Spiel als Baskets-Coach mit 103:102 nach Verlängerung seinen ersten Sieg erlebte, war Merriex mit einem Double-Double (19 P. / 11 Reb.) auffälligster Tübinger. Das wird wohl eine Spezialaufgabe für Terry Black: „Er hat auch im Pokal zu Beginn gegen ihn gespielt und gut ausgesehen“, ist Trainer Mike Koch überzeugt, dass es diesmal gelingen wird, die Kreise von Merriex einzuengen.

Spezialaufgaben hatte zuletzt auch Artur Kolodziejski, als er in Quakenbrück den Dreierschützen Marko Bulic an die Kette nahm: „Er ist ein Spieler, der sich sehr gut in eine Sache reinhängen kann und dann nach guten Defenseaktionen auch mehr Selbstvertrauen in der Offense hat“, sagt Koch über Kolodziejski. Nach den schlechten Erfahrungen mit Zonenabwehr bei der Pokalschlappe zieht Koch hier taktische Konsequenzen: „Diesmal wird es klare Zuweisungen geben, jeder bekommt seinen Mann in der Defense.“