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Porz: Wieder ein Mord an junger Frau

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Die Kripo hat den Mörder der 27-jährigen Türkin noch nicht gefasst, da müssen sich die Todesermittler schon mit einem neuen Verbrechen beschäftigen. An einer im Rhein in Porz-Ensen entdeckten Wasserleiche stellten Gerichtsmediziner gestern „erhebliche Gewalteinwirkungen an Hals und Kopf“ fest, wie Polizeisprecher Theo Reinke sagte. Und: „Wir müssen von einem neuen Kapitalverbrechen ausgehen“.

Für die Polizei war die Alarmierung ans Rheinufer in Höhe der Hohe Straße gestern Morgen ein trauriger Routineeinsatz. Die Beamten gingen bei ihren ersten Recherchen zunächst von einem Selbstmord oder einem Unglücksfall aus; dennoch kam der Leichnam der etwa 20-jährigen Frau in die Gerichtsmedizin. Dort entdeckten die Experten die Verletzungen an Kopf- und Halsbereich und informierten umgehend die Kripo. Sofort wurde eine Mordkommission gebildet, die sich am frühen Abend den Uferbereich ansah. Auf der Suche nach kriminologisch verwertbaren Spuren durchkämmten Polizeibeamte das Gelände. Unterstützt wurden sie von der Tauchergruppe der Kölner Polizei.

„Auch sie suchen Beweismaterial am Ufer und im Wasser“, sagte Polizeisprecher Theo Reinke. Gefunden wurde trotz aufwendiger Suche allerdings nichts Verwertbares. Wie die Leiche der 1,74 Meter großen Frau ins Wasser gelangte, blieb gestern noch völlig unklar. Die Kripo geht davon aus, dass der Körper nicht länger als 13 Stunden im Wasser gelegen hat. Ein Spaziergänger hatte den leblosen Körper im Rhein treiben sehen und per Handy die Polizei alarmiert.

Möglicherweise wurde die nur mit einem anthrazitfarbenen Top, BH und schwarzen Socken bekleidete Frauenleiche angeschwemmt oder in diesem Bereich in die Fluten geworfen, so die Polizei am Abend. Die Identität der Toten konnte bis gestern Abend noch nicht geklärt werden; persönliche Unterlagen fanden die Beamten bei ihr nicht. Nun werden die offenen Vermisstenfälle in Köln und Umland überprüft. Hinweise an die Polizei unter der Telefonnummer 02 21 / 22 90.

Unterdessen fahnden die Ermittler der Mordkommission „Finken“ weiter nach Ismet A. Der Türke hatte wie berichtet am Freitag seine Ex-Freundin in Niehl erschossen. Noch hat sich die Staatsanwaltschaft nicht entschlossen, eine Öffentlichkeitsfahndung mit Foto des mutmaßlichen Täters zu starten. Doch wie zu erfahren war, ist dies nur noch eine Frage der Zeit. Im Moment haben die Fahnder noch Schwierigkeiten, ein vernünftiges Foto von Ismet A. aufzutreiben. Die Kölner Staatsanwaltschaft vermutet den flüchtigen Mann noch immer in der Domstadt. Auch in diesem Fall hofft die Kölner Polizei noch auf weitere Hinweise.