Das Bornheimer Kulturforum lässt ein erfolgreiches Jahr 2025 Revue passieren und stellt das Jahresprogramm für 2026 vor.
Magie und musikalische LesungBornheimer Kulturforum stellt das Jahresprogramm für 2026 vor

Der Vorstand des Bornheimer Kulturforums stellte in den Widdiger „Rheinterrassen" das Jahresprogramm 2026 vor (von links): Gerhard-Josef Brühl, Walter Klemmer, Willi Over, Wolfgang Henseler, Wolfgang Raschke, Bernd Weber und Uli Boos.
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„Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück“, freute sich der Vorsitzende des Bornheimer Kulturforums und Altbürgermeister Wolfgang Henseler, als er gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen in den Widdiger „Rheinterrassen“ das Jahr 2025 Revue passieren ließ und einen Ausblick auf das Programm für die kommenden Monate gab. Mit rund 460 Besuchern war die innerhalb von wenigen Wochen ausverkaufte musikalische Lesung „Lebensblues“ mit Christian Kohlund, Ina Paule Klink und Wayne Jackson im Alexander-von-Humboldt-Gymnasium im November der absolute Renner.
Neue Wege wagte das Kulturforum im März. Erstmals hatten sie mit Magier Luke Dimon, den deutschen Meister der Zauberkunst, einen Magier verpflichten können. Gut 200 Gäste fanden den Weg in die Aula der Europaschule: „Damit konnten wir auch ein neues Publikum erschließen, viele Familien mit ihren Kindern waren gekommen“, schilderte Henseler.
Erfolg mit Magie und musikalischer Lesung
Gesellschaftskritische Töne erlebte das Publikum, das im September zu der Lesung der renommieren Theater- und Fernsehschauspielerin Claudia Amm, die in Bornheim lebt, kam. Sie las aus dem Buch „Iran – die Freiheit ist weiblich“ der TV-Korrespondentin Golineh Atai. Gut 80 Personen kamen in die Aula der Heinrich-Böll-Gesamtschule nach Merten: „Das waren deutlich mehr, als wir erwartet hatten“, schwärmte der Vorsitzende.
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Am 6. November lesen Barbara Auer und Walter Sittler im Alexander-von-Humboldt-Gymnasium.
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Selbstläufer sind zwei Traditionsveranstaltungen. Im Juni zeigten sich wieder viele Besucher textsicher beim Kölschen Mitsingnachmittag am Rhein auf dem Marienhof der Weinhandlung Antwerpen in Hersel, wo Pete Haaser und Georg Fuhrmann Klassiker von den „Bläck Fööss“ bis zu den „Höhnern“ anstimmten. Über mangelnden Zuspruch konnte sich auch der Waldorfer Musiker und Sänger Michael Kuhl nicht beklagen, der traditionell in der Oase der Europaschule begleitet von hochkarätigen Musikerkollegen mit dem Kulturforum jedes Jahr im Oktober zu „Jazz und Wein“ lädt.
Bislang konnte dieser Genussabend kostenlos besucht werden. „Ab diesem Jahr verlangen wir erstmals Eintritt“, sagte Henseler. Dabei gehe es darum, die Anzahl der Besucher zu regulieren, da die Plätze begrenzt seien. Dem Erfolg tut dies keinen Abbruch: Sämtliche Karten zum Stückpreis von zehn Euro waren binnen kürzester Zeit vergriffen.
Das Kulturforum wurde 2000 gegründet, um kulturelle Angebote nach Bornheim zu holen, die es sonst im Vorgebirge nicht gibt und die keine Konkurrenz zu den Veranstaltungen der Vereine darstellen – und das zu Preisen, die sich jeder leisten kann: „Am Ende muss aber alles finanzierbar bleiben und die schwarze Null stehen“, sagte der Vize-Vorsitzende Gerhard-Josef Brühl.
Irish Folk: Nach 2024 kommt die Berliner „Route Irish Band“ am Samstag, 28. März, um 19 Uhr zum zweiten Mal nach Bornheim mit ihrer Mischung aus Traditionals, Tanzmusik und Balladen. Die Band präsentiert ihr neues Programm und nimmt die Zuhörer mit auf eine musikalische Reise durch Irlands Landschaften und Geschichten. Eintritt zehn Euro, Sitzungssaal des Rathauses in Roisdorf, Bornheimer Straße 2.
Historisches: Ob Thomas Mann oder Konrad Adenauer, sie alle waren Mitglied der Rotarier, wurden aber von den Nationalsozialisten ausgeschlossen. Der Sozial- und Wirtschaftshistoriker Hermann Schäfer, der auch Gründungspräsident des Bonner Hauses der Geschichte und Ministerialdirektor im Bundeskanzleramt war, hat 2025 sein Buch „Rotary unter dem Nationalsozialismus“ veröffentlicht. Daraus wird er am 8. Mai, am Tag des Kriegsendes vor 81 Jahren, in Bornheim lesen. Schäfer ist auch Mitglied des Rotary Clubs Bonn-Süd/ Bad Godesberg. Den Kontakt stellte Gerhard-Josef Brühl, der amtierende Präsident des Rotary Club Bornheim ist, her. Ort und Uhrzeit stehen noch nicht fest.
Kölsche Tön: Am Sonntag, 28. Juni, heißt es ab 17 Uhr wieder „Mitsingen am Rhein“ auf dem Marienhof der Weinkellerei Antwerpen. Erstmals sorgt das Duo „Heimatjeföhl“ aus Leverkusen für gute Stimmung mit Kölschen Klassikern vor allem aus den 70er bis 90er Jahren. Dazu gibt es Wein und einen Imbiss. Der Eintritt ist frei. Ort: Weinkellerei Antwerpen, Rheinstraße 218, Hersel.
Literarisches: „Unsere Seelen bei Nacht“, basierend auf dem Roman des US-amerikanischen Schriftstellers Kent Haruf (1943 – 2014) aus Colorado, präsentieren die bekannten Schauspieler Barbara Auer und Walter Sittler in ihrer Lesung am Freitag, 6. November. Freuen dürfen sich die Gäste auf einen „tief berührenden und authentischen Dialog zwischen zwei einsamen Seelen, die mutig gegen gesellschaftliche Normen kämpfen, um ihren Weg aus der Isolation zu finden.“
2017 wurde die Geschichte mit Robert Redford und Jane Fonda verfilmt: „Mit dieser Lesung ist es uns gelungen, wieder einen ganz besonderen Programmhöhepunkt zu präsentieren“, freute sich Henseler. Es gibt nur noch wenige Restkarten. Eintritt: 25 Euro. Ort: Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, Adenauerallee 50, Roisdorf. Beginn: 19 Uhr. Einlass 18 Uhr. Karten für die „Route Irish Band“ und die Lesung von Barbara Auer und Walter Sittler gibt es unter info@bornheimer-kulturforum.de sowie bei Ticketanbietern.
Unterstützung gesucht
Das Bornheimer Kulturforum mit seinen aktuell 93 Mitgliedern sucht ehrenamtliche Mitstreiter, die das Vorstandsteam tatkräftig unterstützen. Gefragt sind auch eigene Ideen und Impulse. Gesucht werden Menschen, die Freude daran haben, Veranstaltungen zu organisieren, Künstler zu betreuen, im Vorstand mitzuwirken oder sich einem anderen Bereich einzubringen.
Interessenten können sich per E-Mail an info@bornheimer-kulturforum.de melden oder das Vorstandsteam bei den Veranstaltungen ansprechen: „Jede helfende Hand ist uns willkommen“, betonte Henseler.
