Das Konzert im Kursaal in Gemünd wurde zugunsten der Hilfsgruppe Eifel gespielt. Ein weiteres Benefizkonzert ist bereits geplant.
Mit Musik aus „E.T“NRW-Landespolizeiorchester gab in Gemünd erneut ein Benefizkonzert

Viel Platz benötigt das Landespolizeiorchester bei seinen Auftritten. Rund 40 Musiker spielen in dem Ensemble.
Copyright: Stephan Everling
Eigentlich ist die Frist, bis zu der es üblich ist, jemandem ein frohes neues Jahr zu wünschen, schon seit einiger Zeit abgelaufen. Doch um den Eifelern ein besonderes Konzert zu bieten, ist kein Anlass zu schade. So kann dann das jährliche Neujahrskonzert des Landespolizeiorchesters auch mal am Wochenende nach Aschermittwoch erklingen. Die Veranstaltung fand am Sonntagabend zugunsten der Hilfsgruppe Eifel im Kursaal in Gemünd statt.
„Wir waren gefühlt schon achtzigmal hier in Gemünd“, sagte Dirigent Scott Lawton, der das Ensemble seit vielen Jahren leitet. Damit lag er knapp daneben: Seit 2014 reist die musikalische Polizeieinheit regelmäßig, mit nur zwei Jahren Pause während der Corona-Zeit, zum Jahresanfang in die Eifel, um hier zugunsten der Hilfsgruppe Eifel ein Benefizkonzert zu spielen. Auch in diesem Jahr war das Konzert ausverkauft – „in kürzester Zeit“, wie Willi Greuel, Vorsitzender der Hilfsgruppe, betonte.
Das Thema „Filmmusik“ fand auch bei Landrat Markus Ramers Anklang
450 Zuhörer waren für das Konzert zugelassen. Die Größe der Bühne, die notwendig ist, um den rund 40 Musikern und Musikerinnen einen adäquaten Arbeitsplatz zu bieten, kostete zwei Stuhlreihen. Um auch auf der Vorderbühne ausreichende Sichtverhältnisse sicherzustellen, blieb das Saallicht an. Was den Musikgenuss nicht schmälerte. Einzig die Ansagen von Scott Lawton blieben den vorderen Reihen vorbehalten, denn aufgrund akustischer Probleme verzichtete der US-Amerikaner auf eine Verstärkung.
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Voll besetzt war der Kursaal in Gemünd beim Neujahrskonzert des Landespolizeiorchesters unter der Leitung von Dirigent Scott Lawton.
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Schirmherr des Konzertes ist Landrat Markus Ramers.
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Allerdings verkündete er auch keine großen Geheimnisse, denn die meisten Stücke dürften den Zuhörenden bekannt vorgekommen sein. Lawton hatte sich bei der Zusammenstellung des Programms das Thema „Filmmusik“ vorgenommen. Sehr zur Freude von Landrat Markus Ramers, der erneut die Schirmherrschaft übernommen hatte und bekannte, sich auf der Fahrt nach Gemünd auch etwas Filmmusik gewünscht zu haben.
John Williams komplexe Musik stellte die Filmproduktion auf den Kopf
Viele populäre Stücke waren zu hören, doch selten sind sie in derartiger Qualität zu genießen. Was besonders beim Arrangement zur Musik von John Williams, „Adventures on Earth“ aus dem Film „E.T.“ zu bemerken war.
Das Stück, im Jahr 1982 als beste Filmmusik mit einem Oscar prämiert, ist mit komplexer Rhythmik und Phrasierung derart gespickt, dass es, wie Regisseur Steven Spielberg damals berichtete, für das Orchester kaum möglich gewesen war, die Musik passend zum Schnitt des Films zu spielen. So drehte Spielberg das gewohnte Prozedere um: Williams spielte das Stück erst ein, dann passte der Regisseur die Bewegtbilder der Musik an.
Der US-Amerikaner John Williams war mit gleich vier Titeln im Programm des Neujahrskonzerts der am stärksten vertretene Komponist. Die Zuhörer bekamen Musik aus „Der weiße Hai“, „Indiana Jones“ und den Harry-Potter-Filmen dargeboten. „Harry's Wondrous World“ heißt das Stück, das in gleich zwei Filmen der Serie verwendet wird.
Musik aus „Rocky“, „Der Pate“ und „Zurück in die Zukunft“ war zu hören
Egal, ob „Rocky“, „Der Pate“, „Zurück in die Zukunft“, „König der Löwen“ oder andere bekannte Themen, die Lawton mit dem Landespolizeiorchester dem Publikum präsentierte – die Qualität des Konzertes ließ kaum Wünsche offen. Nur durch winzige Unsicherheiten konnten geübte Ohren erkennen, wie hoch die Anforderungen der komplexen Arrangements an die Musiker waren.
„Wir wollen mit den Konzerten unseren Unterstützern danken, die uns das ganze Jahr helfen und immer wieder an uns denken“, sagte Willi Greuel. So wurde im Rahmen des Konzertes auch bereits der nächste Termin bekannt gegeben, an dem das Landespolizeiorchester in Gemünd zu hören sein wird. Dann allerdings nicht in einem Neujahrs-, sondern in einem Adventskonzert: Für den 20. November, den Freitag vor Totensonntag, ist ein weiterer Auftritt des Vorzeigeorchesters zugunsten der Hilfsgruppe geplant.

