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Teil der Lehrsammlung„Panzer von Euskirchen“ kommt ins Museum

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, das am Euskirchener Bahnhof entdeckt wurde, gehört nun einem Museum in Munster.

Euskirchen – Der „Panzer von Euskirchen“ hat einen neuen Besitzer: Die rostigen Überreste von Wanne, Motor und Kettenfahrgestell eines Demag D7, die am 10. Februar unter einem Gleis am Euskirchener Bahnhof ausgegraben wurden, sind in den Besitz der Lehrsammlung der Panzertruppen und der Heeresaufklärungstruppe am Ausbildungszentrum Munster übergegangen. Zu dieser Bundeswehreinrichtung gehört das öffentlich zugängliche Panzermuseum, das sich in Munster in der Hans-Krüger-Straße 33 befindet (siehe Kasten).

Freilichtmuseum geht leer aus

Rainer Cloeren, der zuständige Jurist der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) in Koblenz, bestätigte der Rundschau gestern die Übertragung des Eigentums. Cloeren hatte nach dem Fund zunächst die Deutsche Bahn über die Besitzverhältnisse aufgeklärt, die sich bereits als Eigentümer wähnte. „Die Reste eines Ein-Tonnen-Halbkettenfahrzeugs gehören als ehemaliges Reichsvermögen automatisch zuerst der Bundesrepublik Deutschland“, erklärte Cloeren.

Aus Sicht des Juristen ist der sogenannte „Panzer von Euskirchen“, der so heißt, weil das Fundstück bei seiner Entdeckung zunächst für einen Panzer gehalten wurde, nun in das „Ressortvermögen des Verteidigers“ übergegangen. Rechtlich bindend habe die Bundeswehreinrichtung in Munster inzwischen auch schriftlich das Eigentum angenommen und diesen Vorgang bestätigt.

Das LVR-Freilichtmuseum in Kommern geht also leer aus. Museumsleiter Dr. Josef Mangold und sein Stellvertreter Michael Faber hatten ihr Interesse an dem Wrack bei der BImA in Koblenz bekundet und Ideen entwickelt, wie sie die Überreste des Militärfahrzeugs aus dem Zweiten Weltkrieg in der Ausstellung in Szene setzen könnten. Doch aus diesem Vorhaben wird jetzt nichts mehr.

Das Panzermuseum

Das Panzermuseum in Munster, das nun Eigentümer des „Panzers von Euskirchen“ ist, hatte im vergangenen Jahr 104 297 Besucher. Nur 230 von 6400 Museen in Deutschland haben mehr als 100 000 Besucher.

Auf rund 10 000 Quadratmetern zeigt das Museum 150 Großgeräte – Panzer, Geschütze und Fahrzeuge von 1917 bis heute. Ebenso werden Uniformen, Orden, Waffen, ungepanzerte Fahrzeuge, Funkgeräte und Motoren gezeigt.

Das Museum hat von Anfang März bis Ende November geöffnet: dienstags bis sonntags, 10–18 Uhr. (mfr)

www.panzermuseum-munster.de