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Investitionen der BahnWas in der Region geplant und was zu beachten ist

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Für den Austausch von Oberleitungen und Masten zwischen Kalscheuren und Bonn wird es in den Sommer- und Herbstferien Streckensperrungen geben.

  1. Bahnkunden müssen sich wegen der Arbeiten auf Zugausfälle, Streckensperrungen mit Schienenersatzverkehr einstellen.
  2. Wir zeigen in unserer Übersicht, was genau geplant ist.

Köln/Bonn – Die Deutsche Bahn will in diesem Jahr in Nordrhein-Westfalen mehr als 1,5 Milliarden Euro in die Erneuerung und den Ausbau des Schienennetzes sowie die Modernisierung von Bahnhöfen investieren. Das sind nach Angaben der Bahn rund 180 Millionen Euro mehr als 2019. Mit dem Geld sollen unter anderem 230 Kilometer Gleise und 20 Brücken saniert sowie rund 380 Weichen erneuert werden.

„Wir treiben wichtige Neu- und Ausbaumaßnahmen zum Beispiel für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) und die S13 voran, um dringend benötigte Netzkapazitäten zu schaffen“, sagte Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für NRW. Außerdem werden im Rheinland entlang der Gleistrassen Kabel verlegt für das künftige einheitliche europäische Zugbeeinflussungssystem ETCS im Korridor Rotterdam – Genua. Es ermöglicht dichtere Zugabstände und das Fahren ohne Signale. Bahnkunden müssen sich wegen der Arbeiten auf Zugausfälle, Streckensperrungen mit Schienenersatzverkehr einstellen.

Was ist in der Region geplant?

RRX: Für den RRX, der 2030 im 15 Minutentakt zwischen Dortmund und Köln verkehren soll, starten im April zwischen Leverkusen und Langenfeld Kabelarbeiten und die Suche nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg. Bis 2023 sollen in dem Streckenabschnitt 19 Kilometer Gleise erneuert und drei Kilometer Gleise neu verlegt werden, außerdem 27 Weichen erneuert, 250 Oberleitungsmaste und 91 neue Signale gesetzt sowie fünf Kilometer Schallschutzwand errichtet werden.

Neue Stellwerke und Brücken: Im Bahnknoten Köln starten in den Herbstferien die Arbeiten für die beiden neuen elektronischen Stellwerke (ESTW) Köln Hbf und Köln „linker Rhein“. Dazu werden vorwiegend kilometerweise Kabelkanäle und Kabel gelegt, aber auch Gleisquerungen sowie Fundamente für neue Signale und Signalbrücken gebaut. Die neuen ETSW sollen in einigen Jahren unter anderem das aus den 70er Jahren stammende Stellwerk am Eigelstein ersetzen. Durch die Umstellung kann die Zugfolge im Hauptbahnhof verdichtet werden. Derzeit können Züge maximal im Drei-Minuten-Takt einfahren. Außerdem soll in den Herbstferien der Bahnhof Köln-Süd modernisiert werden. Darunter fallen das Bahnsteigdach, die Beleuchtung, eine Beschallungsanlage und ein Blindenleitsystem.

Im Juni startet die Erneuerung der Brücken über die Deutz-Mülheimer Straße. Mehrere Teilabschnitte sind bis Anfang der 2030er Jahre geplant. Die alten Bogenbrücken werden abgerissen, die Gleislage angehoben und die Durchfahrtshöhe auf mindestens 4,80 Meter erhöht.

Strecke Köln-Bonn: Ebenfalls Teil- und Vollsperrungen zieht die Modernisierung der kompletten Oberleitungstechnik zwischen Hürth-Kalscheuren und Brühl sowie zwischen Sechtem und Bonn nach sich und zwar in den Sommerferien vom 18. Juli bis 10. August und in den Herbstferien vom 9. bis 26. Oktober. Derzeit laufen relativ unbemerkt die Vorarbeiten. Zwischen Brühl und Sechtem waren Fahrdraht und Masten bereits 2018 ausgetauscht worden.

Für den Ausbau der S13 zwischen Troisdorf und Bonn-Oberkassel, den Land und Bahn bis 2029 mit 410 Millionen Euro finanzieren, stehen 2020 Tiefbau- und Oberleitungsarbeiten an insgesamt 16 Stellen an. Neun von insgesamt 32 Brücken sollen Jahr fertiggestellt werden. Die S13 soll künftig einen 20-Minuten-Takt zum Flughafen Köln-Bonn sicherstellen. Von Mai bis Mitte Juli plant die Bahn Vollsperrungen an den Wochenenden und eingleisige Streckensperrungen an Wochentagen.

Fortsetzen will die Deutsche Bahn die Modernisierung der Bahnhöfe. Bereits jetzt seien 37 RRX-Stationen modernisiert, weitere 14 Bahnhöfe im Umbau. Dazu kommen weitere Baumaßnahmen an 55 Stationen, von denen 49 in diesem Jahr abgeschlossen werden sollen.