Inzidenzen sinkenFeiern, einkaufen, essen gehen – Was bald wieder geht in NRW
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NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).
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Düsseldorf – NRW macht sich mit der neuen Corona-Schutzverordnung ab Freitag locker und will den Menschen „klare Perspektiven“ aufzeigen. Es gibt drei Öffnungsstufen in kreisfreien Städten und Landkreisen: Inzidenz zwischen 100 und 50,1 (Stufe 3), Inzidenz zwischen 50 und 35,1 (Stufe 2) sowie Inzidenz ab 35 und darunter (Stufe 1). Aktuelle Corona-Tests sind für viele Aktivitäten weiter erforderlich, es sei denn, man ist vollständig geimpft oder von einer Corona-Infektion genesen. Hier ein Überblick über das, was ab Freitag fast landesweit geht.
Kontaktbeschränkungen
Angehörige aus zwei Haushalten dürfen sich in Stufe 3 in der Öffentlichkeit treffen. In Stufe 2 sind es drei Haushalte plus zehn andere (getestete) Personen. In Stufe 1 treffen sich maximal bis zu fünf Haushalte plus bis zu 100 Getestete.
Unterhalb der Inzidenz 100 kann in allen Geschäften wieder ohne Test eingekauft werden. In den nächsten Stufen werden die Quadratmeter-Regeln für die Kundenbegrenzung weiter gelockert.
Kultur/große Feste
Stufe 3: Veranstaltungen außen mit bis zu 500 Personen sind möglich (mit Test), Kulturveranstaltungen innen (zum Beispiel Theater, Kino) mit bis zu 250 auf das Virus getesteten Menschen. In Stufe zwei dürfen bis zu 500 Getestete in Theater, Kino, Oper. Sinkt die Inzidenz auf 35 oder noch tiefer, können bis zu 1000 (getestete) Menschen außen und innen in Kulturveranstaltungen. Ab dem 1. September werden Volks-, Schützen und Stadtfeste für bis zu 1000 Menschen möglich. Liegt de NRW-weite Inzidenz dann unter 35, entfällt die Besucherbegrenzung.
Private Treffen
In Stufe 2 treffen sich außen bis zu 100 und innen bis zu 50 Gäste (mit Test), in Stufe 1 außen höchstens 250 und innen höchstens 100 Personen (mit Test). Partys sind erst in Stufe 1 erlaubt: außen bis zu 100, innen bis zu 50 (getestete) Gäste.
Gastronomie
Stufe 3: Die Außengastronomie wird geöffnet (mit Testpflicht). Stufe 2: Gäste dürfen auch in Restaurants und Kneipen essen und trinken (Testpflicht), Betriebskantinen öffnen (ohne Test), in der Außengastronomie fällt die Pflicht zum Vorzeigen eines negativen Tests weg. Stufe 1: Innengastronomie ebenfalls ohne Test, wenn die Landes-Inzidenz bei 35 oder darunter liegt.
Stufe 3: Kleine Außen-Veranstalter öffnen für Getestete, zum Beispiel Minigolfanlagen und Klettergärten. Freibäder ermöglichen das Sportschwimmen (mit Test). Stufe 2: Öffnung aller Bäder, Saunen, Indoor-Spielplätze mit Test und Personenbegrenzung. Sinkt die NRW-weite Inzidenz unter 50, öffnen Freizeitparks und Spielbanken (mit Test). Stufe 1: Freibäder sind offen (ohne Test), Bordelle (mit Test), Clubs und Diskotheken empfangen außen bis zu 100 Personen (mit Test). Sinkt die NRW-weite Inzidenz unter 35, dürfen ab dem 1. September Clubs und Discotheken auch innen öffnen (ohne Personenbegrenzung, aber mit Test).
Sport
Kontaktfreier Außensport ist in Stufe drei mit bis zu 25 Personen gestattet. Bis zu 500 Zuschauer (mit Test) dürfen Sportveranstaltungen besuchen. Stufe 2: Außen Kontaktsport mit bis zu 25 Menschen (zum Beispiel Fußball) und kontaktfreier Sport ohne Personengrenze. Innen wird kontaktfreier Sport (auch in Fitness-Studios) ohne Personenbegrenzung möglich, Kontaktsport innen mit bis zu zwölf Personen (jeweils mit Test). In Stufe 1 erlaubt die Corona-Schutzverordnung außen und innen Kontaktsport für maximal 100 Menschen (mit Test). Außen sind mehr als 1000 Zuschauer möglich, innen höchstens 1000 Zuschauer (mit Test). Die Kapazität von Stadion oder Halle darf aber nur zu 33 Prozent ausgelastet sein. Aber einer Landes-Inzidenz von 35 geht Innensport ohne Test. Ab dem 1. September sind in Stufe 1 Sportfeste ohne Personenbegrenzung (mit Test) gestattet.
Tourismus
Ab Stufe 3 möglich: „autarke“ Übernachtungen in Ferienwohnungen und auf Campingplätzen (mit Test). Hotels öffnen für private Übernachtungen (mit Test), aber nur inklusive Frühstück. Ab Stufe 2: volle gastronomische Versorgung für private Gäste.
Immer noch Impfstoffmangel
Laut NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) werden in den Impfzentren auch in den ersten zwei bis drei Wochen im Juni fast nur Zweitimpfungen vorgenommen. Tendenzielle werde auch bei den Hausärzten die Zweitimpfungen zunehmen. Sollte Ständige Impfkommission (Stiko) im Juni eine Impfung von Kindern und Jugendlichen empfehlen, werde sich der Kreis derer, die ein Anrecht auf Immunisierung haben, verbreitern. Der zur Verfügung stehende Impfstoff würde dann auf mehr Menschen verteilt. Das Ziel, dass bis zum Herbst alle, die das wollen, zweimal geimpft werden, sei „sehr realistisch erreichbar“, so Laumann.