Bergneustadt – Getreu dem Motto „Aller guten Dinge sind drei“ gehen die Tischtennis-Profis des TTC Schwalbe Bergneustadt das letzte Meisterschaftsspiel gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell an. Die Partie im Rahmen des Saisonfinales findet am heutigen Mittwochabend bereits ab 19 Uhr in der Burstenhalle statt, da nach den Regularien der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) am letzten Spieltag sämtliche sechs Begegnungen parallel beginnen müssen.
Eine Viertelstunde vorher wird Schwalbe-Präsident Andreas Grothe die drei Abgänge Alvaro Robles, Elias Ranefur und Trainer Yang Lei verabschieden.
Nordhessen hatten in dieser Saison bislang die Nase vorn
In der aktuellen Spielzeit standen sich die beiden Klubs bereits zweimal gegenüber und jeweils hatten die Nordhessen das bessere Ende auf ihrer Seite. Im Achtelfinale um die deutsche Pokalmeisterschaft kassierten Benedikt Duda & Co. eine 1:3-Niederlage.
Deutlich spannender Verlief das Hinspiel in der Meisterschaft, doch am Ende behielt ebenfalls Fulda die Oberhand (3:2). „Unsere Leistungen haben in beiden Matches gestimmt“, erinnert sich Bergneustadts Sportwart Heinz Duda. „Nur leider die Ergebnisse nicht.“
Fulda vorzeitig für die Play-off-Runde qualifiziert
Das Team aus Fulda hat sich vorzeitig für die Play-off-Runde qualifiziert und kann kurz vor der Ziellinie sogar noch Platz drei erreichen. Dies hätte zur Folge, dass im Halbfinale der 1. FC Saarbrücken und nicht Rekordmeister Borussia Düsseldorf der Gegner wäre. Dazu müsste das TTC-Team allerdings in Bergneustadt gewinnen und der aktuelle Dritte, Post SV Mühlhausen, beim Achten TSV Bad Königshofen verlieren.
Auf der anderen Seite würden die Schwalben mit dem elften Saisonsieg Rang sechs erfolgreich verteidigen. Sollte es die zwölfte Pleite geben, könnte der TTC Neu-Ulm mit einem Erfolg gegen den Vorletzten TTC Zugbrücke Grenzau noch an den Oberbergischen vorbeiziehen.
„Vernünftig aus der Saison verabschieden“
„Die Jungs sollen zeigen, dass sie Tischtennis spielen können und eine Partie abliefern, über die im positiven Sinne noch lange gesprochen wird“, verrät Heinz Duda die simple Marschroute. „Das habe ich der Mannschaft nach unserer 1:3-Niederlage vor gut einer Woche in Grünwettersbach gesagt.“ Unabhängig vom Resultat ist es der große Wunsch des Sportwartes, „dass wir uns vernünftig aus der Saison verabschieden“.
Dass die Gäste derart erfolgreich in dieser Spielzeit sind, hängt auch mit Alexandre Cassin zusammen. Der Franzose verlor in der Rückrunde nur eines seiner 14 Einzel und das gegen Patrick Franziska (1. FC Saarbrücken) mit 9:11 im Entscheidungssatz. Seit neun Einzeln ist Cassin ungeschlagen.
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Mit dem mehrfachen Afrikameister Quadri Aruna, Abwehrspezialist Ruwen Filus und Eigengewächs Fanbo Meng stehen drei weitere starke Spieler zur Verfügung. „Fulda besitzt eine ausgeglichene Mannschaft, sodass bei der Aufstellung variiert werden kann“, analysiert Heinz Duda. „Deshalb kommt für mich auch das Erreichen der Play-offs nicht überraschend.“
In Reihen der Gastgeber kehrt Alberto Mino nach überstandener Corona-Infektion ins Team zurück. Benedikt Duda und Alvaro Robles haben die Strapazen nach den Turnieren in Doha und Singapur gut überstanden. Komplettiert wird das Team von Elias Ranefur. „Auch wenn Fulda stark besetzt ist und wir schon zwei Niederlagen in dieser Saison kassiert haben, wollen wir uns natürlich mit einem Sieg von unseren treuen Fans verabschieden“, so Benedikt Duda.