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DHB-PokalVfL Gummersbach verpasst gegen die Füchse Berlin den Einzug ins Final Four

Lesezeit 4 Minuten
VfL-Kreisläufer Kristjan Horzen und der Berliner Nils Lichtlein kämpfen um den Ball.

Mit viel Kampf agierten der VfL Gummersbach und die Füchse Berlin in dem Pokalspiel um den Einzug in Final Four.

Die Gummersbacher vergeben gegen die favorisierten Berliner zu viele Chancen und unterliegen im Pokal-Viertelfinale mit 29:31 (13:16). 

Als Dominik Mappes nach dem Abpfiff vors Dyn-Mikrofon trat, ist der Spielmacher des VfL Gummersbach „brutal enttäuscht“ und hat kaum noch Stimme. Über fast 60 Minuten hat er seine   Mannschaft gegen die Füchse Berlin angeführt und war mit acht Toren der beste VfL-Werfer. Doch am Ende ist der Traum vom Einzug ins Pokal-Final-Four zum dritten Mal in Folge geplatzt, vor allem weil die Gummersbacher zu viele klare Chancen liegenließen oder am starken Berliner Schlussmann Dejan Milosavljev scheiterten.

Alleine vier vergebene Siebenmeter seien in einem K.o.-Spiel zu viel, sagt Mappes. Mit 29:31 (13:16) unterliegt die Mannschaft von Trainer Gudjon Valur Sigurdsson bei den Füchsen Berlin.Auch im dritten Anlauf verpassen die Handballer des VfL Gummersbach den Einzug ins Halbfinale um den DHB-Pokal: Mit 29:31 (13:16) unterliegt die Mannschaft von Trainer Gudjon Valur Sigurdsson im Viertelfinale bei den Füchsen Berlin.

Den Füchsen Berlin und dem VfL Gummersbach steckte  die EM in den Knochen  

Vor 7715 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle in Berlin ist beiden Mannschaften anzumerken, dass sie durch die Europameisterschaft nur wenig Trainingseinheiten in der Vorbereitung auf das erste Pflichtspiel des Jahres hatten. „Der Körper ist müde, der Kopf aber wach“, beschrieb es der Berliner Mathias Gidsel vor dem Anpfiff. Beide Teams hatten je sieben Spieler bei der EM, wovon einige noch   vor einer Woche bei den Finals im Einsatz waren.

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Zudem   war bei Gummersbachs Giorgi Tskhovrebadze angeschlagen zurückgekommen und Milos Vujovic sowie Miro Schluroff hatten sich bei den letzten Vorbereitungsspielen verletzt. Bei Schluroff war es erneut der Oberschenkel, so dass er gegen Berlin nur kurz im Einsatz war.

Der VfL Gummersbach ließ sich nicht abhängen

Die favorisierten Berliner, die in der Bundesliga punktgleich mit Tabellenführer Magdeburg auf Platz zwei stehen, legten von Beginn an vor, der VfL ließ sich aber dank einer konsequenten Abwehrarbeit nie abhängen und nutzte die Fehler der Füchse zu schnellen Gegenstößen.

Doch schon in den ersten sechs Minuten scheiterte der Gummersbacher Milos Vujovic gleich mit zwei Siebenmetern an seinem ehemaligen Mannschaftskollegen im Berliner Tor. Am Ende kam Dejan Milosaviljev bei 16 Paraden auf vier gehaltene Strafwürfe. Bei den beiden VfL-Torhütern Daniel Rebmann und Tibor Ivanisevic standen zusammen sechs Paraden. Bis zur Pause kamen noch zwei vergeben Tempogegenstöße dazu, so dass die Gummersbacher mit 13:16 zurücklagen.

Der VfL Gummersbach kämpfte sich erneut heran

Nach dem Wiederanpfiff kämpfte sich der VfL zurück, nutzte erneut die Fehler der Berliner und glich zum 18:18 (39.) aus. Wieder war es Mathias Gidsel, mit neun Toren der beste Werfer des Spiels, der verhinderte, dass die Gummersbacher in Führung gehen konnten. Während der neben Mappes und Kreisläufer Kristjan Horzen treffsicherste Gummersbacher Lukas Blohme mit einem Tempogegenstoß scheiterte, stellte Gidsel mit zwei schnellen Toren die alten Verhältnisse wieder her.

Beim 29:25 (54.) lagen die Berliner kurz vor Schluss mit vier Treffern vorne. Der VfL setzte auf den siebten Feldspieler und war durch das Tor von Tom Kiesler zum 28:29 knapp zwei Minuten vor dem Abpfiff wieder dran. Doch nun war es ausgerechnet der Marienheider Paul Drux, der in der Jugend beim VfL Gummersbach gespielt hatte, der mit einem Tor und einer Abwehraktion dafür sorgte, dass seine Mannschaft in ihre grünen Pokaltrikots schlüpfen konnte.

„Es war für uns ein unglaublich wichtiger Sieg“, sagte der Berliner Kapitän, der nach langer Verletzungspause sein Comeback feierte . Es sei nicht unbedingt ein schönes Spiel gewesen mit Fehlern auf beiden Seiten aber eben auch dem unbedingten Kampf.

Für die Gummersbacher Handballer geht es bereits am Mittwoch in der Bundesliga weiter, wenn sie am 20. Spieltag beim TSV Hannover-Burgdorf antreten. Anpfiff ist um 19 Uhr. Am heutigen Montag steht am Morgen noch ein Training in Berlin an, ehe sich der VfL Richtung   Hannover aufmacht.


Tore Füchse Berlin: Darj (5), Andersson (4), Lichtlein (2), Lindberg (6/3), Gidsel (9), Marsenic (3), Drux (2).

Tore VfL Gummersbach: Kodrin (1), Köster (3), Blohme (7/1), Tskhovrebadze (1), Mappes (8/1), Pregler (1), Horzen (6), Kiesler (2).

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