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DiamanthochzeitDie Liebe dieser Lindlarer begann in Kärnten

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Das Foto zeigt das Diamanthochzeitspaar Christa und Wolfgang Renz.

Christa und Wolfgang Renz sind 1983 nach Lindlar gezogen und waren dort schnell im Gemeindeleben verwurzelt.

Bekannt und engagiert: Christa und Wolfgang Renz aus Lindlar-Voßbruch sind seit sechs Jahrzehnten verheiratet.

Über 60 Jahre währt die Liebe zwischen Christa (82) und Wolfgang (81) Renz nun schon – genauer gesagt, 60 Jahre und acht Monate. Christa war im September 1965 mit einer Freundin in Kärnten in Urlaub, als sie den dort als Pionier stationierten Wolfgang kennenlernte. Es funkte sofort und schon sechs Wochen später stand Wolfgang bei Christa in Gelsenkirchen vor der Türe.

Ich hab dem Fräulein auf dem Amt erzählt, dass ich nach Deutschland muss um zu heiraten, und da hat sie mir dem Stempel sofort gegeben.
Wolfgang Renz

Wolfgang Renz erzählt, dass es damals aufgrund des Zechensterbens gar nicht so leicht war, eine dauerhafte Einreisegenehmigung nach Deutschland zu bekommen. Aber der gelernte Schlosser war schon damals schlagfertig: „Ich hab dem Fräulein auf dem Amt erzählt, dass ich nach Deutschland muss um zu heiraten, und da hat sie mir dem Stempel sofort gegeben.“ Auf den Tag genau acht Monate nach dem Kennenlernen haben sie dann am 12. Mai 1966 standesamtlich geheiratet. Eineinhalb Jahre später kam Tochter Dunja zur Welt und machte das Glück   perfekt.

Wolfgang Renz ist ein Mann der Tat. Nachdem er einige Jahre in Gelsenkirchen in der Industrie gearbeitet hat, sattelte er um auf Pferdewirt. Schon nach wenigen Jahren wurde er als Gestütsleiter auf einen großen Betrieb in Tönisvorst am Niederrhein abgeworben, wo die kleine Familie dann einige Jahre lebte und wiederum einige Jahre später wurde der Jubilar Leiter des Gestüts Cortina in der Nähe von Lindlar-Voßbruch.

So zogen die Renzens 1983 nach Lindlar und waren schnell im Gemeindeleben verwurzelt. Denn Christas große Leidenschaft ist das Singen. Mit 14 Jahren trat sie in den Gelsenkirchener Kirchenchor ein. Der Chorleiter entdeckte bald ihr Talent und setzte sie bei Soloauftritten ein. „Ich wurde auf Hochzeiten im ganzen Ruhrgebiet engagiert“, erinnert sich Christa mit strahlenden Augen.

Auch von Tönisvorst und Lindlar aus fuhr sie jeden Donnerstag nach Gelsenkirchen zur Chorprobe. An der Musikschule Dortmund nahm die gelernte Sekretärin einige Jahre Gesangsunterricht. Christa war auch in Lindlar in verschieden Chören und eine gern gesehene Solistin.

„Der Oesi“ in der Holzwerkstatt

Als sie vor rund sechs Jahren aufgrund einer COPD-Erkrankung das Singen aufgeben musste, war das ein schwerer Schlag für sie. Aber das Ehepaar gibt sich gegenseitig Halt, lacht miteinander und schaut stets nach vorn. Sie besprechen alles und können gar nicht verstehen, dass sich andere nach so vielen Jahren nichts mehr zu erzählen haben. „Natürlich scheppert es auch mal bei uns, es ist nicht immer leicht“, gibt Wolfgang zu. „Aber spätestens nach einer Viertelstunde reden wir darüber und dann ist es wieder gut“, verrät Christa ihr Rezept für eine lange Ehe.

Seit sie Rentner sind, leben sie in einem Fachwerkhaus auf einem hübschen alten Hof in Lindlar-Voßbruch. Wolfgang ist auch jetzt noch, im eigentlichen Ruhestand, als „Der Oesi“ in der Holzwerkstatt im Lindlarer Freilichtmuseum aktiv. Feiern möchte das Paar ihren Jubeltag der Kirchlichen Hochzeit am 30. Mai mit der Familie und Freunden auf der Tenne. Am Vorabend wird mit der Hofgemeinschaft und den Voßbrucher Nachbarn geschmückt und ein Umtrunk gehalten, am darauf folgenden Sonntag bekommt das Paar den Segen in der Sonntagsmesse in der Lindlarer Kirche.