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Vier BandsWildbergerhütte-Open Air „Hütte Live“ feiert Zehnjähriges

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Das Foto zeigt den Dorfplatz in Wildbergerhütte beim Open „Hütte Live“ im letzten Jahr, also 2025.

Zwei Speditions-Auflieger bilden bei der Veranstaltung in Wildbergerhütte die Bühne für die Bands, die dort am Abend auftreten.

Die einstige Veranstaltung für die Jugend hat sich zum Fest für alle Generationen gewandelt.

„Inzwischen kommen reihenweise die Anfragen von Bands , ob sie bei ‚Hütte Live‘ spielen können“, erzählt Natascha Leienbach, Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Wildbergerhütte-Bergerhof. In diesem Jahr (Samstag, 6. Juni, ab 19 Uhr auf dem Dorfplatz in Wildbergerhütte) feiert das Open Air, das längst einen festen Platz im regionalen Veranstaltungskalender gefunden hat, seinen zehnten Geburtstag. Bedingt durch die Ausfälle in der Zeit der Corona-Pandemie liegen die Anfänge der Veranstaltung jedoch bereits im Jahr 2014.

Inzwischen bewerben sich Bands

„Wir müssen etwas für die Jugend im Dorf machen“, hatte der damalige Vorsitzende Paul Gerhard Blumberg geäußert. Das „etwas“ war zunächst unklar, doch Vereinsmitglied Dennis Hellmann, der selbst Gitarre in einer Band spielt, hatte die Idee, einen Abend mit mehreren Gruppen zu organisieren. „Wer soll die denn bezahlen“, lautete die kritische Nachfrage von Blumberg. Hellmanns Antwort: „Viele junge Bands sind froh, wenn sie überhaupt irgendwo auftreten können.“

Seine Mutter Cordula schildert, dass sie für die ersten beiden Veranstaltungen noch auf die Suche nach Musikern gegangen seien: „Aber schon beim dritten Mal haben die Bands begonnen, sich bei uns für ‚Hütte Live‘ zu bewerben.“ Das Format ist seit dem ersten Open Air gleich geblieben: Die Veranstaltung findet immer am Samstagabend nach Fronleichnam statt. Es treten vier Bands auf, die jeweils rund eine Stunde spielen und als Gage freie Verpflegung und einen Obolus für die Bandkasse bekommen.

Auflieger als Bühne

Pfiffig wurde auch das Problem einer Bühne gelöst. Andrea Knott, Mitarbeiterin bei dem ortsansässigen Spediteur Papenburg, berichtet, dass sie bei einer Feier der Spedition Manfred Weidenbrücher – ebenfalls aus Wildbergerhütte – einen Alleinunterhalter auf der Ladefläche eines Sattelzugs erlebt hat: „Das war die zündende Idee.“ Beide Speditionen erklärten sich bereit, jeweils einen Auflieger für das Open Air kostenfrei zur Verfügung zu stellen, die dicht nebeneinandergestellt eine große Bühne ergeben. Seit der Geschäftsaufgabe von Weidenbrücher liefert Papenburg alle beide. Andrea Knott unterstreicht die Bedeutung dieser Unterstützung: „Normalerweise wären die Sattelauflieger schon am Freitag für die Montagstour beladen worden.“

Dieses Konzept hat sich von Anfang an bewährt. Nach anfänglich rund 500 Gästen sind es inzwischen mehr als 1000, die rockige Rhythmen in einer lauen Sommernacht genießen. Gleich geblieben ist auch die Security, die dafür sorgt, dass kein Glas auf den Dorfplatz kommt und auch dafür, dass nicht zu viele der Hütte-Live-Becher verschwinden. Cordula Hellmann erläutert, dass diese ohne Pfand ausgegeben werden: „Beim ersten Mal haben wir das gemacht, aber das war eine Katastrophe.“

Was ebenfalls nicht geklappt hat, ist die alleinige Ausrichtung auf die Jugend. Natascha Leienbach freut sich mit einem Schmunzeln: „Es ist ein Fest für alle Generationen geworden.“ Das mag nicht zuletzt auch an der Verpflegung liegen, an der sich der Verein „Wir für Hütte“ maßgeblich beteiligt. Neben dem üblichen Imbissangebot gibt es handgeklopfte Schnitzel mit selbstgemachten Soßen. Küchenchef Oliver Möschter betont: „Bei uns gibt es keine Billigprodukte – alles kommt von unserem Dorfmetzger Bernd Hochhard.“


Das Jubiläumsprogramm

Der Startschuss für das Jubiläumsprogramm fällt am Samstag, 6. Juni, um 19 Uhr. Den Auftakt macht „Ladybug Lounge“ aus dem Raum Wiehl/Gummersbach mit einem Mix aus Rock- und Pop-Cover, gefolgt von der Punkrock-Band „Denkzettel“, die Aktuelles ironisch unter die Lupe nimmt. Das „Heinemann Trio“ aus Wildbergerhütte feiert bei „Hütte Live“ ein Bühnen-Comeback mit selbstverfassten Texten, bei denen es um die wirklich wichtigen Dinge des Lebens geht – also Stimmung, Party und Bier. Den krönenden Abschluss bildet die Siegener Band „UnArt“, die bereits 2017 ihr Debüt auf der Waldbühne gegeben hat.

Wie seit zehn Jahren üblich, ist der Eintritt frei. Als Schmankerl zum zehnjährigen Jubiläum gibt es Wertmarken im „10+1“-Format: Beim Kauf von zehn Stück gibt eine gratis dazu. Es wird empfohlen, in der Dorfmitte zu parken – die Dechant-Wolter-Straße ist für die Dauer der Veranstaltung gesperrt.