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Nach Starkregen 2021Nümbrechts letzte Waldwegabschnitte saniert

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Für zirka sechs Wochen werden die letzten sieben instandgesetzten Forstwirtschaftswegabschnitte für alle Fahrzeuge behördlich gesperrt.

Für zirka sechs Wochen müssen die letzten sieben instandgesetzten Forstwirtschaftswegabschnitte für alle Fahrzeuge behördlich gesperrt bleiben.

Die letzten sieben von 23 Abschnitten werden jetzt fertig - Große Bedeutung bei der Waldbrandbekämpfung

Das Starkregenereignis vom Juli 2021 hat auch im Oberbergischen teils drastische Schäden hinterlassen. Neben Gebäuden waren auch Forstwirtschaftswege betroffen, die instandgesetzt werden mussten. Dieses Kapitel soll heute im Laufe des Tages in Nümbrecht abgeschlossen werden. Die letzten sieben von insgesamt 23 Teilstrecken werden heute fertiggestellt und müssen dann für rund sechs Wochen für alle Fahrzeuge – auch für Fahrräder – und für Pferde gesperrt werden, damit sich die neue Wegedecke setzen kann. Dafür werden die Teilstücke mit quer über die Wege gespanntem behördlichem Flatterband eindeutig gekennzeichnet.

6800 laufende Meter

Dass es gut fünf Jahre gedauert hat, hat seine Gründe, erklärt Revierförster Malte Haase vom Landesbetrieb Wald & Holz NRW bei einem Ortstermin im Ölsbachtal, unterhalb der Ortschaft Oberelben. Denn erst sollte all das Holz mit schwerem Gerät abgefahren werden, das dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen ist – und das war im Ölsbachtal allerhand: 80 Hektar Wald, davon 50 Hektar Fichte, die fast vollständig abgeholzt werden mussten. Inzwischen ist das Holz dort weg, so dass die Wege jetzt in Schuss gebracht werden können.

Das Foto zeigt einen Ortstermin im Ölsbachtal mit (von links) Matthias Stöwer (Firma Feldhaus), Revierförster Malte Haase, Jan Foerster (Gemeinde Nümbrecht), Tobias Krekel (Regionalforstamt) und Karlo Schmitz (Forstbetriebsgemeinschaft Nümbrecht).

Ortstermin im Ölsbachtal (v.l.): Matthias Stöwer (Firma Feldhaus), Revierförster Malte Haase, Jan Foerster (Gemeinde Nümbrecht), Tobias Krekel (Regionalforstamt) und Karlo Schmitz (Forstbetriebsgemeinschaft Nümbrecht).

Gut 6800 laufende Meter an vom Starkregen geschädigten Forstwirtschaftswegen, deren Reparatur förderfähig ist, hatte Malte Haase auf Nümbrechter Gemeindegebiet ermittelt, davon rund 1100 Meter im Ölsbachtal. Diese Bestandsaufnahme diente zugleich als Grundlage für die Beantragung von Fördermitteln, die in Höhe von 233.000 Euro auch gewährt wurden. Sie stammen aus einem Fördertopf des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW. Die Gemeinde Nümbrecht hatte in diesem Zusammenhang den Kontakt zum Regionalforstamt Bergisches Land als Teil der Landesforstverwaltung aufgenommen, um die Förderoptionen zu klären.

Ein funktionales Wegenetz ist wichtig für die Feuerwehr.
Revierförster Malte Haase

Die große Bedeutung von intakten Waldwirtschaftswegen liege insbesondere in der Waldbrandbekämpfung. „Ein funktionales Wegenetz ist wichtig für die Feuerwehr“, betont Haase. Im Ölsbachtal grenze der Wald beispielsweise fast unmittelbar an den Ort Oberelben. Und auch auf den Kalamitätsflächen liegt trockenes Holz genug, um eine Gefahrenquelle darzustellen. Aus diesem Grund stehe der Landesbetrieb Wald und Holz stets im engen Austausch mit der Feuerwehr. Und: Es werden Plakate mit dem Satz „Waldbrand verhindern“ aufgehängt.

Die Instandsetzung der dreieinhalb Meter breiten Wege schlägt mit rund 35 Euro pro laufendem Meter zu Buche. Aufgebracht wird dazu eine zehn Zentimeter hohe Deckschicht aus gröberem und feinerem Material sowie Lehmmaterial. Dieses darf nicht befahren werden, damit sich die neue Deckschicht erst einmal setzt und verbindet.