WiehlSo sieht das neue Stadtteilhaus von Drabenderhöhe aus

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Der Schriftzug „Stadtteilhaus Drabenderhöhe“ am neuen Zentrum des Wiehler Ortsteils.

So sieht das sanierte Stadtteilhaus Drabenderhöhe von außen aus.

Ein Blick in das neue Stadtteilhaus in Drabenderhöhe, das heute eingeweiht wird

Heute wird das neue Stadtteilhaus in Wiehl-Drabenderhöhe am Siebenbürger Platz eröffnet. Ganz neu ist es indes nicht, denn es basiert auf einer Komplettsanierung des ehemaligen Kulturhauses. „Wir wollten ein Maximum der alten Bausubstanz erhalten, aber es gibt keinen einzigen Raum, in dem nichts passiert ist“, betont Andreas Zurek, Fachbereichsleiter Hochbau der Stadt.

Stadtteilhaus in Drabenderhöhe ist knapp ein Viertel größer

Durch Anbauten wurde das ehemalige Gebäude um knapp ein Viertel erweitert. Im Verlauf der rund zweieinhalbjährigen Bautätigkeit wurden die Elektroinstallation, die Heizung, der Sanitärbereich und die Raumdecken vollständig erneuert oder überarbeitet. So gibt es jetzt 61 neue Heizkörper, für die rund ein Kilometer Rohr verlegt wurde und 42 neue Sanitäreinrichtungen. Auf der Elektroseite sind 270 neue Steckdosen und 240 neue Lampen installiert worden.

Leere Stuhreihen vor einer Bühne im neu sanierten Veranstaltungsraum in Drabenderhöhe.

Der neue Veranstaltungsraum im Stadtteilhaus Wiehl-Drabenderhöhe.

Dafür waren 9400 Meter Leitungen erforderlich. Darüber hinaus sorgt nun ein Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung und integrierter Kältemaschine auf dem Dach für ein angenehmes Raumklima in den beiden Sälen.

Der gesamte Komplex ist nun barrierefrei zugänglich, für den Weg in das Obergeschoss gibt es einen Aufzug im Eingangsbereich. Insgesamt gibt es drei barrierefreie Toiletten in dem Gebäude. Das gut 6,2 Millionen Euro teure Projekt wurde mit rund 3,8 Millionen vom Land gefördert.

70 Jahre alte Bausubstanz erneuert

Bei einem Rundgang stellte Bürgermeister Ulrich Stücker das neue Stadtteilhaus gemeinsam mit seinem ersten Beigeordneten Peter Madel, der stellvertretenden Dezernatsleiterin Alexandra Noss, Andreas Zurek und Kulturamtsleiter Tim Vogel vor.

Vorbesichtigung des Stadtteilhauses in Wiehl-Drabenderhöhe.

Andreas Zurek, Ulrich Stücker und Peter Madel testen den Kicker im Jugendzentrum.

Gleich im Eingangsbereich wird die harmonische Verbindung von neuen Elementen mit der historischen, bis zu 70 Jahre alten Bausubstanz deutlich. So integrieren sich etwa neue Bodenplatten nahtlos in die alten Gussasphaltplatten.

Die Steintreppe wurde aufpoliert, das alte Holzgeländer aufgearbeitet. Auch im großzügig angelegten Jugendzentrum wurden die alten Spaltklinker als Bodenbelag erhalten.

Im großen „Bastelraum“ sind die Sozialarbeiter Laura Lindau und Philipp Bögner als Leiter des Jugendzentrums, das zwischenzeitlich in der Drabenderhöhe Grundschule untergebracht war, damit beschäftigt, die Schränke mit allerlei Bastelutensilien einzuräumen.

Die beiden betonen die inklusive Ausrichtung ihres Angebots: „Auch Kochen gehört bei uns dazu.“ Die dazugehörige Einbauküche findet sich auf der gegenüberliegenden Flurseite, ohne Trennwand in den geräumigen, etwa 150 Quadratmeter großen, Aufenthaltsbereich übergehend.

Auf beiden Ebenen gibt es mehrere, unterschiedlich große Gruppenräume, die für eine multifunktionale Verwendung vorgesehen sind. Das Herzstück ist jedoch der teilbare Veranstaltungsraum im Obergeschoss, der mit seiner ansprechenden Bestuhlung für bis zu 600 Personen ausgelegt ist.

Große Eröffnungsfeier am Samstag

Die ursprünglichen Fenster, der Boden und die Bühne sind erhalten geblieben, die Technik wurde jedoch komplett erneuert. Besonders stolz ist der Bürgermeister auf die Akustikanlage in dem nach hinten abfallenden Raum und erklärt mit einem Schmunzeln: „Früher habe ich hier häufig gegen die Wand geredet, jetzt ist das Geschehen auf der Bühne bis in den letzten Winkel zu hören.“

Neu ist auch ein Backstage-Bereich neben der Bühne, in dem sich Künstler auf ihren Auftritt vorbereiten können. Daneben ist die „Heimatstube Siebenbürgen“ eingezogen, die über die Geschichte dieser Volksgruppe berichtet.

Mit einem Festakt im Beisein von NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach wird das neue Schmuckstück der Stadt, bei dem selbst die Mülltonnen durch ein Gründach verdeckt sind, am Samstagnachmittag unter musikalischer Beteiligung mehrerer Vereine eröffnet.

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