Aachen/Maastricht – Mit gut sieben Wochen Verspätung hat am Wochenende der direkte Regionalzugverkehr zwischen Aachen und der niederländischen Grenzstadt Maastricht den Betrieb aufgenommen. Der Regionalexpress 18 verkehrt nun stündlich zwischen Nordrhein-Westfalen und der Hauptstadt der niederländischen Provinz Limburg. Der Zug benötigt für die Strecke rund 55 Minuten. Eigentlich sollte die Verbindung bereits im Dezember stehen, für die neuen Zugmodelle fehlte auf deutscher Seite allerdings die Genehmigung für den Betrieb – wochenlange waren Ersatzbusse unterwegs.
Die Freigabe ist nun da – und Fahrgäste in der Dreiländer-Region um Aachen können sich über deutliche Verbesserungen im grenzüberschreitenden Nahverkehr freuen. Zum ersten Mal seit 26 Jahren gibt es wieder eine direkte Zugverbindung zwischen den beiden Städten, lästiges Umsteigen in Heerlen fällt weg. Auch aus dem Rheinland wird der Weg nach Limburg komfortabler: Vom Kölner Hauptbahnhof dauert die Fahrt nach Maastricht mit Umstieg in Aachen gut zweieinhalb Stunden.
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Vorausgegangen waren umfangreichere Arbeiten an der Strecke zwischen NRW und den Niederlanden. Innerhalb von rund acht Monaten wurden der Abschnitt zwischen Herzogenrath und Landgraaf elektrifiziert, auf niederländischer Seite wird sie zudem zweigleisig ausgebaut. Insgesamt kostet das Projekt 71,1 Millionen Euro. Betrieben wird die Linie von Arriva, einem Tochterunternehmen der Deutschen Bahn, das in mehreren europäischen Ländern im Bahnverkehr aktiv ist.
RE 18 könnte irgendwann bis Lüttich fahren
Etwas kompliziert ist die Ticketstruktur für den „Maastricht-Aachen-Express“: Denn für die Fahrt nach Maastricht gilt der niederländische Preis, dafür benötigen Fahrgäste eine aufladbare Chipkarte. Die Kosten richten sich in den Niederlanden nach den gefahrenen Kilometern, ein Ticket von Aachen nach Maastricht kostet deshalb knapp 11 Euro. Zudem gibt es unterschiedliche Angebote an Tagestickets, die meist günstiger sind als einzelne Hin- und Rückfahrten und teilweise auch für Busse in der Rhein-Maas-Region gelten.

Schmuckes Städtchen: Maastricht in den Niederlanden.
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In der vom Grenzverkehr geprägten Dreiländer-Region sind die Planungen für den RE 18 und die ausgebaute Strecke noch nicht abgeschlossen. Bald soll es auch eine IC-Verbindung von Aachen nach Amsterdam geben, dazu hatten die beteiligten Verkehrsunternehmen im Dezember eine gemeinsame Absichtserklärung unterschrieben. Zudem könnte der Regionalexpress irgendwann bis ins belgische Lüttich verlängert werden.

