„Nicht das Normale wird extremistisch – das Extremistische wird normalisiert“, sagte der Bundestagsabgeordnete Helge Lindh bei dem Treffen.
„Gefahr unserer Zeit“Um Rechtsextremismus und die AfD ging es beim Neujahrsempfang der SPD in Rhein-Berg

Sprach über die politische Landschaft in Deutschland: der SPD-Bundestagsabgeordnete Helge Lindh (2.v.l.).
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Demokratie, Menschenwürde, gesellschaftlicher Zusammenhalt: Diese Themen standen im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs der SPD im Rheinisch-Bergischen Kreis. Darüber sprach insbesondere der Hauptredner des Abends, der Bundestagsabgeordnete Helge Lindh, der seit 2017 für die SPD im Deutschen Bundestag sitzt und nach Angaben der SPD dort massiven Anfeindungen aus dem rechtsextremen Spektrum ausgesetzt ist.
In seiner Rede sei es um die in der Gesellschaft voranschreitende Normalisierung von rechtsextremistischen Positionen gegangen. „Nicht das Normale wird extremistisch – das Extremistische wird normalisiert“, sagte er. Das sei die „eigentliche Gefahr unserer Zeit“. Rechtsextremismus werde besonders dort gefährlich, wo Menschenverachtung, Rassismus sowie die bewusste Verdrehung von Wahrheit und Lüge gesellschaftsfähig würden.
Die AfD sympathisiert laut Lindh mit offen autoritären Regimen
Lindh sprach auch über die AfD, die er nach Angaben der SPD als eine Partei beschrieb, die systematisch Desinformation betreibe. Außerdem pflege sie internationale Netzwerke und sympathisiere mit offen autoritären Regimen. Die Auseinandersetzung mit der AfD dürfe nicht taktisch geführt werden.
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Im Anschluss an Lindh sorgte die Poetry-Slamerin Luca Swieter nach Angaben der SPD „für einen pointierten, zugleich nachdenklichen Perspektivwechsel“. Sie habe sich insbesondere damit auseinandergesetzt, dass gut gemeinter, aber letztendlich gedankenloser Aktionismus absurd sein könne.
Am Ende haben wir uns nicht spalten lassen – und vor allem den Bullshit abgelehnt, den man uns verkaufen wollte
„Am Ende haben wir uns nicht spalten lassen – und vor allem den Bullshit abgelehnt, den man uns verkaufen wollte“, sagte sie. Die SPD resümiert: „Ihr Auftritt machte deutlich: Demokratie lebt von kritischem Denken, Zusammenhalt und dem Mut, Unsinn klar zu benennen.“
Für dieses Jahr will die SPD im Rheinisch-Bergischen Kreis nach eigenen Angaben „auf klare Haltung, Verfassungspatriotismus und den entschiedenen Einsatz für eine offene, solidarische und demokratische Gesellschaft“ setzen. Beim Neujahrsempfang sei dieses Vorhaben bereits deutlich sichtbar gewesen.

