Abo

Kölner BahnkonferenzNeue Gleise sollen nach Kalscheuren führen

2 min
Bahnhof_Hürth_Kalscheuren

Als Teil der Westspange Köln soll auch der Bahnhof in Kalscheuren ausgebaut werden. 

Rhein-Erft-Kreis – Während einer Konferenz mit rund 450 Teilnehmern ist eine Planungsvereinbarung zwischen dem Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR), der Deutschen Bahn und dem Land Nordrhein-Westfalen zum Ausbau des Bahnknotens Köln unterzeichnet worden. Damit wurden 100 Millionen Euro für die Planungen zur Entlastung des Kölner Knotenpunkts freigegeben.

Für die Eifelstrecke, die durch den Rhein-Erft-Kreis führt, bedeute dies eine verbesserte Anbindung und die Beseitigung der schon jetzt erheblichen Kapazitätsengpässe, hieß es nach der Konferenz. Mit einem leistungsfähigen S-Bahn-System könnten die Qualität und die Zuverlässigkeit im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) erhöht werden. Für die wachsende Zahl von Pendlern werde es zu dringend notwendigen Verbesserungen kommen, und auch die wirtschaftliche Entwicklung der Region werde davon profitieren.

„Der Ausbau des Bahnknotens Köln schafft neue Perspektiven für das Rheinland“, sagte der Euskirchener Landtagsabgeordnete Klaus Voussem (CDU). Wie es weiter hieß, sei eine Fertigstellung der Elektrifizierung nun bis zum Jahr 2030 durchaus möglich.

Um möglichst weitere Verzögerungen zu vermeiden, werde der NVR 6,4 Millionen Euro für die Planung und Vorbereitung der Elektrifizierungsmaßnahme bereitstellen. CDU-Politiker Bernd Kolvenbach aus Euskirchen hatte gemeinsam mit dem SPD-Mann Dierk Timm aus dem Rhein-Erft-Kreis einen entsprechenden Dringlichkeitsbeschluss unterschrieben.

Engere Taktung möglich

Eine Elektrifizierung könnte die Takte auf der Strecke verkürzen: Statt wie derzeit alle 30 Minuten könnten die Züge dann alle 15 oder 20 Minuten auf der Strecke fahren. Das NVR-Programm „Zielnetz 2030+“ sieht auf der Eifelstrecke die Verlängerung der S 15 von Gummersbach kommend über Köln, Euskirchen bis nach Kall vor. Dafür sei der Ausbau der Westspange zwischen Köln-Hansaring und Hürth-Kalscheuren nötig.

Der Ausbau ist Teil des Konzepts, das am Montag in Köln unterschrieben worden ist. 67 der 100 Millionen Euro fließen in die Planungen für die Ertüchtigung der Westspange. Zwischen Hansaring und Kalscheuren sollen zwei S-Bahn-Gleise neu gebaut werden. Das soll nervende Wartezeiten der Eifelpendler vor der Einfahrt in den Kölner Hauptbahnhof verkürzen oder gar vermeiden.Der Ausbau der Eifelstrecke beinhaltet zudem den Neubau des Haltepunktes Hürth-Fischenich und die Anpassung der bereits vorhandenen Haltestellen für den S-Bahn-Betrieb.