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WassersportSeen im Rhein-Erft-Kreis laden zum Wassersport ein

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Der Pulheimer See ist ein prima Revier für Windsurfer und Segler.

Rhein-Erft-Kreis – Nun gut, ein flaches Kunststoffbrett ist zwischen den Fußsohlen und der Wasseroberfläche schon noch vorhanden. Aber wenn man sie aus der Ferne aufrecht stehend in erhabener Haltung gemächlich übers Wasser gleiten sieht, erinnert man sich unwillkürlich an die biblische Geschichte, wie Jesus auf dem See Genezareth wandelt.

„Wunderbar entspannend und voll im Trend“

Wunder muss beim Stand Up Paddling (SUP) freilich niemand vollbringen. „Man braucht einen guten Gleichgewichtssinn, aber auch Anfänger haben den Bogen meistens schon nach ein, zwei Stunden raus. Wer mal probieren möchte, wie man im Stehen auf dem Surfbrett paddelt, kann gerne zu uns kommen. Es ist wunderbar entspannend und voll im Trend“, erzählt Stefan Brück.

Der Vorsitzende des Brühler Surfclubs (BSC) hat SUP vor vier Jahren für sich entdeckt – bei schwacher Brise als gemütliche Alternative zu seiner eigentlichen Passion, dem Windsurfen, das er seit fast 40 Jahren mit ungebrochener Begeisterung betreibt. Das Heimatrevier des 330 Mitglieder starken Vereins ist der Bleibtreusee zwischen Brühl und Hürth, wo der BSC neben Windsurfen und SUP auch Wasserski und Wakeboarding für Anfänger und Könner aller Altersgruppen anbietet, wobei die Aufnahmekapazitäten bei den letzteren Sportarten allerdings begrenzt sind. Zwei Stunden Surf-Schnuppertraining gibt es für 40 Euro.

Klein, aber fein ist der Pulheimer See

Wem am Bleibtreusee zu viel Trubel herrscht, der findet knapp 20 Kilometer weiter nördlich eine Oase der Ruhe vor. Klein, aber fein ist der Pulheimer See. „Und wie geschaffen zum Segeln und Windsurfen“, schwärmt Claus Gödderz vom Pulheimer Surf- und Segelclub.„Und weil man im See nicht schwimmen darf, hält sich der Besucherandrang in Grenzen.“

Derweil steigt Vereinskameradin Kim Ohm in ein Laser-Segelboot. Klein und wendig sind diese olympischen Ein-Mann-Jollen. „Man kann auch bei wenig Wind gut Fahrt aufnehmen, sollte allerdings schon ein wenig segeln können.“ Dies und auch das Windsurfen können Gäste beim SSC ausprobieren. Am Wochenende von 11 bis 17 Uhr ist fast immer jemand vom Verein da. Wer auf dem Wasser Feuer fängt, kann als Mitglied den Sportbootführerschein machen und die Vereinsboote nutzen. Die Fortgeschrittenen fahren oft auch zu anspruchsvolleren Gewässern und waren sogar bei der Kieler Woche am Start.

Rudern ein optimaler Fitnesssport

Zahlreiche Könner, teils mit Bundesliga-Erfahrung, kann auch die Hürther Rudergesellschaft vorweisen, die auf dem Otto-Maigler-See eine 2500 Meter lange Regattabahn unterhält. Vom Einer bis zum Achter ist alles vertreten. „Die richtigen Rennboote sind für Anfänger allerdings nicht so geeignet. Da würden sie einsteigen und auf der anderen Seite gleich wieder rausfallen“, erzählt Vorstandsmitglied Dagmar Wachten, „aber es gibt spezielle Gig-Boote, die breiter sind und mehr Tiefgang haben. Montags ab 19 Uhr kann man bei uns gratis an fünf Abenden in den Rudersport hineinschnuppern.“ Wenn man die anfangs nicht ganz einfache Körperkoordination auf dem Rollsitz erst einmal gelernt habe, sei Rudern ein optimaler Fitnesssport.

Wasserspaß ganz ohne Training und Vorkenntnisse wird seit zwölf Jahren beim familienfreundlichen Kajakfahren auf der Erft von Wilfried Kopitzke angeboten: „Einfach einsteigen, Spaß haben und die schöne Natur an der Erft genießen, lautet bei uns die Devise.“ Die Classic-Route führt in Kajaks für bis zu vier Personen vom Angelpark in Bergheim-Zieverich innerhalb von etwa zwei Stunden flussabwärts bis nach Bedburg. . Gestartet wird an den Wochenendtagen immer um 11 Uhr, in den Ferien auch wochentags.“