Hoher AndrangRaumkonzept der Gesamtschule Windeck wird neu überdacht

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Klassenzimmer

Windeck – Für die Gesamtschule Windeck mit ihren beiden Standorten Rosbach und Herchen soll in den kommenden drei Monaten ein Raumkonzept erarbeitet werden, das sowohl den pädagogischen als auch den wirtschaftlichen Belangen gerecht wird.

Am Ende soll feststehen, ob und welche Erweiterungen für die Schule nötig sind, die sich in Windeck mittlerweile als Erfolgsmodell etabliert hat. Alle vier Jahrgänge sind voll. Zum Schuljahr, das im Sommer beginnt, müssten erstmals Schüler abgewiesen werden, hieß es im Fachausschuss des Gemeinderates.

Bei der Gründung der Gesamtschule war 2012 eine Voraussetzung gewesen, dass die arme Kommune Windeck nicht übermäßig mit Neubauten belastet werden sollte. Der Plan sah vor, die Jahrgangsstufen fünf bis acht in den Räumen der auslaufenden Hauptschule in Rosbach, die der Jahrgänge neun und zehn sowie die Oberstufe in der bisherigen Realschule in Herchen zu unterrichten.

Pädagogische und schulorganisatorische Gründe hätten jetzt dazu geführt, das Konzept zu ändern, erläuterte der stellvertretende Schulleiter Frank Sauerzweig. Auch die Jahrgangsstufe acht werde jetzt in Herchen unterrichtet.

In Zukunft wolle seine Schule zudem mit der Förderschule Sankt Ansgar in Hennef-Happerschoß kooperieren. Deren Förderschwerpunkt ist die emotionale und soziale Entwicklung. Darüber soll der Ausschuss entscheiden, wenn das fertige Konzept für die Kooperation vorliegt.

Als Experten hatte die Gemeindeverwaltung den Niederkasseler Schulberater Raimund Patt eingeladen. Der gebürtige Windecker hatte, finanziert durch eine Stiftung, die Gesamtschule bereits bei der Gründung beraten und mit ihr das Schulkonzept erarbeitet.

Veränderte Anforderungen erforderten auch neues Denken bei Raumkonzepten, erläuterte Patt. Es gebe für die Gesamtschule Windeck mit deren spezifischem Profil „kein Musterraumprogramm“. „Was ist die Bezugsgröße zur Qualität?“, nannte er eine der Fragen, die ihn in den kommenden Wochen beschäftigen werden. Dass auch wirtschaftliche Fragen geklärt werden müssen, erläuterte er am Beispiel Mensa.

Ein Raum allein fürs Mittagessen, der den Rest des Tages 15 bis 16 Stunden leer stehe, sei „Verschwendung“. Auch für die übrigen Schulräume sei eine sinnvolle Auslastung das Ziel.

Der Ausschuss für Jugend, Schule, Sport, Senioren und Soziales erteilte der Verwaltung einstimmig den Auftrag, das bestehende Raumkonzept prüfen zu lassen.

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