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Fußball-MittelrheinligaSiegburg trennt sich von Trainer Bünyamin Kilic

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Bünyamin Kilic (vorne) muss seinen Trainerstuhl in Siegburg räumen, die Zukunft von Recep Kartal ist noch offen. 

Siegburg – Zwei schlaflosen Nächten folgte der schwierigste Anruf seiner vierjährigen Amtszeit. Am Dienstagvormittag teilte Oliver Bonato Trainer Bünyamin Kilic (35) dessen Entlassung mit. „Ich habe mir die Entscheidung wahrlich nicht leicht gemacht“, sagt der Sportchef des Fußball-Mittelrheinligisten Siegburg 04. „Schließlich hat sich zwischen Büni und mir auch eine Freundschaft aufgebaut.“

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Die bisherige Ausbeute (fünf Punkte aus sechs Spielen) und nicht zuletzt die 0:2-Pleite gegen Freialdenhoven hätten ihn „quasi zum Handeln gezwungen. Am Sonntag haben die Jungs sämtliche Basics vermissen lassen. Und von der Tribüne aus wirkte das Trainerteam leider ratlos auf mich.“ Grundsätzlich sei er „kein Fan davon, dass der Coach immer als Erstes gehen muss. Aber die Entwicklung seit Winter ist alarmierend.“ Nun sei allein die Mannschaft in der Pflicht und habe „keine Alibis mehr“.

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Der Sportliche Leiter prophezeit Kilic dennoch eine tolle Zukunft: „Büni ist und bleibt ein fantastischer Trainer, der eines Tages in der Regionalliga landen wird.“ Mit seiner emotionalen Art habe er das Team „einfach nicht mehr so erreicht wie noch zu Beginn. Büni ist sehr fordernd, hat die Jungs phasenweise aber auch überfordert.“

Kilic selbst geht „erhobenen Hauptes. Mit acht Siegen in Folge haben wir 2019 Geschichte geschrieben. Überhaupt blicke ich auf eine sehr erfolgreiche Zeit zurück.“ Angesichts des Umbruchs und der Kader-Verjüngung im Sommer hätte er sich vom Verein „einen längeren Atem gewünscht. Zumal wir kein Klub wie der Bonner SC sind, der zwingend aufsteigen muss oder wirtschaftlichen Druck hat. Ein einstelliger Platz ist mit dieser Truppe drin, mehr aber auch nicht.“

Farkas ist ein Kandidat

Ob Co-Trainer Recep Kartal (33) weitermacht, ist offen. Bonato hat der Klubführung um Präsident Christian Kohr vorerst sechs Vorschläge für Kilics Nachfolge unterbreitet. Einer davon ist Josef Farkas (59), der jahrelang Wesseling-Urfeld und zuletzt den FC Friesdorf trainierte.

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