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1:0-Sieg gegen EssenFC-Frauen schöpfen im Abstiegskampf neue Hoffnung

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Die Kölnerinnen kämpften leidenschaftlich, warfen sich – unterstützt vom lautstark einpeitschenden Trainer Sascha Glass – in jeden Ball und pushten sich auf dem Rasen gegenseitig immer wieder.

Köln – Großer Befreiungsschlag in letzter Sekunde: Den Bundesliga-Fußballerinnen des 1. FC Köln gelang am Sonntag zuhause gegen die SGS Essen in der Nachspielzeit der 1:0-Siegtreffer, mit dem sich das Team im Kampf um den Klassenerhalt eindrucksvoll zurückmeldete. Rund 72 Stunden nach dem bitteren 1:1 in Duisburg, als es in der Nachspielzeit noch den Ausgleich gesetzt hatte, kannte der Jubel entsprechend keine Grenzen. „Ich habe gespürt, dass wir das Tor noch machen. Wir haben so hart dafür gearbeitet und mussten uns nach so langer Zeit mal belohnen“, sagte Torschützin Rachel Rinast, nachdem sich die rot-weiße Jubeltraube auf dem Spielfeld aufgelöst hatte.

So glücklich der Sieg durch den abgefälschten Schuss auch zustande kam, unverdient war der erste Erfolg seit Ende November und sechs Partien ohne Dreier keinesfalls. Die Kölnerinnen kämpften leidenschaftlich, warfen sich – unterstützt vom lautstark einpeitschenden Trainer Sascha Glass – in jeden Ball und pushten sich auf dem Rasen gegenseitig immer wieder. Es war zu spüren, dass das Team den Kampf um den Klassenerhalt keineswegs aufgegeben hat. „Das war ein überragender Sieg nach einer geschlossenen Mannschaftsleistung“, war auch Sascha Glass stolz auf seine Elf. „Der Sieg war nicht unverdient, weil wir die klareren Chancen hatten.“

Nach Seitenwechsel motivierter

Essen dominierte zunächst das Spielgeschehen, doch nach rund einer halben Stunde legten die Kölnerinnen ihren Respekt ab und spielten mutiger nach vorne. Einen Schuss von Meike Meßmer konnte Essens Torhüterin Stina Johannes abwehren (30.). Auf der Gegenseite musste sich Elvira Herzog bei Distanzversuchen von Marina Hegering und Elisa Senß strecken (36./39.). Die beste Kölner Gelegenheit besaß Rachel Rinast, die nach einem Essener Fehlpass alleine auf das Tor zulief, doch mit ihrem Schuss die lange Ecke knapp verfehlte (40.).

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Nach dem Seitenwechsel wirkten die Kölnerinnen noch einmal eine Spur motivierter, sodass sich fortan ein Duell auf Augenhöhe entwickelte. Torchancen waren nunmehr jedoch Mangelware – bis zur Nachspielzeit. Getrübt wurde der Erfolg jedoch durch die Verletzung von Johanna Tietge. Bei einem weiteren Erfolg am Mittwoch (16 Uhr) im Nachholspiel daheim gegen Schlusslicht Jena würde der FC die Abstiegsplätze verlassen.