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1. FC KölnBaumgart bespricht mit seinem Team die Ziele

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Der neue Trainer Steffen Baumgart

Köln – Wer die jüngere DFB-Pokal-Historie des 1. FC Köln durchforstet, erkennt ein klares Muster. Als es auf dem Weg zum Fernziel Berlin erst richtig inte-ressant wurde, hatte sich der Fußball-Bundesligist bereits aus dem Wettbewerb verabschiedet.

Die jüngste Enttäuschung liegt lediglich ein halbes Jahr zurück. Anstatt im Kampf gegen die Coronakrise wichtige Zusatzeinnahmen zu generieren, strich der FC im Achtelfinale bei Zweitligist Regensburg trotz einer 2:0-Führung die Segel. Die große Chance auf die erste Viertelfinal-Teilnahme seit 2010 war wieder einmal leichtfertig verspielt worden.

Chancen wurden verspielt

Das geschah noch unter der Regie von Markus Gisdol, der das Saisonende nicht mehr auf der Kölner Bank erlebte. Der neue FC-Coach Steffen Baumgart will dagegen erreichen, dass der Kampf um die goldene Trophäe am Geißbockheim auch als solcher verinnerlicht und angegangen wird. „Der DFB-Pokal ist ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, nach Berlin fahren zu wollen“, betont der 49-Jährige. Gleichwohl denkt er schrittweise. „Dafür musst du das erste Spiel erstmal gewinnen.“

Der Auftakt führt die Geißböcke am Sonntag (15.30 Uhr) zum Nordost-Regionalligisten Carl Zeiss Jena. Rund 400 FC-Fans dürfen mitreisen, zum ersten Mal seit März 2020. Die Ausgangslage ist schnell beschrieben. „Wir sind der Favorit und wollen weiterkommen, das ist klar“, erklärt Baumgart. Für den FC-Coach genießt das Ergebnis folglich einen höheren Stellenwert als die Art und Weise. „Wir werden auch die Leistung betrachten, am Ende geht es aber um das Weiterkommen.“ Fest steht allerdings auch: Je überzeugender die Hürde auf der Baustelle Ernst-Abbe-Sportfeld genommen wird, desto besser ist das Gefühl für den Bundesliga-Start eine Woche später gegen Hertha BSC.

Kein Freund von Minimalzielen

Dass Steffen Baumgart generell kein Freund von Minimalzielen ist, hatte er gleich nach seinem Amtsantritt in Köln unverblümt betont. „Gegen den Abstieg spielen hieße: Mehr Spiele zu verlieren, als zu gewinnen. Ich will aber mehr gewinnen“, lautete die erfrischend positive Zielformulierung des einstigen Stürmers.

Entsprechend forsch lässt Baumgart die FC-Profis auftreten. Die Kölner wollen agieren, nicht mehr reagieren, und ihre Fans mit mutigem Offensiv-Fußball begeistern. Frühes Anlaufen in vorderster Linie, hohes Abwehrpressing und schnelle Balleroberungen sollen feste Bestandteile der neuen Kölner Spielphilosophie werden. Damit grenzt sich Baumgart klar ab von Markus Gisdol. Der Schwabe sprach immer nur vom Klassenerhalt – und übertrug jene Vorsichtigkeit auf den Rasen.

Die exakten Vorhaben

Welche exakten Vorhaben der 1. FC Köln im ersten Jahr unter Steffen Baumgart verfolgen will, darüber wird der Fußballlehrer in den nun anbrechenden letzten Tagen vor dem Pflichtspiel-Start mit seiner Mannschaft sprechen. „Ich höre immer, was wir alles erreichen wollen. Ich habe noch ein paar andere Ziele“, sagt Baumgart, der auch Rückschläge einkalkuliert. „Wir werden in der Saison immer mal gewisse Wellentäler haben.“

Weitere Themen, die dem FC-Coach auf dem Herzen liegen, lauten: „Welchen Rhythmus wollen wir unter der Woche haben? Essen wir nach dem Training jedes Mal gemeinsam? Gehen wir vor dem Heimspiel ins Hotel?“ Und auch der Strafenkatalog muss noch abgesegnet werden. Baumgart legt dabei großen Wert auf den Dialog mit seinen Spielern.

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„Ich finde es wichtig, die Meinung der Jungs zu hören, damit alle die Entscheidungen mittragen, die ich treffe.“ Denn ebenso wichtig ist Baumgart, dass seine Mannschaft als Gemeinschaft funktioniert. „Wir müssen gut und breit aufgestellt sein, weil Spiele mit dieser Intensität häufig in den letzten 15 Minuten entschieden werden. Dann brauchst du Jungs, die nochmal einen Schritt drauflegen und der Mannschaft helfen können.“