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Die weiße WesteFC-Torwart Marvin Schwäbe seit drei Spielen ohne Gegentreffer

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Marvin Schwäbe beim Training des 1. FC Köln.

Marvin Schwäbe beim Training des 1. FC Köln.

Marvin Schwäbe zeigt sich in einer überzeugenden Form. Am Montag kommt ihm eine besondere Ehre zuteil. Vor dem Spiel gegen Stuttgart ist er voller Zuversicht.

Marvin Schwäbe wird am Rosenmontag eine besondere Ehre zuteil. Der Leistungsträger im Gehäuse von Fußball-Bundesligist 1. FC Köln zählt zu den wenigen Auserwählten, die auf dem Karnevalswagen der Geißböcke mitfahren dürfen. Eine Nominierung, die der 27-Jährige natürlich nicht zurückweisen wird. „Wenn man da auserkoren ist, darf man sich nur darauf freuen – da gibt es auf gar keinen Fall ein Nein“, sagt der gebürtige Dieburger, dem das närrische Treiben aus seiner südhessischen Heimat nicht ganz fremd ist. Schließlich bezeichnet sich der 1800 Mitglieder zählende Karnevalsverein Dieburg als der größte Faschingsverein Deutschlands.

Schwäbe will VfB-Krise nutzen

Die Fahrt durch die Innenstadt – an der auf dem FC-Wagen auch Präsident Werner Wolf, Sportchef Christian Keller, Trainer Steffen Baumgart sowie die Spieler Timo Hübers, Dejan Ljubicic und Jan Thielmann teilnehmen werden – dürfte für den FC zu einem Triumphzug werden. Nach dem 3:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt und nun schon fünf ungeschlagenen Spielen zum Start aus der Winterpause sind die Kölner in der Tabelle auf dem Vormarsch. Der mögliche Europapokal-Rang sieben ist nur noch vier Zähler entfernt.

„Die vergangenen Leistungen haben gezeigt, dass wir das ein oder andere Spiel noch ziehen können, wo uns vor einem halben Jahr noch etwas gefehlt hat. Wenn wir da weiter dran anknüpfen, ist der Blick natürlich eher nach oben gerichtet als nach unten“, bewertet Marvin Schwäbe das Tabellenbild vor dem 21. Spieltag, der die Geißböcke am Samstag (15.30 Uhr) zum VfB Stuttgart führt.

Schwäbe als einer der besten Keeper der Bundesliga

Für den Schlussmann kommt der Kölner Aufschwung im neuen Jahr nicht sonderlich überraschend: „Über die komplette Hinserie haben wir aufgrund der internationalen Spiele ein paar Körner gelassen, das fällt jetzt weg. Wir hatten eine super Vorbereitung, in der wir hier und da an ein paar Stellschrauben gedreht haben. Gerade defensiv ist uns das sehr gut gelungen. Das liegt aber nicht nur an der Abwehr und an mir, sondern beginnt bei den Stürmern“, meint Schwäbe, der in den jüngsten sechs Halbzeiten keinen einzigen Treffer hinnehmen musste. „Darüber freue ich mich natürlich sehr“, erklärt der FC-Keeper, der seine Gegentorlos-Serie weiter ausbauen will: „Das ein oder andere Spiel ohne Gegentor mehr mitzunehmen, wäre natürlich schön.“

Überhaupt zählt der ehemalige Meistertorhüter von Bröndby IF zu den besten Bundesliga-Keepern. Der „kicker“ führt ihn derzeit hauchdünn hinter dem Dortmunder Gregor Kobel auf Platz zwei. „Natürlich schmeichelt es mir, dass meine Leistungen anerkannt werden. Das ist ein gutes Gefühl. Grundsätzlich steckt da viel harte Arbeit hinter. Ich freue mich, dass das so gesehen wird. Nichtsdestotrotz gilt es, die Leistungen von Woche zu Woche zu bringen“, meint Marvin Schwäbe.

Die nächste Gelegenheit bietet sich beim Tabellenvorletzten Stuttgart. Die Schwaben stecken auch mit ihrem neuen Trainer Bruno Labbadia (57) fest in der Krise. Nach lediglich zwei Punkten aus fünf Spielen unter der Regie des früheren FC-Stürmers ist der Effekt des Trainerwechsels erst einmal verpufft. Schwäbe will die brenzlige Situation des VfB weiter verschärfen: „Wir werden wieder alles in die Waagschale werfen und versuchen, unseren Spielstil durchzusetzen. Gerade wenn der Gegner unter Druck steht und intern seine Probleme hat, kann man das vielleicht ausnutzen.“