Der 1. FC Köln darf im Heimspiel am Samstag gegen Union Berlin auf das Comeback von Innenverteidiger Dominique Heintz hoffen.
1. FC KölnLukas Kwasniok hat eine Option mehr

Nach seiner Verletzung beim Spiel in Bremen (1:1) trainiert Dominique Heintz wieder.
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Lukas Kwasniok wollte die Frage nicht beantworten – noch nicht. Der Trainer des 1. FC Köln wusste am vergangenen Freitag vor dem Derby bei Bayer 04 Leverkusen, dass sich an seinen Personalproblemen in der Innenverteidigung nichts verändert hatte. Es war klar, dass neben den langzeitverletzten Timo Hübers (Reha nach Knieverletzung) und Luca Kilian (Reha nach Kreuzbandriss) auch Dominique Heintz und Joel Schmied mit ihren Muskelverletzungen weiter ausfallen würden.
„Die Frage würde ich gerne nächste Woche beantworten. Wenn sie das Heilfleisch von Jan Thielmann haben, wird es vielleicht etwas. Aber es ist eher ein Blick in die Glaskugel“, hatte Kwasniok vor Leverkusen erklärt. Wenn der 44-Jährige am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem letzten Pflichtspiel des Jahres am Samstag (15.30 Uhr/DAZN und Sky) im Rheinenergie-Stadion gegen den 1. FC Union Berlin erneut mit der Frage konfrontiert werden wird, ist er sicherlich schlauer.
Der FC-Coach wird berichten können, dass es für Joel Schmied in diesem Jahr wahrscheinlich nicht mehr reichen wird. Der 27-Jährige hatte sich am 22. November bei der 3:4-Heimniederlage gegen Eintracht Frankfurt eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen. Bitter für ihn und bitter für Lukas Kwasniok, denn der im vergangenen Winter vom FC Sion verpflichtete Schweizer hatte sich nach einem schwierigen ersten Halbjahr in der 2. Liga unter dem neuen Trainer zu einer verlässlichen Größe in der Kölner Innenverteidigung aufgeschwungen – und das in der Bundesliga.
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Kwasniok stünden wieder drei Innenverteidiger zur Verfügung
Während Schmied wohl auch gegen die Eisernen wird passen müssen, besteht Anlass zur Hoffnung, dass Dominique Heintz wieder spielen kann. Der Routinier musste am 29. November beim 1:1 bei Werder Bremen nach wenigen Minuten mit einer Muskelverletzung im Adduktorenbereich ausgewechselt werden. Der 32-Jährige kehrte am Dienstag ins Mannschaftstraining zurück und könnte am Samstag gegen seinen Ex-Club aus Berlin-Köpenick wieder zur Verfügung stehen.
Lukas Kwasniok stünde dann im letzten Heimspiel des Jahres 2025 neben Rav van den Berg und Cenk Özkacar wieder ein dritter etatmäßiger Innenverteidiger zur Verfügung. Was bedeutet, dass Eric Martel als Sechser und Sebastian Sebulonsen als rechter Schienenspieler gegen das Team von Ex-FC-Trainer Steffen Baumgart auf ihre angestammten Positionen zurückkehren könnten.
Sebulonsen hatte zuletzt als rechtes Glied der Dreierkette aushelfen müssen und seine Sache den Umständen entsprechend gut gemacht. Die Umstellung hatte nicht nur zur Folge, dass den Geißböcken die Dynamik des Norwegers auf rechts abging, zudem musste Jan Thielmann auf die von ihm eher ungeliebte Position nach hinten rücken. Das Eigengewächs wäre für die Partie am Samstag also wieder eine Option für die Offensive.
Fynn Schenten trainiert erstmals bei den Profis mit
Zum Auftakt der Vorbereitung auf das wichtige Union-Spiel fehlten neben den Langzeitverletzten auch die Nummer eins und die Nummer zwei. Die Torhüter Marvin Schwäbe und Ron-Robert Zieler trainierten am Dienstag individuell. Ihr Einsatz am Wochenende ist aber wohl nicht in Gefahr. Der dritte FC-Keeper Matthias Köbbing, der als nächster FC-Trainee in die Fußstapfen von Sportdirektor Thomas Kessler und Ex-Spieler Mark Uth treten wird, sowie Mikolaj Marutzki aus der U19 sprangen für Kapitän Schwäbe und seinen Vertreter Zieler in die Bresche.
Neben den U21-Regionalliga-Spielern Yannick Mausehund und Cenny Neumann trainierten am Dienstag mit Stürmer Fynn Schenten und Mittelfeldspieler Jason Ponente Ramirez zwei Spieler aus der U19 bei den Profis mit. Schenten verdiente sich den Auftritt im Bundesliga-Kader mit herausragenden Leistungen im Team von Trainer Stefan Ruthenbeck. Der 18-Jährige hat sich mit 15 Toren in 18 Pflichtspielen ins Blickfeld von Lukas Kwasniok geschossen und war maßgeblich am Einzug der A-Junioren ins 16tel-Finale der Youth League beteiligt. Schenten kam als Achtjähriger ans Geißbockheim, sein Vertrag läuft am Saisonende aus.

