Der 1. FC Köln hat in einem emotionalen Derby gegen Borussia Mönchengladbach am achten Spieltage der Fußball-Bundesliga den ersten Saisonsieg eingefahren. Die FC-Profis in der Einzelkritik:
FC-EinzelkritikWaldschmidt holt raus, Kainz vollstreckt

Luca Waldschmidt ärgert sich über seinen Pfostenschuss, holte aber beide Kölner Elfmeter heraus und traf zum entscheidenden 3:1.
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Marvin Schwäbe: Die Nummer Eins hatte nichts zu halten und blieb trotzdem wieder nicht ohne Gegentor, weil Elvedi frei einköpfen durfte (63.). Fußballerisch mit der nötigen Ruhe und Präzision am Ball. Note: 2,5
Rasmus Carstensen: Erhielt den Vorzug vor Benno Schmitz und war mehr ein Rechtsaußen als ein Rechtsverteidiger. Der Däne holte die ersten drei Eckbälle der Kölner heraus, alle beschworen Gefahr herauf und nach dem zweiten fiel die Führung. Technisch nicht immer ganz sauber, aber zäh im Zweikampf und in seinem Vorwärtsdrang laufstark. Note: 2,5
Timo Hübers: Wenn er sich auf seine Aufgaben als Innenverteidiger konzentrierte, zeigte er, dass er darin zu den Besten gehören kann. Gutes Stellungsspiel, im Zweikampf nicht zu überwinden und Anführer aus der Defensive heraus. Aber auch immer noch mit dem Hang zum Leichtsinn wie gegen Koné (50.). Angeschlagen ausgewechselt (79.). Note: 2
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Jeff Chabot: Starker Wille, starke Antizipation wie bei Honorats Steilpass (28.) und robust. Aus seinem verlorenen Zweikampf gegen Cvancara resultierte Honorats Chance (21.). Der Innenverteidiger war bei seinem Lattenkopfball nah dran an seinem ersten FC-Treffer (13.). Note: 2,5
Pacaradas gefährliche Eckbälle
Leart Pacarada: Defensiv wenig gefordert und auch deshalb offensiv auffällig. Der Linksverteidiger bereite die Großchancen von Chabot und Ljubicic (17.) stark vor. Manchmal ein wenig zu lässig, wie gegen Honorat (78.). Note: 2,5
Eric Martel: Aufräumer und Initiator im Maschinenraum des Spiels. Der Sechser erstickte die Gladbacher Offensivbemühungen als Meister der Grätsche im Keim und nahm jede Gelegenheit wahr, sich ins Angriffsspiel einzuschalten. Ließ vor dem 1:1 allerdings Elvedi entwischen, was den sehr guten Gesamteindruck etwas trübte. Note: 2,5

Dejan Ljubicic zeigte seine beste Saisonleistung und stoppt hier Gladbachs Julian Weigl (r.).
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Dejan Ljubicic: Der Österreicher hielt sein Spiel einfach, was ihm sichtlich Ruhe und Überzeugung gab. Laufstark, sicher im Passspiel und in den richtigen Momenten auch in Abschlusssituationen. Beste Saisonleistung des zuletzt arg gescholtenen Leistungsträgers, der Glück hatte, dass Konés übler Tritt für ihn folgenlos blieb (72.). Note: 1,5
Linton Maina: Wieder auf dem rechten Flügel und dort allein durch sein Tempo ein ständiger Gefahrenherd für die Gladbacher. Suchte mehrfach den Abschluss, ließ dabei aber genau wie bei seinen Flankenläufen die Effizienz vermissen. Note: 3
Waldschmidt trifft zur Entscheidung
Luca Waldschmidt: Auf der Zehn, mit dem Willen, das Spiel an sich zu reißen. Dabei nicht immer mit den richtigen Entscheidungen und trotzdem torgefährlichster Kölner, weil er konsequent den Abschluss suchte. Holte so beide Elfmeter heraus, traf kurz vor der Pause den rechten Innenpfosten (41.) und scheiterte an Nicolas (85.). Ließ nicht locker und belohnte sich mit dem 3:1. Note: 2
Florian Kainz: Wie schon in Leverkusen zurück auf dem linken Flügel und von da aus ein besserer Spielmacher als aus dem Zentrum. Alles, was der Kapitän im Derby anfasste, hatte Hand und Fuß. Ein fehlerfreier, inspirierender Auftritt mit den nervenstark verwandelten Elfmetern als Sahnehäubchen. Seien ersten Versuch beim zweiten Elfmeter muss er sich aber noch einmal in Ruhe zu Gemüte führen. Note: 1,5
Davie Selke: Verdiente sich als einzige Spitze gegen Gladbachs Innenverteidigung mit Friedrich und Elvedi Fleißkärtchen am laufenden Band und machte viele Bälle gut fest oder legte sie stark ab. In seiner Kernkompetenz als Abschlussspieler blieb er aber genauso glücklos wie bei Gladbachs Ausgleich, als ihm Elvedi per Kopf zuvorkam. Note: 3
