Stuttgart – Der 1. FC Köln hat sich mit einer 1:2 (0:1)-Niederlage beim VfB Stuttgart in die Sommerpause verabschiedet. Damit schließt die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart die Saison 2021/22 der Fußball-Bundesliga auf dem siebten Tabellenplatz ab und kann sich im August über die Playoffs für die Gruppenphase der Conference League qualifizieren. Die FC-Profis in der Einzelkritik.
Marvin Schwäbe: Lenkte den ersten Elfmeter in dieser Saison gegen den FC sensationell mit der linken Hand auf das Tornetz (12./Kalajdzic). Hielt seine Mannschaft mit weiteren Großtaten gegen Kalajdzic (21.), Mavropanos (35.) und Tomás (45.+2) zur Pause im Alleingang im Spiel. Stark auch gegen Marmoushs Fernschuss (83.). An beiden Gegentoren machtlos. Note: 1
Kingsley Ehizibue: Der schnelle Niederländer erhielt hinten rechts etwas überraschend den Vorzug vor Benno Schmitz. Konnte sein Tempo nach vorne allerdings recht selten auf den Platz bringen. Defensiv mit einem wichtigen Block gegen Tomás (36.). Machte nach etwas mehr als einer Stunde Platz für Schmitz. Note: 3,5
Luca Kilian: Avancierte in der ersten Halbzeit zum großen Unsicherheitsfaktor in der Viererkette. Verschuldete den Strafstoß, indem er Tomás durch ungeschicktes Zweikampfverhalten zu Boden zog. Begünstigte zudem die Konter-Großchance des Portugiesen durch einen kapitalen Ballverlust an der Mittellinie (45.+2). Note: 5
Timo Hübers: Wurde bei Kalajdzic‘ Kopfballtreffer vom Arm des Österreichers im Gesicht getroffen und sank mit Schmerzen auf den Rasen (12.). Konnte zwar weitermachen, der Defensive aber erst im zweiten Durchgang etwas mehr Sicherheit verleihen. Note: 4
Jonas Hector: Bekam es auf der linken Seite mit dem Ex-Kölner Führich zu tun, dessen Tempo den Kapitän vor ungewohnte Probleme stellte. Wurde bei einem seiner wenigen Vorstöße im letzten Moment von Ito geblockt (45.+3). Musste nach den ersten 45 Minuten mit Wadenproblemen aufgeben. Note: 4
Salih Özcan: Die Galligkeit und Zweikampfstärke des Sechsers waren wertvoll, um im zweiten Durchgang für mehr Halt im Kölner System zu sorgen. Note: 3
Ellyes Skhiri: Die tunesische Laufmaschine hatte zunächst Schwierigkeiten, das Zentrum dicht zu machen. Im weiteren Verlauf mit spürbar mehr Einfluss. Note: 3
Dejan Ljubicic: Der Österreicher kehrte für den verletzten Jan Thielmann zurück in die Startelf. Blieb allerdings weitgehend unauffällig und damit deutlich unter seinen Möglichkeiten, die den FC mit zurück nach Europa geführt haben. Note: 4
Mark Uth: Der Regisseur schleppte sich entkräftet in die Sommerpause. Viel gelingen wollte ihm diesmal nicht. Rutschte kurz nach Wiederbeginn bei einer aussichtsreichen Chance im Strafraum unglücklich weg, was irgendwie symptomatisch war für den letzten Kölner Auftritt. Note: 4
Florian Kainz: Noch auffälligster Akteur einer insbesondere im ersten Durchgang energielosen FC-Offensive. Am Ausgleich mitbeteiligt, weil der unsichere VfB-Keeper Müller die eigentlich harmlose Torschussflanke des Österreichers durch die Hände rutschen ließ (59.). Kurz darauf von Kingsley Schindler abgelöst. Note: 3
Anthony Modeste: Der Torjäger hing vor dem Seitenwechsel weitgehend in der Luft, weil es an brauchbaren Flanken mangelte. Musste auf seinen ersten Torabschluss bis in die Nachspielzeit der ersten Halbzeit warten. Etwas aus dem Nichts per Kopfball-Abstauber zur Stelle (59.). Sein 20. Saisontor, womit der Franzose Wort hielt. Note: 3
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Jannes Horn (ab 46.): Der Linksverteidiger ersetzte zur zweiten Halbzeit den angeschlagenen Hector und kam so zu seiner Abschiedsvorstellung. Brachte mehr Schwung rein. Note: 3
Benno Schmitz (ab 64.): Wurde in eine wilde Schlussphase eingewechselt, in der beide Mannschaften ihr großes Ziel vor Augen hatten. Teil einer am Ende entblößten Defensive. Note: 3,5
Kingsley Schindler (ab 64.): Sollte über die rechte Seite für mehr Dampf sorgen. Das gelang ihm nur teilweise. Note: 3,5


