Köln – Es ist ein ungewohntes Spielgerät, mit dem sich die Basketballer der Rheinstars aufwärmen. Sie schieben den Fußball hin und her, versuchen, ihn hochzuhalten, zwischendurch dreschen sie ihn auf das kleine Tor.
Unter dem Motto „Im Hätze rund“ organisierte der Verein „Laachende Hätze“ in der ASV-Sporthalle am Mittwoch ein Turnier, bei dem die Pro-B-Basketballer der Rheinstars, die Regionalliga-Fußballer von Viktoria Köln und die Erstliga-Handballer des VfL Gummersbach gegeneinander antraten. Mit dem Erlös der Aktion hilft der Verein Kölner Kindern in Not. „Die Idee ist entstanden, als ich mit Freunden im Urlaub war, die Handballer sind“, sagt Holger Kirsch, der im Vorstand von „Laachende Hätze“ sitzt und Vizepräsident bei Viktoria Köln ist. „Wir Kicker hatten es beim Fußball gegen die Handballer, diese Ehrgeizlinge, ziemlich schwer.“

Nicht nur einen Kopf kleiner: Kevin Holzweiler von Viktoria Köln misst 1,64 Meter, Jonas Gottschalk von den Rheinstars 2,18 Meter.
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Zuerst treten die Mannschaften im Fußball gegeneinander an. Gespielt wird mit fünf Feldspielern und einem Torwart. Die Kicker von Viktoria gehen mit einem Rückstand von zwei Toren in die Partien. „Wir sind heiß“, sagt Johannes Strasser vom Trainerteam der Rheinstars vor der Partie gegen Viktoria. „Die Jungs sind erst seit ein paar Tagen da, wir haben uns im Training auf Basketball konzentriert.“ Hat er denn Fußballtalente in seinem Kader ausmachen können? „Thomas Michel“, sagt er. Michel hat zehn Jahre lang Fußball gespielt – als Torwart. Auch heute steht er zwischen den Pfosten.
Strategie ging auf
Was glaubt er, ist der Schlüssel zum Erfolg? „Zeitspiel“, sagt Michel. Dann pfeift Schiedsrichter Walter Eschweiler die Partie an. Mehr als 300 Bundesliga- und 95 Länderspiele hat er in seiner Karriere geleitet. Nach fünf Minuten Dauerbelagerung des Rheinstar-Tors gelingt Viktoria das 1:2. Dabei bleibt es auch bis zum Abpfiff. Michels Strategie ist voll aufgegangen – zumindest was das Zeitspiel angeht, hätte sich die Rheinstars vor keinem Team bei der Weltmeisterschaft verstecken müssen.
„Die Defense steht gut bei den Rheinstars“, findet auch Viktoria-Coach Patrick Glöckner nach dem Abpfiff. „Die haben das kleine Tor mit den sechs Leuten gut ausgefüllt.“ Auch die zweite Partie seiner Mannschaft gegen den VfL Gummersbach geht verloren – 3:1.
Dann stehen sich Basketballer und Handballer gegenüber: In der dritten Minute entscheidet Schiedsrichter Eschweiler auf Siebenmeter. Handballer Tobias Schröter tritt an. Schießt rechts oben in den Winkel, Michel ist noch dran, trotzdem geht der Ball rein - 1:0, gleichzeitig der Endstand. „Das hat er zwar geschickt gemacht“, sagt Eschweiler über das Handspiel nach der Partie. „Aber es ist helllichter Tag, das kriegt man mit, dafür braucht man keinen Videoassistenten.“
