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Kölner HaieWarten auf die Playoffs

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Das Tor des Tages: Andreas Eder (oben r.) jubelt nach seinem 0:

Das Tor des Tages: Andreas Eder (oben r.) jubelt nach seinem 0:1.

Die Kölner Haie haben zum zweiten Mal hintereinander verloren und sind gegen Meister Eisbären Berlin zum zweiten Mal in dieser Saison ohne eigenen Treffer geblieben.

Es war eigentlich alles angerichtet für einen tollen Eishockeysonntag. Auf dem Plateau der Lanxess-Arena war vor dem ersten Bully ein großes Fanfest aufgebaut, das Henkelmännchen war zum zehnten Mal in Serie rappelvoll und die Spieler wollten eine Wiedergutmachung für das 1:5 bei den Adler Mannheim am Freitagabend betreiben.

Doch nach 60 Minuten gab es beim souveränen Spitzenreiter Enttäuschung. Denn die Mannschaft von Kari Jalonen verlor gegen die Eisbären Berlin verdient mit 0:1 (0:1, 0:0, 0:0) und blieb zum zweiten Mal in der Spielzeit nach dem 0:2 gegen den EHC RB München am 2. November ohne einen eigenen Treffer. Zudem war es für den KEC das dritte DEL-Spielwochenende ohne einen eignen Punkt.

Haie stellen erneut einen Zuschauer-Rekord auf

Der Fokus im Team richtete sich aber schnell auf die schönste Eishockeyzeit des Jahres. Maximilian Kammerer betonte: „Wir sind in der glücklichen Situation, dass wir bereits den ersten Platz gesichert haben. Wir wollen in den letzten beiden Hauptrundenbegegnungen zwei Siege holen und dann mit einem guten Gefühl in die Playoffs gehen.“

Vor dem Duell zwischen Vizemeister und Meister war die Stimmung im Henkelmännchen prächtig. Verteidiger Jan-Luca Sennhenn wurde für sein 300. DEL-Spiel geehrt, zudem feierten die Anhänger einen neuen europäischen Fanrekord. In den 26 Heimpartien strömten 470.904 Besuchern, 15-mal gab es ein volles Haus. Pro Spiel kamen 18.112 Eishockey-Fans. Die Lanxess-Arena war damit in der Hauptrunde zu 97 Prozent. Die ersten beiden Viertelfinal-Heimspiele am 27. und 31. März waren auch binnen einer Stunde ausverkauft.

„Es ist eine wunderbare Entwicklung, die wir gemeinsam mit unseren Fans über die vergangenen Jahre vorangetrieben haben. Die Marke der Kölner Haie hat ein großes Wachstum zu verzeichnen. Die Mannschaft trägt dazu in diesem Jahr mit ihren Leistungen bei“, erklärte Geschäftsführer Philipp Walter zufrieden.

Andreas Eder trifft zum Sieg

Trotz einer Leistungssteigerung gegenüber dem 1:5 in Mannheim reichte es gegen die Eisbären reichte die Vorstellung nicht, um den 17. Erfolg auf eigenem Eis zu landen. Die Haie begannen zwar druckvoll und hatten zu Beginn durch Gregor MacLeod, dem genesenen Kammerer sowie Valtteri Kemiläinen drei gute Möglichkeiten, doch Goalie Jonas Stettmer zeigte sich aufmerksam im Eisbärenkäfig. „Ich habe mich gut gefühlt, sonst hätte ich nicht gespielt. Es war eine lange Zeit, so lange war ich noch nie weg. Es war ein schönes Gefühl dabei zu sein, besonders zu Hause. Leider haben wir nicht gewonnen“, sagte Kammerer nach seinem Comeback.

Das lag daran, dass die Berliner einmal trafen, die Haie dagegen nicht. Der Meister ging in der 19. Minute in Führung. Andreas Eder hatte sich vor dem Kölner Tor gegen Sennhenn durchgesetzt und drückte den Puck aus kurzer Distanz über die Linie. „Berlin hat gut verteidigt und ihr Torwart hat einen guten Tag erwischt. Wir haben heute viel richtig gemacht, außer die Scheibe über die Linie zu drücken. Es war eine passende Antwort auf das Mannheim-Spiel“, sagte Kapitän Moritz Müller.

Es fehlte ein wenig der Wille, das Tor wirklich zu machen.
Maxi Kammerer, Stürmer Kölner Haie

Den Haien fehlte das letzte Durchsetzungsvermögen vor dem Tor, sie leisteten sich einige Fehlpässe zu viel und verloren zu viele Zweikämpfe. Die Berliner brachten den knappen Vorsprung mit viel Leidenschaft und defensiver Disziplin über die Zeit und verteidigten Platz sechs, der die direkte Viertelfinalqualifikation bedeuten würde.

„Die Eisbären haben einen guten Job gemacht und sehr aggressiv gespielt, Wir hatten einige Chancen, aber diese nicht reingemacht. Es fehlte ein wenig der Wille, das Tor wirklich zu machen“, analysierte Kammerer nach der zweite Heimschlappe gegen die Hauptstädter in dieser Saison. „Mit Berlin ist in den Playoffs auf jeden Fall zu rechnen. Das Spiel heute hatte auch schon Playoff-Charakter“, erklärte Müller.


Statistik:

Kölner Haie: Juvonen; Austin, Kaski; Kemiläinen, Vittasmäki; Müller, Sennhenn; Glötzl. Russell, MacLeod, Kero; Bokk, Aubry, Storm; Niedenz, Tyrväinen, Kammerer; van Calster, MacInnis, Tuomie. —SR.: Hinterdobler/Ansons. – Zuschauer: 18.600. — Tor: 0:1 Eder. — Strafminuten: Köln 2, Berlin 4.