Spektakuläres Terodde-GerüchtSo plant der FC Viktoria Köln für die kommende Saison

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Schalke's German forward Simon Terodde celebrates scoring the 3-1 goal during the German first division Bundesliga football match between FC Schalke 04 and Hertha Berlin in Gelsenkirchen, western Germany, on April 14, 2023. (Photo by INA FASSBENDER / AFP) / DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO

Verlässt Schalke 04 im Sommer: Simon Terodde

Die Höhenberger haben einen neuen Stürmer gefunden, ein Keeper hat verlängert. Ein Verteidiger wird wohl gehen.

Anfang der Woche machte ein durchaus prominenter Name bei der Viktoria die Runde, zumal im Fußball: Im Rahmen der TV-Übertragung des Kölner Drittliga-Spiels am Sonntag gegen Borussia Dortmund II (1:1) streute MagentaSport recht unvermittelt das Gerücht, Simon Terodde sei ein Thema in Höhenberg.

Der Mittelstürmer des Bundesligisten FC Schalke 04 hatte jüngst verkündet, seine Zelte bei den abstiegsbedrohten Knappen zum Saisonende abbrechen zu wollen – ein Engagement in Köln wäre für den inzwischen 35-jährigen Torjäger auf der Zielgraden einer langen Karriere womöglich ein geeigneter Abschluss.

Am Dienstagmorgen meldete sich Viktorias Sportvorstand Franz Wunderlich zu Wort, und das auf ziemlich deutliche Art: „Da ist absolut gar nichts dran“, stellte der 59-Jährige fest. „Allein wirtschaftlich wäre eine Verpflichtung von Simon Terodde überhaupt nicht zu stemmen. Abgesehen davon haben wir auch eine völlig andere Ausrichtung.“ Olaf Janßen, Trainer in Höhenberg, schlägt in eine ähnliche Kerbe wie sein Vorstand und betont: „Es hat nie ein Gespräch mit dem Spieler stattgefunden. Das Gerücht ist an den Haaren herbeigezogen.“

Torhüter Kevin Rauhut verlängert Vertrag

Wobei Janßen und der in Bocholt geborene Terodde nach Angaben des Coaches ein durchaus „gutes Verhältnis zueinander pflegen“; zudem lebt der erfahrene Angreifer mit seiner Familie unweit des Höhenberger Sportparks in der Nähe von Leverkusen und könnte quasi mit dem Fahrrad zum Training fahren. Bereits 2020 hatte der ambitionierte Drittligist mit dem Leihgeschäft von FC-Profi Marcel Risse einen Coup gelandet. Nur ein Jahr später wurde der 33-jährige Kölner fest verpflichtet, ist nun Kapitän, wird seine Karriere im Sommer aber beenden.

So ein Spieler tut jeder Mannschaft gut
Olaf Janßen über Zugang Valdrin Mustafa

Ein weiteres und ziemlich augenfälliges Argument, das gegen einen Transfer von Simon Terodde in den Kölner Osten spricht, lieferte der Tabellenneunte unter der Woche gleich mit: Ebenfalls am Dienstag gab die Viktoria die Verpflichtung von Valdrin Mustafa vom Drittliga-Spitzenreiter SV Elversberg bekannt. Dem 25-jährigen Stürmer gelangen bislang fünf Saisontreffer, Janßen freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem im Saarland geborenen Deutsch-Kosovaren: „Wir bekommen mit ihm einen klassischen Stürmer, der über eine tolle Quote verfügt. Er hat eine gute Geschwindigkeit, kreiert sehr viele gefährliche Aktionen in der Box. So ein Spieler tut jeder Mannschaft gut.“

Seinen Vertrag im Rechtsrheinischen verlängert hat derweil Kevin Rauhut (33). Der Torwart-Routinier und Viktorias Nummer drei bleibt dem Profi-Kader erhalten, wird als Zweitjob aber noch die Trainer im eigenen Nachwuchsleistungszentrum bei der Ausbildung der jungen Torhüter unterstützen.

Spiel am Samstag in Bayreuth als Randnotiz

Ohnehin tut sich personell im Moment einiges beim FC Viktoria; die Partie am Samstag (14 Uhr) bei der SpVgg Bayreuth gerät daher zur Randnotiz: Nach Informationen dieser Zeitung wird Offensiv-Allrounder David Philipp seinen Kontrakt in Höhenberg ebenfalls verlängern, mit Innenverteidiger Lars Dietz und Mittelfeld-Abräumer Patrick Sontheimer befindet sich die sportliche Leitung in Gesprächen mit offenem Ausgang.

Definitiv verlassen werden den Klub Daniel Buballa, Federico Palacios und Simon Stehle. Abwehr-Talent Jamil Siebert hätte man gerne behalten, der von Fortuna Düsseldorf ausgeliehene Innenverteidiger wird aber wohl wieder für die Fortuna auf dem Feld stehen, bei der er über einen Vertrag bis 2025 verfügt. Noch Hoffnung gibt es bei Robin Meißner: Der vom Hamburger SV ausgeliehene Torjäger steht beim HSV zwar noch bis Sommer 2024 in Lohn und Brot, zumindest die Viktoria kann sich aber eine Fortsetzung der Liaison mit dem Mittelstürmer vorstellen: „Natürlich ist er ein Spieler, den wir gerne behalten möchten“, sagt Franz Wunderlich. „Robin fühlt sich auch wohl bei uns, aber die Entscheidung trifft nun mal der HSV.“

Trauerfeier für Franz-Josef Wernze auf Melaten

Bevor die Mannschaft ihren drittletzten Spieltag bestreitet, findet am Freitag um 11 Uhr auf dem Kölner Melaten-Friedhof die Trauerfeier für den am 28. April im Alter von 74 Jahren verstorbenen ehemaligen Mäzen Franz-Josef Wernze statt.

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