Am Freitag in Oldenburg und am Sonntag gegen den MBC wollen die Bonner sich oben in der Tabelle festsetzen
Einmal auswärts, einmal zu HauseDoppelspieltag für die Baskets

Bonns Kapitän Mike Kessens (rechts) lässt sich nicht von Hamburgs Benedikt Turudic blocken.
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Am Freitag hat das Warten ein Ende, die Telekom Baskets Bonn greifen wieder ins Geschehen der 1. Basketball-Bundesliga ein. Um 18.30 Uhr sind sie bei den EWE Baskets Oldenburg zu Gast, am Sonntag schaut um 15 Uhr der Mitteldeutsche BC auf dem Hardtberg vorbei. Nach der zweiwöchigen Ligapause wegen des BBL-Pokals und der Nationalmannschaft wollen die Bonner im Kampf um die Playoffs unbedingt nachlegen.
Murphy's Historisches Triple Double gegen Oldenburg
Das Hinspiel gegen Oldenburg brachte Historisches mit sich. Aufbauspieler Grayson Murphy vergoldete den 73:71-Erfolg mit dem ersten Triple Double der Vereinsgeschichte, ihm gelangen zehn Punkten, zehn Rebounds und zwölf Assists. Zu den Leistungsträgern der Niedersachsen zählt Brian Fobbs, der 2023/2024 das magentafarbene Trikot trug und mit durchschnittlich 14,4 Zählern zweitbester Punktesammler hinter Christopher Clemons (18,9) ist.
Der Ex-NBA-Akteur der Houston Rockets (2019/20) sorgte in der Bundesliga für Aufsehen, als er gegen die Gladiators Trier 52 Punkte auflegte. Clemons ist dafür bekannt, auch schwierige Würfe unter Druck zu versenken. Klingt nach einer Aufgabe für Joel Aminu, der seine Erkältung bis zum Sprungball auskuriert haben dürfte.
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Dafür wird Jonathan Bähre weiterhin fehlen, auch Tylan Birts ist noch nicht wieder fit. Beim Gegner muss Center Filip Stanic passen, hinter James Woodard und Dakarai Tucker stehen Fragezeichen.
Kaderunsicherheiten: Bonner Neuzugang Willoughby
Von den letzten zehn Begegnungen konnten beide Team jeweils acht für sich entscheiden, ein deutliches Ergebnis ist am Freitag kaum zu erwarten. Dass der nachverpflichtete Sahmi Willoughby zum Kader der Bonner zählen wird, ist unwahrscheinlich. Für den US-Amerikaner müsste ein weiterer Spieler ohne deutschen Pass aussetzen. Da aber auch Jalen Finsh, der kurz vor Willoughby geholt worden war, aus den Staaten kommt und zuletzt überzeugte, dürfte der 24-jährige Reboundspezialisten zuschauen.
Statistiken: Punktwerte und Rebounds im Vergleich
Die Statistiken der beiden Mannschaften weisen feine Unterschiede auf. Während die Niedersachsen 84,4 Punkte pro Partie erzielen, kommen die Bonner auf 81,7 – im Prinzip nur ein Wurf Differenz. Bei den Vorlagen haben die Rheinländer mit 17,3 gegenüber 16,4 Assists die Nase hauchdünn vorn.
Die Rebounds sprechen allerdings eine deutliche Sprache zugunsten der Gäste, die sechs Abpraller mehr einsammeln (39,5/33,3). Das ist nicht alleine das Verdienst der Center Mike Kessens und Kur Jongkuch, auch die Außenspieler wie Jeff Garrett, Alijah Comithier oder Murphy attackieren das Brett regelmäßig. Das Nachsehen hat die Mannschaft von Trainer Marko Stankovic allerdings bei den Dreiern. Während die Gastgeber die Liga mit 39,5 Prozent anführen, bilden die Bonner mit 27,1 Prozent das Schlusslicht.
Zweites Duell: Spannung gegen den MBC
Nur zwei Tage später treffen die Bonner auf ein Team mit völlig anderen Ansprüchen. Der MBC ist im Abstiegskampf auf jeden Erfolg angewiesen. Das Hinspiel verloren die Baskets mit 77:84, da sie erst nach dem 45:63 (28.) aufwachten, ihre Aufholjagd aber ungekrönt blieb.
Neu sind Trainer Milenko Bogicevic und der nachverpflichtete Nemanja Djurisic, zudem kann Khyri Thomas nach zweimonatiger Verletzungspause wieder mitwirken. Von einer Pflichtaufgabe kann im Lager der Gastgeber also keine Rede sein.
Bei den Weißenfelsern punkten die Aufbauspieler Charles Callison (15,2), Spencer Reaves (14,0) und eben Thomas (13,6) am besten. Die Gäste sind in der Defensive anfällig und kassieren nach Ballverlusten zahlreiche Fast Breaks – ein Stil, den die Hausherren pflegen. Beide Teams liegen bei zwölf Ballverlusten pro Partie. Dort können die Bundesstädter ansetzen und mit ihrer aggressiven Verteidigung den Grundstein zum Sieg legen.
