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Duell auf AugenhöheBaskets sind beim Verfolger zu Gast

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Kommt ein Bonner geflogen: Bonns Alijah Comithier (vorne) entschied das Hinspiel für die Baskets gegen Ulm in letzter Sekunde.

Kommt ein Bonner geflogen: Bonns Alijah Comithier (vorne) entschied das Hinspiel für die Baskets gegen Ulm in letzter Sekunde.

In Ulm wollen die Bonner mit ihrer Verteidigung die Punkte entführen – Zach Cooks steht vor seiner Rückkehr

Beide haben neun Niederlagen auf dem Konto, beide wollen in die Playoffs der Basketball-Bundesliga – am liebsten als Dritter. Wenn die Telekom Baskets Bonn am Montagabend um 20 Uhr bei ratiopharm Ulm antreten, geht es für die zwei Teams um viel.

Die Bonner wären schon zufrieden, wenn sie wie im Hinspiel die Partie mit dem letzten Wurf zu ihren Gunsten entscheiden könnten. Alijah Comithier fasste sich ein Herz und versenkte 0,3 Sekunden vor dem Schlusssignal den siegbringenden Versuch zum 81:79.

Die Baskets müssen weiterhin auf Jonathan Bähre und Tylan Birts verzichten, dafür dürfte Zach Cooks wieder fit sein. Somit ergibt sich auf der Aufbauspielerposition eine Alternative für Trainer Marko Stankovic, der eine aggressive Defense fordert, um den offensivstarken Ulmern den Zahn zu ziehen.

Die Hausherren erzielen im Schnitt 83,2 Punkte, die Baskets lassen nur 79,3 zu. Umgekehrt schenkt Bonn dem Gegner 82,7 Zähler ein, Ulm erlaubt deren 77,3. Wie bereits beim 87:81-Erfolg bei den Würzburg Baskets könnte auf die Fans ein Vorgeschmack auf die Playoffs warten: ein Duell mit dominanter Verteidigung, in dem sich die Mannschaften ihre Würfe hart erarbeiten müssen und weniger punkten als gewohnt.

Bonns Coach warnt vor dem ausgeglichenen Kollektiv der Baden-Württemberger: „Ulm verfügt über einen sehr breiten Kader, der sich aus erfahrenen Spielern wie Nelson Weidemann, Tommy Klepeisz, Chris Sengfelder und Justin Simon, aber auch aus talentierten Nachwuchsakteuren zusammensetzt. Insgesamt spielen die Ulmer offensiv wie defensiv sehr diszipliniert. Sie kennen ihre Rollen und setzen die Spielideen gut um. In letzter Zeit gewinnen sie ihre Partien durch ihre starke Offensive. Wir müssen daher physisch auftreten und diszipliniert spielen, um in der Verteidigung genügend Stopps zu generieren“, erklärt Stankovic.

Wiedersehen mit Bonns Ex-Kapitän Chris Sengfelder Bei den Gastgebern ist Power Forward Chris Ledlum mit 16,9 Punkten der korbgefährlichste Akteur, er angelt sich zudem 6,8 Rebounds im Schnitt. Weitere Aktivposten sind Guard Mark Smith (13,3 Punkte), der 21-jährige Däne Tobias Jensen (10,4) und Chris Sengfelder (11,3), der die Bonner in der Spielzeit 2023/2024 als Kapitän aufs Parkett führte.

Der Flügelspieler hat in dieser Saison dasselbe Problem wie Baskets-Aufbauspieler Joel Aminu: den Dreier. Während Sengfelder auf 28,8 Prozent kommt, schafft Aminu gerade einmal 24,4 Prozent. In Würzburg versenkte er immerhin zwei von drei Versuchen. Da ist schon mehr Verlass auf Jeff Garrett, der in den letzten beiden Begegnungen sieben von 13 Würfen traf (54 Prozent).

Stankovic kennt das Problem: „Die Ulmer werfen gut aus der Distanz und öffnen damit das Spielfeld. Das macht unsere Aufgabe schwierig, denn zusätzlich zu ihren gefährlichen Schützen müssen wir auch gegen ihre Center hervorragende Arbeit in der Verteidigung leisten.“