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Mike Kessens gänztBaskets überzeugen auswärts als Kollektiv

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Baskets-Center Mike Kessens (links) macht am Ende den Deckel für die Bonner in Würzburg drauf.

Baskets-Center Mike Kessens (links) macht am Ende den Deckel für die Bonner in Würzburg drauf.

Bonn gewinnt beim direkten Playoff-Konkurrenten in Würzburg mit 87:81 – Gleich sechs Spieler punkten zweistellig

Nur zweimal lagen sie während der 40 Minuten zurück und fuhren letztlich einen verdienten Arbeitssieg ein. Die Telekom Baskets Bonn gewannen am Samstagabend bei den Würzburg Baskets mit 87:81 (18:16, 24:19, 21:27, 24:19) und festigten Rang drei im Klassement. Für die Anhänger auf den Rängen war das Ergebnis fast schon zweitrangig, sie feierten lautstark das 25-jährige Jubiläum ihrer Fanfreundschaft.

Trainer Marko Stankovic, der auf die verletzten Jonathan Bähre (Knie), Tylan Birts (Ferse) und Zach Cooks (Bauchmuskel) verzichten musste, standen nur zehn Spieler zur Verfügung, also wechselte er wie beim 88:72 gegen den Mitteldeutschen BC früh. Die Gäste stellten sich schneller als die Würzburger auf die großzügige Linie der Schiedsrichter ein und erarbeiteten sich eine 10:7-Führung (5.). Auf beiden Seiten war die Fehlerquote hoch, beide setzten vornehmlich auf eine sattelfeste Defensive. Im Angriff übernahm einmal mehr Jeff Garrett, Bonn sicherte sich das erste Viertel knapp mit 18:16 (10.).

Es blieb spannend, die 3140 Zuschauer erhielten einen Vorgeschmack auf die Playoffs. Die Rheinländer behaupteten ihren hauchdünnen Vorsprung, Jalen Finch markierte per Dreipunktespiel das 34:30 (17.). Spektakulär die letzten neun Sekunden: Erst schlug Joel Aminu die Uhr, dann angelte sich Grayson Murphy einen Offensivrebound und bediente Patrick Heckmann, der das 42:35 (20.) markierte.

Der Vorsprung wuchs sogar in den zweistelligen Bereich (55:44, 26.), war aber beim 58:58 (28.) nach einigen Ballverlusten wieder Geschichte. Die Bonner hatten große Probleme mit Marcus Carr, der wie entfesselt aufspielte und sich mit 26 Zählern extrem treffsicher präsentierte: „Wir haben das Geschehen 35 Minuten lang kontrolliert, nur in den letzten fünf Minuten des dritten Viertels wir etwas den Fokus verloren“, sagte Stankovic, der sich weiter auf Garrett und Alijah Comithier verlassen konnte.

Im Schlussviertel übernahmen die Hausherren zweimal kurz die Führung, doch das juckte die Baskets nicht. Mit einem weiteren Dreipunktespiel erhöhte Finsh auf 72:67 (35.), doch mit einem Dreier glich Carr aus (75:75, 38.). Nun profitierten die Gäste von ihrer aggressiven Defense, die dem Gegner die Kräfte geraubt hatte. Würzburg musste schwierige Abschlüsse nehmen, die nicht den Weg ins Ziel fanden: „Wir haben eine Mörder-Verteidigung gespielt“, sagte Aminu.

In der Schlussphase übernahmen Kapitän Mike Kessens und Garrett, die ihr Team offensiv zum Sieg trugen. Bonn spielte seine Angriffe klug aus und war stets beim Rebound präsent. Auch die Dreierquote lag mit 36,4 Prozent über dem Schnitt: „Es war ein sehr physisches Duell auf Playoff-Niveau und ein sehr interessantes Spiel mit vielen schwierigen Würfen. Die Würzburger haben eine der besten Verteidigungen der Liga, wir haben 87 Punkte erzielt, sechs Spieler haben zweistellig gepunktet. Das zeigt, dass wir als Team gespielt haben. Aus meiner Sicht war es ein verdienter Erfolg“, so der Coach.

Weiter geht es am Montag, 23. März, um 20 Uhr in Ulm.

Bonn (Punkte/Dreier): Garrett (17/3), Comithier (13/1), Murphy (13/1), Finch (12/1), Aminu (11/2), Kessens (10), Heckmann (6), Jongkuch (6), Jostmann; Rebounds: 30 (Garrett 7); Assists: 21 (Murphy 7); Ballverluste: 6; Trefferquote Feld: 48,5 % (32/66); Dreierquote: 36,4 % (8/22).

Würzburg (Punkte/Dreier): Carr (26/5), Ivey (19/5), Stove (13/1), Thompson (10), Skladanowski (4), Herzog (3/1), Muenkat (2), Edigin (2), Pjanic (2); Rebounds: 32 (Stove 7); Assists: 19 (Carr 8); Ballverluste: 13; Trefferquote Feld: 47,4 % (27/57); Dreierquote: 35,3 % (12/34).