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Es kann losgehenBaskets gewinnen nach Finale furioso

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Die Vorstellung der Baskets-Spieler war ein Riesenspektakel im Telekom Dome. Anschließend besiegte Bonn den Gast aus Nanterre in einem fulminanten Endspurt.

Die Vorstellung der Baskets-Spieler war ein Riesenspektakel im Telekom Dome. Anschließend besiegte Bonn den Gast aus Nanterre in einem fulminanten Endspurt.

Bonn gelingt 10:0-Lauf im letzten Viertel – 81:74-Erfolg gegen Nanterre – Schwächen beim Defensiv-Rebound

Sie sind gerüstet für den Saisonstart der Basketball-Bundesliga am Samstag. Die Telekom Baskets gewannen ihr letztes Vorbereitungsspiel zu Hause gegen Nanterre 92 aus Frankreich mit 81:74 (19:19, 11:13, 23:23, 28:19). Die Partie fand im Rahmen der Saisoneröffnung statt, 5285 Fans wollten sich den einzigen öffentlichen Auftritt ihrer Baskets im Telekom Dome nicht entgehen lassen. Zuvor hatte das Rahmenprogramm vor der Halle für Vergnügen gesorgt.

Drinnen sorgte die Gruppe Druckluft für Stimmung, die Spielerpräsentation wurde zum Spektakel. Nun im Mittelkreis zu sehen: das Baskets-Logo. Neben den verletzten Tylan Birts und Kur Jongkuch fehlte Leon Kratzer mit Oberschenkelproblemen. Erneut vertrat Neuzugang Marcus Foster Birts in der Startformation, zu der auch Grayson Murphy, Joel Aminu, Jeff Garrett und Michael Kessens zählten.

Im Gegensatz zu den beiden Blitzstarts in den siegreichen Testspielen beim japanischen Meister Nagasaki Velca benötigten die Bonner etwas Zeit, um auf Touren zu kommen (6:12, 5.). Immerhin funktionierte der Offensiv-Rebound. Alijah Comithier glich für die Gastgeber mit fünf Punkten in Folge zum 14:14 (8.) aus, Foster besorgte mit einem Dreier die erste Führung (17:16, 10.). Garrett sorgte mit einem Dunk für den Höhepunkt eines ausgeglichenes erstes Viertels (19:19, 10.).

Bis zur Pause diktierten die Defensivreihen das Geschehen. Beide Mannschaften intensivierten ihre Bemühungen und erlaubten keine einfachen Punkte. Ihre Ballgewinne konnten die Baskets allerdings zu selten in Punkte ummünzen. Lücken beim Defensiv-Rebound erlaubten den Franzosen, das Blatt erneut zu wenden (28:32, 20.). Die letzten Punkte des Viertels gehörten abermals Garrett, den Patrick Heckmann gekonnt in Szene setzte (30:32, 20.). Während die Gäste zehn Offensiv-Rebounds geholt hatten, waren es auf Bonner Seite sieben.

Bonns Trainer Marko Stankovic kritisierte die fehlende Konzentration beim Defensiv-Rebound: „Man hat gesehen, dass uns zunächst der Rhythmus gefehlt hat. Nicht gefallen hat mir, dass wir das Duell um die Ballbesitze verloren haben, vor allem, da wir zu viele Offensiv-Rebounds zugelassen haben. Wir müssen den Ball am eigenen Brett besser kontrollieren, um mehr Möglichkeiten für unser Umschaltspiel zu bekommen.“

Wie sehr Aminu als Distanzschütze von Foster und dessen Zug zum Korb profitiert, zeigte sich zu Beginn der zweiten Halbzeit. Nach zwei Aminu-Dreiern stand es 36:32 (21.). Das Hin und Her setzte sich munter fort, da Nanterre weiterhin erfolgreich seinen Würfen nachsetzte (45:45, 25.).

Der Start ins letzte Viertel gehörte den Gästen, die sich auf 61:53 (33.) absetzten. Kessens kassierte sein fünftes Foul, nun mussten die Bonner angesichts der Ausfälle von Jongkuch und Kratzer ohne gelernten Big Man auskommen. Dennoch legten die Baskets nach dem 60:66 (35.) den Schalter um und bliesen zur Aufholjagd. Angetrieben von Comithier und Foster initiierten sie einen 9:2-Lauf.

Die Franzosen nahmen eine Auszeit und verwandelten im Anschluss sofort einen Dreier zur erneuten Führung (69:71, 36.). Nun zogen die Baskets das Tempo noch einmal an und verpassten dem Spiel mit zehn Zählern in Folge die endgültige Wende.

Nach dem 79:71 (39.) brachten die Rheinländer den Sieg ungefährdet über die Ziellinie: „Wir haben gegen eine sehr gute und physische Mannschaft gewonnen, die in der vergangenen Saison immerhin Dritter in der französischen Liga geworden ist. Nanterre verfügt außerdem über viel Kontinuität und wird sehr gut gecoacht. Deshalb bin ich sehr froh, dass wir dieses Spiel am Ende gewinnen konnten“, sagte Stankovic. Eifrigster Punktesammler war Garrett mit 19 Punkten dicht gefolgt von Comithier (14), Foster (14) und John-Michael Wright (13).

Bonns Coach gefiel die zweite Hälfte. Ab dem dritten Viertel habe sein Team besser ins Spiel gefunden, im letzten Viertel dann die Defensiv-Rebounds deutlich besser kontrolliert, gute Würfe herausgespielt und diese auch getroffen. Nanterre bei 74 Punkten zu halten, sei eine gute Leistung, so ein zufriedener Trainer.

Am Samstag geht es dann endlich los. Bonn empfängt um 20 Uhr die Veolia Towers Hamburg auf dem Hardtberg. Es ist die 31. Saison in der Basketball-Bundesliga für die Baskets.