Beim deutlichen 99:61-Erfolg im nichtöffentlichen Testspiel überzeugt der Bundesligist mit 25 Assists
Vor dem Japan-Trip:Baskets machen kurzen Prozess mit Oostende

Bonns Aufbauspieler John-Michael Wright (Mitte) gab gegen Coretec Oostende aus Belgien acht Vorlagen.
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Drei Spiele, zwei Siege: Die Telekom Baskets Bonn haben in einem nichtöffentlichen Testspiel im Telekom Dome mit 99:61 (29:15, 25:14, 16:18, 29:14) gegen Coretec Oostende aus Belgien gewonnen. Nun wartet die Japan-Reise auf den Basketball-Bundesligisten.
Zu Beginn tappten die Gastgeber, die auf Kur Jongkuch (Knie) und Tylan Birts (Fuß) verzichten mussten, in die Fallen der Ganzfeldpresse der Belgier (3:7, 3.), fanden dann aber schnell Lösungen und verteidigten selbst aggressiv. Nach Ballgewinnen schalteten sie flott um und lagen nach dem Eröffnungsviertel mit 14 Punkten in Führung. Rückkehrer Leon Kratzer überzeugte bis dato mit sieben Punkten und fünf Rebounds.
Im zweiten Viertel machten sie so weiter und bauten ihren Vorsprung auf 25 Zähler aus. Die Defensive glänzte und ermöglichte einfache Punkte per Fastbreak, beim Seitenwechsel hieß es 53:29. Marcus Foster, weiterhin nur mit einem Vertrag für die Vorbereitung ausgestattet, führte Bonn mit elf Punkten an.
Die ersten drei Minuten nach der Pause gehörten den Gästen, die aus der Distanz trafen und auf 39:58 (23.) verkürzten. Anschließend verkniffen sich die Baskets leichtfertige Ballverluste und behaupteten ihre Führung. Dass die Bonner fit sind, bewiesen sie im Schlussabschnitt, als sie den Gegner überrannten und teilweise vorführten. Aufbauspieler Grayson Murphy bediente seine Mitspieler mehrfach mit sehenswerten Pässen, letztlich behielten die Bonner mit 99:61 die Oberhand.
Foster wurde mit 15 Punkten Topscorer, Garrett und Joel Aminu folgten mit jeweils 13 Zählern. Bonn zelebrierte den Team-Basketball mit 25 Assists, acht davon gab Neuzugang John-Michael Wright, der zudem mit acht Rebounds bester Rebounder aufseiten der Rheinländer war. Ein weiterer Faktor für den klaren Erfolg war das gewonnene Reboundduell (47:21).
Trainer Marko Stankovic hatte dann auch nicht viel am Auftritt seiner Mannschaft auszusetzen: „Wir haben einige wichtige Aspekte in unserem Spiel deutlich besser umgesetzt als in den beiden vorherigen Partien, zum Beispiel den allgemeinen Einsatz in der Defensive und das Defensiv-Rebounding. Diese Bereiche waren größtenteils auf einem hohen Niveau."
„Was wir noch verbessern müssen, ist, dass wir diese sehr guten Phasen konstanter abrufen müssen. Wir hatten einen eher schwachen Start ins Spiel und auch in das dritte Viertel. Das müssen wir in der Vorbereitung vermeiden, damit wir die richtigen Gewohnheiten für die Saison entwickeln. Wenn man sofort mit sechs oder sieben Punkten zurückliegt, ist es gegen ein sehr gutes Champions-League- oder Bundesligateam äußerst schwierig zurückzukommen."
„Offensiv hatten wir 25 Assists bei nur zehn Ballverlusten. Aus meiner Sicht waren fünf dieser zehn Ballverluste absolut unnötig und nicht durch den Gegner erzwungen. Uns hat es in diesen Situationen also ein wenig an Konzentration gefehlt. Wir sehen außerdem, dass wir die Einsatzzeiten sehr gut verteilt haben. Sechs Spieler haben zweistellig gepunktet.“
Heute starten die Baskets Richtung Fernost, um dort zwei Testspiele gegen den japanischen Meister Nagasaki Velca auszutragen. Die Partien finden im Rahmen der Partnerschaft zwischen der Bundesliga und der japanischen B. League. Am Freitag, 4. September, geht es um 19 Uhr Ortszeit (12 Uhr MEZ) los, am Sonntag, 6. September, um 15 Uhr Ortszeit (8 Uhr MEZ).