Handball-BundesligaVfL Gummersbach besiegt Göppingen mit 35:32

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Der VfL Gummersbach lieferte sich mit Göppingen das erwartet enge Duell.

Der VfL Gummersbach lieferte sich mit Göppingen das erwartet enge Duell.

Nach dem Sieg gegen Göppingen wurde VfL-Coach Gudjon Valur Sigurdsson als Trainer des Jahres ausgezeichnet.

Es war das i-Tüpfelchen auf einen ohnehin schon gelungen Abend: Zunächst setzte sich der VfL Gummersbach im letzten Heimspiel der Saison in der Handball-Bundesliga mit 35:32 (16:15) gegen Frisch Auf Göppingen durch. Anschließend zeichneten Andreas Wäschenbach, Spielleiter der Handball-Bundesliga (HBL), und Heiner Brand Gudjon Valur Sigurdsson zum Trainer des Jahres in der Ersten Liga aus.

Für Sigurdsson hatten sich die Geschäftsführer und die Trainer der HBL ausgesprochen. Das Besondere ist, dass Sigurdsson Ende der vergangenen Saison Trainer des Jahres in der Zweiten Liga war und die Auszeichnung nun nach dem Aufstieg in seinem ersten Jahr als Bundesliga-Trainer gleich noch einmal erhielt. Der VfL-Trainer gab die Auszeichnung verbal weiter an seine Spieler und alle anderen, die ihn täglich bei seiner Arbeit unterstützten.

Göppinger Torwart Daniel Rebmann kostete dem VfL Nerven

Was die junge VfL-Mannschaft und ihren Trainer in dieser Saison auszeichnet, hatten sie zuvor im Spiel gegen Frisch Auf Göppingen gezeigt. In der erneut ausverkauften Schwalbe-Arena waren die Hausherren zunächst nicht gut ins Spiel gekommen. Göppingen führte 6:2 (6.), als Gudjon Valur Sigurdsson die Auszeit nahm und seinem Team Sicherheit gab.

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Die Gummersbacher verkürzten zwar, doch Daniel Rebmann im Göppinger Tor hielt in dieser Phase unter anderem zwei Siebenmeter von Dominik Mappes und Lukas Blohme. Er wird in der kommenden Saison das Trikot des VfL tragen und wurde nach dem Abpfiff von den Gummersbacher Fans mit viel Applaus bedacht. „Es hat Spaß gemacht“, verabschiedete sich der 29-Jährige, der seinen neuen Mannschaftskollegen über weite Strecken Nerven gekostet hatte. 13 Paraden standen bei ihm zu Buche.

Nach der Pause fand der VfL Gummersbach schnell ins Spiel

Beim 12:12 (26.) hatte der VfL ausgeglichen und ging anschließend mit einem Tor Vorsprung in die Pause. Das sei ein Knackpunkt im Spiel gewesen, sagte anschließend Göppingens Trainer Markus Baur. Statt mit zwei Toren in die Halbzeit zu gehen, lag sein Team nach zwei Ballverlusten und schnellen Toren durch Lukas Blohme mit einem zurück. Zudem habe sich David Schmidt am Fuß verletzt und habe ebenso nicht mehr eingesetzt werden können wie Axel Goller, erklärte Baur.

Nach dem Wiederanpfiff fanden die Gummersbacher deutlich besser in die Partie. Sie führten schnell mit 24:19 (38.), als sich Fehler einschlichen. Was zuvor so mühelos geklappt hatte, funktionierte nun nicht mehr. Göppingen ging mit einem 6:0-Lauf zum 25:24 (44.) in Führung. Die Partie war wieder offen. Die Führung wechselte hin und her. Doch wie so oft in dieser Saison behielten die jungen Gummersbacher Handballer die Nerven, konnten sich auf Tibor Ivanisevic und auch Fabian Norsten im Tor verlassen. Als der sichere Marcel Schiller beim Siebenmeter an Norsten scheiterte und Blohme im Gegenzug zum 33:30 (59.) traf, war die Partie endgültig entschieden.

Da hatten die Fans schon die Buchstaben zum Schriftzug „Danke für die tolle Saison“ in die Höhe gereckt. Verabschiedet wurden die Torhüter Martin Nagy und Fabian Norsten, die den Verein ebenso verlassen wie Nemanja Zelenovic. Auch Julius Fanger wurde gedankt. Er spielt bereits seit einiger Zeit beim Drittligisten TuS Ferndorf und hat sich dort verpflichtet.

VfL-Geschäftsführer Christoph Schindler dankte nicht nur den Spielern, sondern auch allen anderen, die den Club unterstützen, seien es die Sponsoren, der Fanclub Blue-White Dynamite oder die Fans. Er sagte aber auch, dass es noch ein bis zwei Neuzugänge geben könne. Namen wollte Schindler aber nicht nennen.

Bevor es für alle in die Ferien geht, liegen noch 60 Minuten Arbeit vor den Handballern des VfL Gummersbach, die am Sonntag, 15.30 Uhr, zum letzten Saisonspiel bei GWD Minden antreten.


Tore VfL Gummersbach: Ivanisevic (1), Vidarsson (4), Kodrin (6), Köster (5), Blohme (9), Mappes (5/3), Pregler (1), Kiesler (1),Jansen (2), Zeman (1).

Tore Göppingen: Neudeck (1), Kneule (1), Lindenchrone (5), Sarac (3), Blagotinsek (3), Schiller (5/4), Goller (1/1), Hermann (3), Kozina (4), Malus (2), Schmidt (4).

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