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Ausbau beim 1. FC Köln Stadt prüft Bürgerbeiteiligung zum Geißbockheim

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Das Geißbockheim

Köln – Vor der Stadtverwaltung liegt eine Menge Arbeit. Bis Ende des ersten Quartals des kommenden Jahres soll es dauern – so das persönliche Ziel des Baudezernenten Markus Greitemann –, die Eingebungen zum geplanten FC-Ausbau im Grüngürtel zu bewerten.

Im zweiten Quartal solle die Bewertung dann in die Ausschüsse gehen. Der Grund für das hohe Arbeitsaufkommen: eine Rekordbeteiligung bei den Eingaben. 7145 Menschen haben sich an dem formellen Verfahren beteiligt, soviel wie noch nie bei einer Bürgerbeteiligung dieser Art.

Geplant sind drei Kunstrasenplätze und vier Kleinfelder auf den Gleueler Wiesen

Zur Tonalität der Beiträge konnte Greitemann noch keine Auskunft geben. Es handele sich bei den Eingebungen um Anregungen und Bedenken zum geplanten Vorhaben. Der Fußball-Bundesligist 1. FC Köln plant drei Kunstrasenplätze und vier Kleinfelder auf den Gleueler Wiesen sowie ein zweistöckiges Nachwuchsleistungszentrum am Geißbockheim.

Alles zum Thema Henriette Reker

OB Henriette Reker hatte sich im August gegen den Ausbau ausgesprochen, im Rat gibt es aktuell eine Mehrheit für den Ausbau. Zu den neuesten Aussagen zu den zeitlichen Planungen der Stadt wollte sich der FC am Donnerstag nicht äußern.

Einteilung in positiv oder negativ ist nicht die Aufgabe

Bis zum Ende der Offenlegung am 30. August konnten sich Bürger zum Thema äußern. Das galt nicht nur für Kölner, auch wenn ein Großteil der Eingebungen aus der Stadt kommt. Die 7145 Beteiligten seien zum größten Teil Einzelpersonen, aber auch Vereine, Verbände oder Bürgerinitiativen. Jeder Beitrag sei qualifiziert und fließe in das Verfahren mit ein.

Nun ist es an der Verwaltung, die Eingebungen zu prüfen, zusammenzufassen und dem Stadtrat mithilfe der Ergebnisse eine Empfehlung für oder gegen den Ausbau zu geben.

Auch Tier- oder Pflanzenarten sollen berücksichtigt werden

Bei der Bewertung der Eingebungen gehe es nicht darum, die Pro- und Kontra-Argumente gegeneinander aufzuwiegen. Vielmehr sollen die Eingebungen darauf geprüft werden, ob sie mit Blick auf ihre Bedeutung für den Planinhalt so schwerwiegend sind, dass sie die planungsrechtlich beabsichtigte Zulässigkeit des Vorhabens in Frage stellen. Das könnten beispielsweise eine bislang nicht berücksichtigte Tier- oder Pflanzenart sein.

Die Einteilung in positiv und negativ sei nicht die Aufgabe der Verwaltung. Somit gebe es Eingebungen, die berücksichtigt werden, teilweise berücksichtigt werden oder solche, die nicht im sachlichen Zusammenhang mit dem Bebauungsplan stehen und andere Fragestellungen aufgreifen.

Eine besondere Herausforderung für die Verwaltung

Dieses Vorgehen ist im Baugesetzbuch festgelegt und wird bei jedem Bebauungsplan angewandt. Die geplante Erweiterung des Rhein-Energie-Sportparks sei allerdings aufgrund des hohen öffentlichen Interesses und der großen Bürgerbeteiligung eine besondere Herausforderung für die Verwaltung.

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Die Prüfung und Bewertung der Eingebungen geschieht durch Stadtplaner und externe Juristen, spezialisiert auf Bau- und Planungsrecht. Es handele sich dabei um eine niedrige zweistellige Zahl, zu Beginn des Verfahrens seien rund 20 Personen beteiligt.