KalkbergStadtdirektor Keller lässt Alternativstandorte für Hangar prüfen

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Der Kalkberg in Köln.

Köln – Es kommt Bewegung in die Frage, wie es mit der Rettungshubschrauberstation auf der Altlastendeponie Kalkberg weitergehen soll. Stadtdirektor Stephan Keller wird nun ein Gutachten extern in Auftrag geben, durch das drei Alternativstandorte für einen Hangar untersucht werden sollen. Bereits am Wochenende hatten sich die Kölner Grünen auf einer Mitgliederversammlung dafür ausgesprochen, die Station auf dem Kalkberg aufzugeben.

2014 traten die ersten Setzungen an einer Ecke der Hubschrauberstation auf. 2015 dann beschloss der Rat der Stadt einen Baustopp. In der Zwischenzeit allerdings trieben die Feuerwehr und der damalige Stadtdirektor Guido Kahlen den Bau voran. Kurz vor dem Baustopp präsentierte Feuerwehr-Chef Johannes Feyrer Medienvertretern einen zu 85 Prozent fertiggestellten Hangar für bis dato 15,4 Millionen Euro.

CDU zurückhaltender

Bis vergangenes Wochenende wurde auch darum die Debatte aufgeschoben, ob eines Tages die Station auf dem Kalkberg in Betrieb genommen werden kann oder ob doch ein Alternativstandort her muss. Zuerst müsse die unumgängliche Sanierung der Altlastenhalde durchgeführt werden, hieß es mehrheitlich aus dem Rat. Doch die läuft immer mehr aus dem Ruder. Die Kosten explodieren, die Fertigstellung ist nicht in Sicht. Mit den Grünen hat erstmal eine Partei des Gestaltungsbündnisses einen Schlussstrich gezogen. Geht es nach ihnen, soll der Hangar zurückgebaut werden.

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Weitaus zurückhaltender ist allerdings die CDU. „Es ist auch eine Abwägung angesichts der schon getätigten Investitionen am Kalkberg“, sagt Fraktionsgeschäftsführer Niklas Kienitz. Ansonsten verweist er auf die bisherigen Beschlüsse des Rates, die eben den Baustopp und die vorrangige Sanierung vorsehen.

Fördergelder müssten zurückfließen

Bei den Investitionen gibt es in der Tat ein Problem. Der Bau der Rettungshubschrauberstation wurde seinerzeit gefördert. Das Land schoss Gelder dazu. Würde die Stadt den Standort aufgeben, müssten die Gelder zurückfließen.

Dennoch will Keller nun die Alternativstandorte Flughafen Köln/Bonn, den Sportclub-Flughafen LSC Kurtekotten und das Klinikum Merheim von Experten untersuchen lassen. Frühere Untersuchungen der Stadt unter Stadtdirektor Kahlen hatten in allen der Fälle Bedenken angemeldet.

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