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Kampf gegen StolperfallenKontrolleure beseitigen E-Scooter-Chaos in Köln

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Der Herr der Roller: Kreshnik Shehu parkt Roller um und nimmt kleinere Reparaturen vor.

Köln – Die Komödienstraße ist ein Hotspot. Wer mit dem E-Scooter in die Innenstadt fährt, zum Hauptbahnhof, zum Dom oder an den Rhein will, der muss hier parken. Denn rund um den Dom und den Hauptbahnhof befindet sich eine rote Zone. Die mussten die Leihfirmen einführen, nachdem die Plätze zum Start des neuen Verkehrsmittels im Juni des vergangenen Jahres von den Rollern überflutet wurden. Rund um diese Zonen und auch überall sonst ist Kreshnik Shehu der Mann, der seit einigen Wochen für Ordnung sorgen soll. Der 34-Jährige ist der erste Kölner Mitarbeiter der sogenannten Foot Patrol der Firma Lime. Foot Patrol meint, dass er zu Fuß unterwegs ist.

Am Ende des Jahres will das Unternehmen überprüfen, ob sich durch die Patrouille etwas auf den Kölner Straßen ändert.

Wenn E-Scooter im Wasser landen

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E-Scooter und Leihräder hat die Kölner Rhein-Aufräum-Kommando-Einheit (K.R.A.K.E.) bei einer Aktion im August aus dem Rhein gefischt – und das auf einem Uferabschnitt von nur 150 Metern.

Den Verleih-Firmen ist das Problem bekannt. Sie haben sogenannte No-Parking-Zonen rund um Flüsse und Seen eingerichtet. Eine Lösung des Problems ist das dennoch nicht. Denn die Täter sind in der Regel nicht die Scooter-Fahrer selbst. „Wir gehen davon aus, dass die Täter die E-Scooter gezielt versenken, also die Fahrzeuge in der Nähe einsammeln und dann ins Wasser werfen“, sagt Alexander Graf von Pfeil von Lime. Das Unternehmen arbeite eng mit der Polizei zusammen, um rechtswidriges Verhalten zu identifizieren und zu dokumentieren. (sim)

Denn die E-Scooter in der Stadt sorgen bei Bürgern für Ärger. Immer dann, wenn sie mitten auf dem Bürgersteig stehen, Fahrradwege oder Parkplätze blockieren. Ein Problem, das sich im Verlauf der ersten anderthalb Jahre nach Erhalt der Straßenzulassung nicht gebessert hat. Eher im Gegenteil. Ein Grund: Die Zahl der Roller ist gestiegen. Statt anfangs drei Verleih-Firmen sind es mittlerweile fünf. Neben Lime heißen sie Tier, Bird, Dott und Spin.

Kontrolleure in Teamarbeit

Auf der Komödienstraße kriegt Kreshnik Shehu die vielen Lime-Roller nicht alleine in den Griff. Vor einem Kiosk stehen neun grün-weiße Roller. Zwar nebeneinander, in der Masse aber dennoch nicht wünschenswert. Maximal fünf sollen es sein, die nächste Gruppe muss 50 Meter entfernt stehen. Über sein Smartphone teilt Shehu seinen Standort mit einem Kollegen, der mit einem Transporter unterwegs ist, Roller ausliefert oder defekte Exemplare einsammelt. Shehu hat diesen Job vorher selbst schon gemacht. Wenn der Transporter in der Nähe ist, wird er die überschüssigen Roller einsammeln und in der Nähe wieder aufstellen.

Im Kosovo, seiner Heimat, hat Kreshnik Shehu Jura studiert. Als seine Frau in Deutschland studieren wollte, kam er mit. Irgendwann, so hofft er, kann auch er hier sein Studium fortsetzen. Bis dahin hilft ihm sein Job bei Lime, die Sprache zu lernen. „Ich will das auf jeden Fall nicht immer machen, aber mir macht der Job auch Spaß“, sagt er. „Ich bin viel draußen und habe die Stadt sehr gut kennengelernt.“ Neben dem Umparken der Roller nimmt er auch kleinere Reparaturen vor. Der häufigste Defekt: eine fehlende Klingel. Mit gekonnten Handgriffen montiert er sie am Roller. Genaue Zahlen zu defekten Rollern gibt es nicht. Auch, da sich nicht sagen lässt, ob die Roller mutwillig beschädigt wurden oder umgefallen sind. In nachweislichen und schweren Fällen von Vandalismus bringt das Unternehmen dies zur Anzeige.

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Lime sieht die Patrouille aber nicht nur als Werkzeug, um Ordnung in die Roller-Landschaft zu bringen. „Unsere Mitarbeiter sind auch Kontaktpersonen und werden oft von Passanten angesprochen“, sagt Alexander Graf von Pfeil, General Manager bei Lime. Dass es noch Luft nach oben gibt, weiß auch er. „Wir hoffen natürlich, dass sich die E-Scooter in Zukunft noch besser ins Stadtbild einfügen und sich die Parksituation verbessert, indem von der Stadt eine flächendeckende Infrastruktur für E-Scooter, Leih- und Lastenräder geschaffen wird.“