Köln – Die Köln sperrt die Innenstadt und Teile des Rechtsrheinischen für den schweren Lastwagen-Durchgangsverkehr. Der genaue Tag steht noch nicht fest, aktuell bereitet die Verwaltung den Start vor, in der zweiten Augusthälfte soll es losgehen. Das Verbot ist Teil des Luftreinhalteplans zur Verbesserung der Luftqualität und zur Senkung der gesundheitsgefährdenden Belastung für die Bürger. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.
Wie groß ist die Durchfahrtszone?
Grob gesagt sind es von Westen nach Osten rund 5,5 Kilometer, von Süd nach Nord etwa 5,4 Kilometer (siehe Grafik).
Welche Fahrzeuge sind davon betroffen?
Alle Lastkraftwagen, die mehr als 7,5 Tonnen wiegen – also Autos und Busse nicht. Es geht ausschließlich um den Durchgangsverkehr, heißt: Der Anlieferverkehrt ist weiter möglich, beispielsweise zur Messe. Was zukünftig aber für schwere Brummis nicht mehr geht: Über die Rheinuferstraße von Nord nach Süd oder andersherum zu fahren, wenn sie dort nichts abzuliefern haben.
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Was heißt das für die betroffenen Lastwagen?
Sie müssen Ausweichrouten nutzen, die Verwaltung will so den Verkehr besser steuern. Im Westen ist das vor allem die Universitätsstraße/Innere Kanalstraße. Eine Verlagerung der Probleme auf diese Ausweichrouten sieht die Verwaltung laut eines Sprechers nicht. Das sieht die Industrie- und Handelskammer (IHK) Köln anders. Ihr stellvertretender Hauptgeschäftsführer Ulrich Soénius kritisiert die fehlende Verbindung zwischen dem Hafen in Niehl und dem Kölner Süden, er sagt: „Es ist niemandem geholfen, wenn wir 50 000 Fahrten jährlich auf den Kölner Autobahnring lenken und damit künstlich verlängern, nur um dann doch wieder eine erhöhte Luftbelastung zu bekommen.“ Deshalb fordert die IHK eine Ausnahmegenehmigung für die Rheinuferstraße.
Gibt es eine Plakette wie bei der Umweltzone?
Nein. Die Stadt stellt in den nächsten Wochen die entsprechenden Hinweisschilder an den betroffenen Straßen auf. Zunächst bleiben sie verhüllt, bevor sie im August in Betrieb gehen.
Und wer kontrolliert das Durchfahrtsverbot?
Die Stadt sagt: die Polizei. Heißt: Wer keinen Nachweis über eine Anlieferung hat und von der Polizei dabei erwischt wird, muss zahlen, laut Polizei werden dann 75 Euro fällig, aber keine Punkte. Bleibt die Frage, wie häufig die Polizei das Durchfahrtsverbot kontrolliert. Dazu wollen Stadt und Polizei laut Verwaltung Gespräche führen.
Was erhofft sich die Stadt durch die Maßnahme?
Eine „deutliche Entlastung der Innenstadt und der zentrumsnahen Bereiche vom schweren Lkw-Verkehr“, das teilte sie am Mittwoch mit. Die Zone geht zurück auf einen Beschluss des Stadtrates aus dem November 2013, laut eines Sprechers war aber schon damals klar gewesen, dass die Maßnahme erst über den Luftreinhalteplan zum Tragen kommt – und der gilt seit 1. April 2019.


