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SemesterstartUni Köln begrüßt 4800 Erstsemester in Präsenz

Lesezeit 3 Minuten
Andrang vor dem Hauptgebäude der Universität.

Andrang vor dem Hauptgebäude der Universität.

Köln – „Dass wir das Semester auf dem Campus in unserer Aula eröffnen können, freut mich besonders“, sagt Rektor Axel Freimuth in seiner Ansprache zur Begrüßung der Erstsemester an der Uni Köln. „In den vergangenen zwei Jahren hatten wir uns zeitweise von dieser Tradition verabschieden müssen“, erklärt er.

An diesem Tag, der den Start des aktuellen Wintersemesters markiert, ist die Aula bis an Rand gefüllt. Alle 717 Sitzplätze sind belegt. Die Rede wurde deshalb zusätzlich digital in einen weiteren Hörsaal übertragen. Für die Studierenden, die nicht anwesend sein konnten, war die Veranstaltung zusätzlich live auf Youtube zu sehen. 4800 Erstsemester starten an der Uni das Studium.

Digitale Ergänzung bleibt

„Die vielfältigen Möglichkeiten der digitalen Lehre werden ihnen allen im Verlauf ihres Studiums begegnen: als sinnvolle Ergänzung des gewohnten Präsenzbetriebs“, sagt Freimuth. Die Universität könne mit den Auswirkungen der Pandemie umgehen und sei deshalb zuversichtlich, den Betrieb auf dem Campus nicht erneut einschränken zu müssen. „In jeder Krise liegt auch immer die Chance, das Gewohnte infrage zu stellen und neue Wege zu gehen“, fügt er hinzu.

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Neue Herausforderungen gibt es in diesem Semster genug: Auch die Universität muss wegen der Ukraine-Krise Energie sparen und nachhaltiger werden. „Wir wollen uns an die rechtliche Vorgabe halten, Arbeitsräume auf nicht mehr als 19 Grad zu heizen“, verkündet Freimuth.

Dass viele Studierende aktuell in einer schwierigen finanziellen Lage sind, sei allen bewusst. Auch deshalb werde man sich Mühe geben, die Präsenzlehre laufen zu lassen und angenehme Arbeitsbedingungen zu schaffen: „Sie sind hier auf dem Campus willkommen.“

Stimmen zum Semesterstart an der Uni Köln

Leonie Bayerle

Benjamin Gößling

Miia Sjölund

Nach der Veranstaltung füllt sich der Albertus-Magnus-Platz vor dem Hauptgebäude der Universität. Zwischen Freigetränken und Geschenktüten für die Erstsemester überwiegt auch hier die Freude über die Präsenzlehre. Für die 20-jährige Leonie Bayerle beginnt das Psychologiestudium gut: „Wir hatten eine kleine Ersti-Woche, bei der ich zum Glück schon einen Kreis an Menschen kennengelernt habe.“

Das war in den vergangenen Semestern keine Selbstverständlichkeit. „Manche haben ihr Studium abgebrochen, weil sie im Online-Semester keinen Anschluss gefunden haben“, erzählt sie. Das Miteinander sei für ein erfolgreiches Studium nicht zu unterschätzen. Lernen findet letztlich nicht nur im Hörsaal, sondern auch auf dem Campus, bei einem Kaffee mit Kommilitonen statt.

Auch Miia Sjölund (20) hat ihr Studium während des Online-Semsters an den Nagel gehangen. „Ich habe vor diesem schon mal ein Semester online studiert und konnte mich dabei nicht gut konzentrieren. Deshalb bin ich jetzt hier“, erklärt die Englisch- und Finnisch-Studentin ihren Weg an die Uni Köln.

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Die jüngsten Erstsemester haben in der Schulzeit Erfahrungen mit der Online-Lehre gemacht. „So ein Bildschirm saugt die Konzentration aus dir. Bei mir waren schon die ganze 10. und 11. Klasse online“, erzählt der 18-jährige Benjamin Gößling. „In der Präsenzlehre ist es einfacher, bei der Sache zu bleiben.“

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