Zum 1. April wird Stephanie Kleine Klausing neue Geschäftsführerin von Kölntourismus, der Tourismus-Organisation der Stadt Köln. Sie folgt auf Jürgen Amann, der nach Berlin wechselt.
Nachwuchs aus den eigenen ReihenStephanie Kleine Klausing wird neue Chefin von Kölntourismus

Stephanie Kleine Klausing wird neue Geschäftsführerin von Kölntourismus
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Kölntourismus, die offizielle Tourismus-Organisation der Stadt Köln, bekommt eine neue Chefin. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat am Mittwochabend in einer Sondersitzung einstimmig grünes Licht für einen Wechsel an der Spitze des Unternehmens gegeben. Demnach darf der bisherige Geschäftsführer Jürgen Amann die Gesellschaft, die sich zu einhundert Prozent im Besitz der Stadt Köln befindet, vorzeitig zum 31. März verlassen – das ist in rund sechs Wochen. Sein Arbeitsvertrag lief eigentlich noch bis 31. Januar 2027. Wie die Rundschau bereits im Dezember berichtete, wechselt Amann nach Berlin, wo er zum 1. Juni Geschäftsführer der Tourismus-Organisation „Visit Berlin“ wird.
Nachfolgerin von Amann in Köln wird eine interne Bewerberin mit langer Tradition im Unternehmen: Stephanie Kleine Klausing ist laut ihres Profils auf dem Business-Netzwerk „LinkedIn“ bereits seit mehr als 17 Jahren bei Kölntourismus beschäftigt, davon mehr als 13 Jahre in Leitungspositionen. Sie amtiert zurzeit als Prokuristin und Bereichsleiterin Destination. Kleine Klausing ist eine von insgesamt drei Bereichsleiterinnen, die die Geschäftsführung unterstützen.
Neue Geschäftsführerin von Kölntourismus ist seit 2008 im Unternehmen
Ihre Berufsausbildung absolvierte sie an der Hochschule Osnabrück, wo sie European Business Studies studierte, sowie an der Ecole supériere de Commerce de Lille. Nach dem Studium war sie von 1999 bis 2008 bei der Koelnmesse beschäftigt, zu ihrem Aufgabenbereich gehörten dort unter anderem Veranstaltungsort-Management, Projektplanung, Marketing und Strategie.
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Danach wechselte Kleine Klausing zu Kölntourismus. Über den Informationsauftrag des Unternehmens sagte sie in einem Interview mit „Tourismus News Deutschland“: „Das Wichtigste ist, dass Kölntourismus als ein Partner und Ansprechpartner wahrgenommen wird, der qualitativ hochwertige Informationen und Inhalte bereitstellt.“ Neben der Website, einem Call-Center und den Sozialen Medien sei „nach wie vor unser Service-Center gegenüber dem Dom an 364 Tagen im Jahr eine wichtige Anlaufstelle für hunderttausende Menschen. Der persönliche Kontakt ist auch in Zeiten der Digitalisierung ein wichtiger Faktor.“ Dem Vernehmen nach setzte sich Kleine Klausing gegen rund ein halbes Dutzend externer Bewerberinnen und Bewerbern durch. Sie soll die Geschäftsführung zum 1. April übernehmen.
Der Aufsichtsratsvorsitzende Max Derichsweiler erklärte: „Wir freuen uns sehr, mit Stephanie Kleine Klausing eine hervorragend qualifizierte Geschäftsführerin aus den eigenen Reihen berufen zu können. Sie kennt die Kölntourismus GmbH, ihre Partner und die strategischen Handlungsfelder seit vielen Jahren bis ins Detail. Das einstimmige Votum des Aufsichtsrats unterstreicht unser großes Vertrauen in ihre Kompetenz und ihre Fähigkeit, den Tourismus- und Kongressstandort Köln erfolgreich weiterzuentwickeln. Dem ausscheidenden Geschäftsführer, Herrn Dr. Amann, dankt der Aufsichtsrat für seine Arbeit und wünscht ihm für seine zukünftige Tätigkeit alles Gute.“
Jürgen Amann, der aus Oberbayern stammt, war im Februar 2020 nach Stationen in Ingolstadt und Dresden nach Köln gekommen. Der promovierte Wirtschaftsgeograph hatte bei Kölntourismus einen Fünf-Jahres-Vertrag bis Anfang 2025 erhalten. Dem Vernehmen nach hätte er gerne für weitere fünf Jahre in Köln verlängert. Doch der Aufsichtsrat von Kölntourismus bot ihm nur einen Zwei-Jahres-Vertrag und beschloss gleichzeitig, eine Findungskommission mit der Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger zu betrauen.
2024 glänzte der Tourismus in Köln mit starken Zahlen
Offenbar war man im Aufsichtsrat mit seiner Arbeit nicht vollends zufrieden – trotz guter Zahlen. 2024 wurden in Köln rund 4,2 Millionen Gäste und erstmals über sieben Millionen Übernachtungen gezählt, der Tourismus-Umsatz betrug rund 5,5 Milliarden Euro. Aus dem Aufsichtsrat war auch zu hören, es sei unverständlich, dass man Amann nicht in Köln habe halten wollen. Auf der Suche nach einem neuen Job wurde Amann in Berlin fündig. Dort habe er sich „aus einem Feld von weit über 100 Bewerberinnen und Bewerbern durchgesetzt“, teilte sein neuer Arbeitgeber „Berlin Tourismus und Kongress GmbH“ am 16. Dezember 2025 mit.
Amann wird bei „Visit Berlin“ als Geschäftsführer „Destinationsmarketing & Commercial“ tätig sein, Vorgänger Burkhard Kieker geht in den Ruhestand. Aufsichtsratschef Oliver Schumacher war bei der Bekanntgabe des Wechsels voll des Lobes über den Neuzugang aus Köln, er sagte: „Mit Jürgen Amann haben wir einen ausgewiesenen Tourismus-Profi an Bord geholt. Gemeinsam mit der zweiten Geschäftsführerin Sabine Wendt werden die beiden ein starkes Duo bilden und Berlin als eine der weltweit führenden Destinationen voranbringen.“
Über seine neue Aufgabe in der Hauptstadt sagte Jürgen Amann: „Die Metropole Berlin ist eine der spannendsten Destinationen der Welt. Ich freue mich sehr auf die Aufgabe, zusammen mit Sabine Wendt und dem gesamten Team, Berlin als attraktives Städtereiseziel zu entwickeln und zu vermarkten.“

