Die Stadt Köln beginnt die zweite Phase des Umbaus des Domsockels. Der Bereich vor dem Weltkulturerbe soll beruhigt werden.
Umbau des Kölner DomsockelsArbeiten gehen in die entscheidende Phase

Der Domsockel wird umgebaut und soll sich besser in die Umgebung einfügen.
Copyright: allmannwappner GmbH / Julian Wagner
Eigentlich sollte es direkt nach der Fußball-Europameisterschaft der Männer 2024 losgehen und der Umbau des Domsockels 2026 abgeschlossen sein. Aber wie das so ist in Köln, alles braucht seine Zeit. Zwei Jahre später rollen die Bagger wirklich an, seit heute arbeitet die Stadt an der Umgestaltung des Domsockels. Genau genommen ist man zwar gut mit den Arbeiten an der Nordseite des Doms vorangekommen, doch nun fällt der Blick auf das zentrale gelegene letzte Stück der Sanierung gegenüber des Bahnhofvorplatzes. Rund zwei Jahre sind für die Umgestaltung vorgesehen.
Im Bereich der Trankgasse und des Kardinal-Höffner-Platzes wird auf der Domplatte teilweise ein neuer Bodenbelag verlegt, die zwei Treppen an der Trankgasse werden umgestaltet und die eckigen Vorsprünge der Domplatte abgerissen. Stattdessen wird an dieser Stelle die Domplatte erweitert, damit Fußgänger mehr Platz haben. Dadurch entsteht laut Stadt auch ein Raum zwischen alter und neuer Sockelwand – dieser soll der Dombauhütte als Steinlager zur Verfügung gestellt werden.
Neue Brüstung am Kardinal-Höffner-Platz
Am Zugang zur Stadtbahn am Kardinal-Höffner-Platz wird eine neue Brüstung angebracht und die alten Geländer gegen eine geschlossene Umrandung ausgetauscht. Auch der Zugangsbereich zur Tiefgarage wird neu gestaltet. Auf der Eingangstür zum Parkhaus soll eine Tafel mit Informationen über die Reste der römischen Stadtmauer im Inneren der Tiefgarage angebracht werden. Außerdem wird die Vorfläche zur Tür neu gestaltet, sodass sie offener und besser zugänglich sein soll.
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Die Rampentreppe am nordwestlichen Sockelbereich wird komplett neu aufgebaut, allerdings nicht barrierefrei: Domsockels und der Tiefgarageneinfahrt liegen auf verschiedenen Ebenen, die nicht behindertengerecht überbrückt werden können. Menschen mit körperlichen Einschränkungen müssen also weiterhin den Aufzug benutzen. Die Fassade des neuen Domsockels erhält zwei Fensterflächen analog zur Nordseite, hier werden Werkstücke und Relikte aus der Geschichte des Kölner Doms gezeigt.

Die Ecken des Bisherigen Sockels werden abgebrochen, der Fußweg breiter.
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Während der Bauarbeiten wird ein Teil der Domplatte gesperrt. Für Fußgänger werden zwei Umleitungen ausgeschildert: Entweder der Beschilderung vom Hauptbahnhof folgend über die Trankgasse in Richtung Hohe Straße oder von der Domtreppe über die östliche Domumgebung und am Römisch-Germanischen Museum vorbei zum Roncalliplatz.
Seit 2023 läuft zudem die Sanierung der Tiefgarage am Dom. Dass Teile der Betonkonstruktion marode sind und dringend saniert werden müssen, wusste die Stadt spätestens seit 2017, als ein entsprechendes Gutachten vorlag, aber erst 2022 holte sich die Verwaltung vom Stadtrat grünes Licht für die Sanierung. Nach Probebohrungen im Sommer 2025 war klar, dass eine der Betonsäulen nicht die erforderliche Betonqualität aufwies. Deshalb musste sie provisorisch mit hydraulischen Stahlstützen gesichert werden. Die Nordhalle der Tiefgarage samt Ausfahrt zur Trankgasse ist derzeit gesperrt. Die Sanierung der Nordhalle soll 2026 abgeschlossen werden.
Viel Aufregung hatte es um die Sperrung der Trankgasse für den Autoverkehr gegeben. Der ursprüngliche Plan für eine Umwandlung der Trankgasse sah vor, die Sperrung während der Baumaßnahmen für den neuen Domsockel einzuführen. Doch die Fahrradstraße zwischen Marzellenstraße und „Am Domhof“ wurde vorgezogen und bereits im Mai 2023 eingerichtet. Der Bereich Kardinal-Höffner-Platz zwischen Trankgasse und Burgmauer/Unter Fettenhennen ist seitdem Fußgängerzone mit Freigabe für den Öffentlichen Nahverkehr sowie Radfahrer. Ein Verfahren, für das das Verkehrsdezernat mit seinem Dezernenten Ascan Egerer einige Kritik einstecken musste.
