Die Nachfrage für einen Platz im Studierenden-Wohnheim übersteigt oft das Angebot. In NRW gibt es aber auch eine Ausnahme.
Angespannte SituationViele Studierende zum Semesterstart in NRW sind noch ohne Zimmer

Zum Start des Sommersemesters hoffen viele Studierende auf einen Platz im vergleichsweise günstigeren Wohnheim. (Symbolbild).
Copyright: dpa
Kurz nach Beginn des Sommersemesters sind in NRW noch Tausende Studierende auf der Suche nach einer Wohnung. Der Wohnungsmarkt in Köln sei „extrem angespannt“ und die Mieten seien hoch, sagte ein Sprecher des Kölner Studierendenwerks.
Stand vergangene Woche hatten wir 1147 Bewerbungen für das Sommersemester, 360 Angebote konnten wir machen.
„Mit Stand vergangene Woche hatten wir 1147 Bewerbungen für das Sommersemester, 360 Angebote konnten wir machen.“ Die Differenz zu nehmen sei aber zu unscharf, da Studierende durchaus Alternativen fänden, von denen das Werk nichts erfahre. „Das Problem ist dennoch offensichtlich da und groß.“
Wohnraum: Hohe Nachfrage in Münster – Notunterkunft belegt
In Aachen stehen laut Studierendenwerk 6875 Bewerber auf der Liste für ein Zimmer in einem Studierendenwohnheim. „Der Grund für die hohen Bewerberzahlen könnte in den gestiegenen Mietpreisen auf dem privaten Wohnungsmarkt liegen, sodass sich gerade auch viele ältere Semester einen Wechsel in ein Studierendenwohnheim wünschen“, sagte eine Sprecherin auf dpa-Anfrage.
Alles zum Thema Wohnen Köln
- Bauen Ideen für das Postverteilzentrum in Bensberg
- So wohnt Köln Maisonette-Wohnung im Unicenter – Ehepaar genießt den besten Ausblick über Köln
- Wohnungsnot in Köln So prekär ist die Wohnungssuche für Studierende im Wintersemester
- Richtfest in Nippes 137 Apartments werden Ende 2025 bezugsfertig
- Deutzer Hafen Warum Besucher beim „Hafentag“ ins Träumen gerieten
- Von Adelsgütern zu Kirchen Historische Spuren auf der sechsten Tour des Kulturpfads Rodenkirchen
- Interview mit Ortsvorsteher in Odendorf „Der Hype wegen der Überflutungsflächen ist mir zu groß“
In Münster warten nach Angaben des dortigen Studierendenwerks noch 1621 Studierende auf ein Wohnheimzimmer. Zeitweise seien es mehr als 3000 Bewerbungen gewesen. Für Studierende ohne Unterkunft biete das Studierendenwerk 22 Notunterkunftsbetten, von denen auch einige belegt seien. Seit rund zwei Jahren sei die Notunterkunft fast nie ganz leer.
Studierendenwerk Bonn: Viele Bewerbungen auf „sehr gefragte Wohnanlagen“
Das Studierendenwerk Bonn führt nach eigenen Angaben noch über 800 aktive Wohnungsbewerbungen auf der Warteliste. Teilweise seien diese aber auch auf sehr gefragte Wohnanlagen eingegrenzt. 599 Bewerber stehen noch auf der Warteliste für ein Einzelapartment in den Wohnanlagen des Studierendenwerks Bielefeld.
Entspannter ist die Situation an der Universität in Siegen: Hier konnte weitestgehend allen interessierten Studierenden ein Zimmer angeboten werden, wie eine Sprecherin des Studierendenwerks mitteilte. Die Bewerberliste umfasse derzeit 313 Bewerber, allerdings schon mit vielen Bewerbungen zum Wintersemester. (dpa)
