Rund 1000 Teilnehmer zählte der Kinderzug in Alfter und eröffnete den Straßenkarneval im Vorgebirge somit mit einem neuen Rekord.
Kinderzug in AlfterMit Rekord hinein in den Straßenkarneval

Als Löwen verkleidet verteilt diese Gruppe eifrig Kamelle unter den Zuschauern des Alfterer Kinderkarnevalszugs.
Copyright: Frank Engel-Strebel
Was für ein buntes Spektakel: Mit dem Kinderkarnevalszug eröffnete am Sonntag, 1. Februar, pünktlich ab 11.11 Uhr das Festkomitee Alfterer Karneval den Straßenkarneval in der Gemeinde Alfter: „Damit sind wir nicht nur der erste Zug im Vorgebirge, vermutlich sogar im gesamten Rheinland“, schätzte Zugleiter Benedikt Schüller.
Um die Zukunft des jecken Brauchtums braucht sich in Alfter keiner große Sorgen zu machen: „Wir setzen in diesem Jahr wie immer nicht nur ein starkes Zeichen für den Kinderkarneval, unser Zug wächst weiter, wir können sogar einen Teilnehmerrekord vermelden“, schwärmte Schüller: Mit rund 1000 teilnehmenden Kindern, etwa 800 begleitenden Erwachsenen und knapp 40 Gruppen zähle der Alfterer Kinderzug inzwischen zu den größten reinen Kinderzügen im Rheinland.
Keine großen Prunkwagen, sondern Fußgruppen mit Bollerwagen
Mit dabei mit vielen originellen Kostümen waren sämtliche Klassen der Anna-Schule, die Kitas, eine Gruppe der Vorgebirgsschule, das Gymnasium Alfter natürlich begleitet von Tanzgruppen und Vereinen nicht nur aus Alfter, sondern auch aus Bonn, Bornheim und der Umgebung. Es gab bewusst keine großen Prunkwagen, die Teilnehmer zogen ausschließlich mit Bollerwagen und originellen Fußgruppen durch die Straßen: „Damit schaffen wir eine fröhliche, familienfreundliche Atmosphäre“, erklärte Schüller.
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Mit ihren bunten Kostümen sorgten diese Zugteilnehmer für beste Stimmung beim Kinderkarneval.
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Eine Ausnahme gab es dann allerdings doch: Das Kinderprinzenpaar Prinzessin Lisa I., Bäuerin Lilli I. und Jungfrau Marie I. waren die einzigen, die zum krönenden Zugabschluss mit einem Prunkwagen loszogen und es ordentlich Kamelle regnen ließen. Das Kindertrifolium stammt in dieser Session bekanntlich aus den Reihen der Prinzengarde Alfter, die 2026 100 Jahre alt wird. Folglich stand der Zug auch unter dem Motto der Pänz: „Wie weed de Jarde 100 Johr? Met Mädelspower es doch klor!“.
Seit 2012 hat Alfter-Ort jedes Jahr Kindertollitäten
In Alfter ist nach der Session noch nicht Schluss, denn viele ehemalige Kindertollitäten bleiben dem Brauchtum treu und das seit 2012, denn seitdem gibt es in Alfter-Ort jedes Jahr durchgängig kleine Tollitäten, die das Brauchtum auch weiterhin tatkräftig unterstützten. Gestern kommentierten die Ex-Kinderalfredas Teresa I. und Luise I. von der Ehrentribüne an der Kultur- und Sporthalle den Zug. „Für mich ist das ein schönes Zeichen für unsere nachhaltige Nachwuchsarbeit. Es ist toll zu sehen, wie viel Nachwuchs wir im Karneval haben und mit wie viel Begeisterung die Kinder dabei sind“, freute sich der Zugleiter.

Für die passende Musik beim Kinderkarnevalszug in Alfter war ebenfalls gesorgt.
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Heike Reis, 1. Vorsitzende des Festkomitees, ergänzte: „Das zeigt, dass unsere Nachwuchsförderung funktioniert und Kinder hier früh positive Erfahrungen mit dem Karneval machen.“ Der Alfter Kinderzug habe sich in den vergangenen Jahren laut Schüller stetig weiterentwickelt und stehe heute für einen offenen, fröhlichen und generationenübergreifenden Karneval, bei dem die Kinder im Mittelpunkt stehen.
Im vergangenen Jahr wurde der Zugweg verändert, was sich bewährte. Daher stellten sich die Gruppen auch diesmal wieder am Schlossweg und nicht wie zuvor am Herrenwingert auf. Die neue Regelung wurde eingeführt, damit im Notfall Einsatzkräfte besser durch den Ort kommen können.
Beste Stimmung herrschte auch sowohl vor als auch nach dem Zug. In der neuen Kultur- und Sporthalle hatte das Festkomitee zum Tollitätenempfang eingeladen mit zahlreichen Prinzessinnen, Prinzen und Dreigestirnen aus der Region. Nach dem Zug stieg dann die „Jecke Pänz-Karnevalsfete“. Das Kinderdreigestirn darf sich übrigens noch auf einen weiteren Höhepunkt freuen: An Veilchendienstag, 17. Februar, ab 14 Uhr geht der große Karnevalszug durchs „Dörp“ und dann dürfen sie noch einmal mit ihrem Prunkwagen Strüßje und Kamelle werfen.


