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Suche nach BrandherdFeuer in fleischverarbeitendem Betrieb in Bornheim

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Feuerwehrleute stehen auf dem Firmengelände des fleischverarbeitenden Betriebs.

Feuerwehrleute stehen auf dem Firmengelände des fleischverarbeitenden Betriebs.

Aufwendiger Einsatz für die Rettungskräfte in der Nacht auf Dienstag – die Brandursache ist unklar.

Bornheim Zu einem aufwendigen Einsatz wurde in der Nacht auf Dienstag (28. April) die Bornheimer Feuerwehr gerufen. In einem fleischverarbeitenden Betrieb war eine Rauchentwicklung festgestellt worden, die Suche nach dem Brandherd zog sich jedoch über Stunden.

Einsatz war gegen 5 Uhr beendet

Der Alarm für die Löscheinheiten Sechtem, Walberberg und Merten war um 0.30 Uhr eingegangen. Ihr Einsatzort lag in der Marie-Curie-Straße im Gewerbegebiet Sechtem. „Dort kamen uns zwei Mitarbeiter entgegen, die das Feuer im Produktionsbereich gemeldet hatten“, sagte Pressesprecher Ulrich Breuer. Eine Brandmeldeanlage, in vielen Unternehmen üblich, habe die Firma nicht gehabt, das Gebäude werde durch Videokameras mit Detektoren überwacht, die auch Rauch wahrnehmen könnten.

Massiver Rauch kam den Feuerwehrleuten entgegen, als sie eines der Tore öffneten, der Geruch von verschmortem Kunststoff lag in der Luft. „Wir haben zunächst den Rauch nach außen geblasen. Dazu haben wir das Lüftungssystem der Halle verwendet, das noch intakt war. Es erzeugt einen Luftstrom, der die Luft nach außen führt. Mit unseren Hochdrucklüftern hätten wir den Qualm in alle Richtungen gedrückt und womöglich noch mehr Schaden angerichtet.“

Feuerwehrleute und Polizeibeamte beraten das weitere Vorgehen.

Feuerwehrleute und Polizeibeamte beraten das weitere Vorgehen.

Die Suche nach dem Brandherd gestaltete sich schwierig: Rund anderthalb Stunden suchten die Ehrenamtlichen nach der Quelle des Feuers. „Das war im Produktionsbereich, wo Förderbänder und Kabel in Zwischendecken und Wänden verschwinden. Die Suche war sehr intensiv“, sagte Breuer. Schließlich fanden die Feuerwehrleute einen verschmorten Kabelstrang. „Wir haben den Strom abgestellt und konnten das schnell löschen. Die Stelle war schwarz, es hatte also wohl auch mal gebrannt.“

Die beiden Mitarbeitenden, die das Feuer entdeckt hatten, seien auf Anraten ihrer Chefin zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht worden. Die Feuerwehrleute kontrollierten auch die Büroräume. „Aufgrund des zeitaufwendigen Einsatz haben wir unsere Versorgungseinheit hinzugerufen, die frischen Kaffee brachte“, so Breuer. Gegen 5 Uhr sei der Einsatz der rund 50 Kräfte beendet gewesen. „Da das ein Hochhygienebetrieb ist, wird die Reinigung wohl einige Tage dauern“, vermutete er. Die Brandursache ist unklar, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.