Kardinal Woelki zelebrierte die Errichtungsmesse der fusionierten Kirchengemeinden Meckenheim und Wachtberg, die 17.000 Katholiken vereint.
Fusion der KirchengemeindenKardinal Woelki zelebrierte die Errichtungsmesse in Meckenheim

Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki zelebrierte die Errichtungsmesse in Meckenheim.
Copyright: Gabriele von Törne
„Herr Jesus Christus, Du rufst uns zusammen als Deine Kirche, um einladend, dienend und missionarisch zu sein. Begleite uns in Wachtberg und Meckenheim auf unserem gemeinsamen Weg, damit wir immer mehr leben, was uns verbindet: Viele Orte. Eine Heimat. Unser Glaube.“
Diese Zeilen aus dem neu geschriebenen Gebet für die Kirchengemeinden St. Marien und St. Johannes der Täufer sprachen die Christen am Sonntag zum Abschluss der Errichtungsmesse gemeinsam mit Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki, ihrem leitenden Pfarrer Michael Maxeiner und dem Pastoralteam.

Eucharistiefeier in St. Johannes der Täufer: Kardinal Woelki bereitet die Gaben vor.
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Der in der Vergangenheit wegen seiner umstrittenen Personalentscheidungen in die Schlagzeilen geratene Kardinal war aus Köln gekommen, um „das Fest der Taufe des Herrn“ zu zelebrieren. Anlass war die Fusion der zwei Kirchengemeinden Meckenheim und Wachtberg. Die neu errichtete Gemeinde trägt den Namen St. Marien und St. Johannes der Täufer Wachtberg und Meckenheim, Pfarrkirche ist St. Johannes der Täufer in der Meckenheimer Altstadt.
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Freundschaft und Zusammenhalt erleben in der neuen Kirchengemeinde
Mit rund 17.000 Katholikinnen und Katholiken erstreckt sich die neue Pfarrei über das Gebiet der Stadt Meckenheim, der Gemeinde Wachtberg sowie den Rheinbacher Stadtteil Wormersdorf. Die neue Kirchengemeinde möchte ein Ort sein, an dem Menschen Gott begegnen, Freundschaft und Zusammenhalt erleben und gemeinsam eine einladende, dienende und missionarische Kirche gestalten. Das wurde sowohl in dem Abschlussgebet als auch der feierlichen Messe deutlich.
Wir wollen gemeinsam, so wie sie es in ihrem wunderbaren Gemeindegebet zum Ausdruck bringen, unterwegs sein mit Christus und ihn zu den Menschen bringen.
Im Anschluss lud Pfarrer Maxeiner zu Glaubensgesprächen und einer persönlichen Begegnung mit dem Erzbischof ein: „Vielen Dank, dass Sie heute zu uns gekommen sind, um mit uns Gottesdienst zu feiern“, bedankte sich Maxeiner unter Applaus der Messbesucher bei dem Gast aus Köln. Kardinal Woelki wiederum dankte allen, die sich in der Pfarrei engagieren: „Danke an das Pastoralteam für seinen Dienst in vielen vielen Jahren, Danke auch dafür, dass Sie heute auch mit den Fahnenträgern hierhin gekommen sind.“
Wie bereits in seiner Predigt bekundete der Diözesanbischof die Bereitschaft, sich in herausfordernden Zeiten mit weniger Gläubigen, begrenzten personellen Ressourcen und baulichen Veränderungen auf den Weg zu machen: „Wir wollen gemeinsam, so wie sie es in ihrem wunderbaren Gemeindegebet zum Ausdruck bringen, unterwegs sein mit Christus und ihn zu den Menschen bringen.“

Die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer war bei der Errichtungsmesse bis auf den letzten Platz gefüllt.
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Der „große Pilgerweg“ würde für jeden in den Armen Gottes enden, wo die Katholiken ihre Erfüllung finden würden: „Alles Glück, alle Sehnsucht, alle Liebe, die wir für uns erhoffen, wird uns dort von Angesicht zu Angesicht in der Begegnung mit Gott geschenkt sein. Erneut zeigte sich, dass Kardinal Woelki in der Evangelisierung, also der Verkündigung des Evangeliums, den Kernauftrag der Kirche sieht.
Fürbitten für das das Gedeihen Gemeinde und das Wohlergehen der Freiwilligen
Woelki lud zum Aufbruch ein: „Wer aufbricht, ist noch nicht angekommen, aber er hat eine Vorstellung von dem, um was es gehen muss.“ Gemäß dem Auftrag zur Verkündigung der Botschaft Gottes, die durch Jesus an die Menschen gerichtet wird, möge es in der neuen Pfarrei entsprechend „geschwisterlich“ zugehen, wünschte sich der Kardinal: „Damit der Glauben zu einer neuen Blüte gelangt.“

Pfarrkirche der neuen Kirchengemeinde ist St. Johannes der Täufer in der Meckenheimer Altstadt.
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In ihren Fürbitten baten Gemeindemitglieder um das Gedeihen der im Januar neu gegründete Kirchengemeinde und das Wohlergehen der vielen Freiwilligen: „Lass uns Wege finden, damit wir mutig auf die Menschen zugehen und sie so mit dir und dem Evangelium in Berührung kommen.“ Eine Messdienerin wünschte sich für die Kinder und Jugendlichen: „Schenke ihnen Menschen, die sie stärken, ihnen zuhören und ihnen Mut machen.“
Die neue Kirchengemeinde ist eine von neun Pastoralen Einheiten im Erzbistum Köln, die im Rahmen des Transformationsprozesses fusionieren und es ist die Erste, die vom Erzbischof besucht wurde. „Dies verstehen wir als deutliches Zeichen der Wertschätzung für die Menschen vor Ort“, so das Pastoralteam.
