Der Kreisfeuerwehrverband Euskirchen zählt 5200 Mitglieder. 2025 wurden 3364 Einsätze absolviert.
BilanzFeuerwehrleute im Kreis Euskirchen retten nahezu jeden Tag einen Menschen

3364 Einsätze absolvierten die Feuerwehrleute im Kreis Euskirchen im vergangenen Jahr, darunter waren 444 Brände.
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Ein Blick auf das Weltgeschehen mit den Krisen und Kriegen, beispielsweise im Iran und in der Ukraine, wirft auch hierzulande immer häufiger Fragen auf: Wie soll man all diesen Schreckensnachrichten begegnen? Von ganz unterschiedlichen Möglichkeiten berichtet Landrat Markus Ramers im Rahmen der Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbands.
Während manche Menschen sich zurückziehen und ihr Augenmerk voll und ganz auf die Familie richten wollen, kommen viele zu einer anderen Lösung. Sie fragen sich: Was kann ich selbst tun? Dieser Ansatz führt nicht wenige in den Bereich der Gefahrenabwehr, wo sie in den unterschiedlichsten Organisationen der Blaulichtfamilie tätig werden, erläuterte der Landrat im Forum der Weilerswister Gesamtschule.
Seit der Flutkatastrophe 2021 ist dieses Phänomen zu beobachten und ein sehr deutlicher Mitgliederzuwachs zu verzeichnen. „Wie Kreisvorsitzender Peter Jonas sagte, ist die Zahl der Feuerwehrleute im Kreis mittlerweile auf 5200 angewachsen. Das ist eine gigantische Bewegung“, so Ramers. Und in Richtung der versammelten Delegierten aus allen Kommunen des Kreises: „Sie alle können sehr stolz darauf sein, einen Beitrag dazu geleistet zu haben, so viele junge und ältere Menschen motiviert zu haben, sich an dieser Arbeit zu beteiligen.“
Die Zahl der Feuerwehrleute im Kreis Euskirchen ist deutlich gestiegen
Die Statistiken, die während der Delegiertenversammlung präsentiert wurden, belegten die Worte. Ende 2025 waren 3269 Feuerwehrleute in den Einsatzabteilungen – ein Plus von 429 im Vergleich zu 2020. Die Jugendfeuerwehren sind im Vergleich zu 2020 um 220 Mitglieder gewachsen, aktuell engagieren sich in den elf Kommunen 915 Mädchen und Jungen ab zehn Jahren. Auch Veranstaltungen wie das Kreiszeltlager, an dem insgesamt 194 Nachwuchsfeuerwehrleute teilgenommen haben, konnten zu diesen steigenden Mitgliederzahlen beitragen.
Wie Kreisbrandmeister Peter Jonas, der auch Vorsitzender des Kreisverbands ist, sei bei der Zahl weiblicher Einsatzkräfte und auch bei den Mädchen in der Jugend zwar noch „Luft nach oben“. Dennoch sei man bei einem Anteil von mittlerweile rund zwölf Prozent auf dem richtigen Weg.

Nach seinem Abschied als Geschäftsführer erhielt Oliver Geschwind (r.) von Peter Jonas die silberne Ehrennadel des Feuerwehr-Verbandes.
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Rund 70 Vertreter aus den elf Kommunen trafen sich zur Delegiertenversammlung in Weilerswist.
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Insgesamt 3364 Einsätze absolvierten die Feuerwehrleute im vergangenen Jahr. Die Brandbekämpfungen machten mit 444 auch im vergangenen Jahr längst nicht den überwiegenden Anteil aus. Der lag erneut bei den technischen Hilfeleistungen, beispielsweise nach Verkehrsunfällen, mit 1666 Einsätzen. 322 Menschen konnten die Feuerwehrleute 2025 retten, 16 wurden tot geborgen.
Wie der stellvertretende Vorsitzende Johannes Gebertz betonte, seien für den Erfolg dieser Einsätze sowohl der Zusammenhalt der Kräfte als auch die regelmäßigen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen entscheidend. Diese finden auf allen Ebenen statt: in den Einheiten, in den Kommunen, kreisweit und überregional, vor allem, wenn es um die Führungsausbildung geht.
Zwei langjährige Vorstandsmitglieder wurden verabschiedet
Auch wenn die Statistiken durchaus erfreulich sind, schwang in der Versammlung auch ein wenig Wehmut mit. Es stand der Abschied zweier langjähriger Vorstandsmitglieder an. Rechnungsführer Walter Wolff und auch Geschäftsführer Oliver Geschwind legten ihre Posten nieder, und für beide fand Peter Jonas zahlreiche lobende Worte. Oliver Geschwind erhielt für seinen jahrzehntelangen Einsatz zudem die silberne Ehrennadel des Deutschen Feuerwehrverbandes verliehen.
Gleich im Anschluss an die Verabschiedung konnten zwei mögliche Nachfolger vorgestellt werden. Zwar weilte Nico Schmitz, der in die Fußstapfen von Walter Wolff als Kassierer treten möchte, wenige Tage nach seiner Hochzeit noch in den Flitterwochen, dennoch betonte er in einem zuvor aufgezeichneten Video seine Vorfreude auf die bevorstehenden Aufgaben. Der in Mechernich beheimatete Alex Kloster hingegen wandte sich direkt an seine Kolleginnen und Kollegen. „Ich würde mich freuen, als neuer Geschäftsführer die Zukunft unseres Verbandes mitgestalten zu können. Dies sehe ich als Chance, sowohl bewährte Strukturen weiterzuführen als auch neue Impulse zu setzen.“
Nach der einstimmigen Wahl beider Kandidaten durch die Delegierten kann das neue Duo nun seinen neuen Herausforderungen zuversichtlich entgegenblicken.
„Unser aller Sicherheit kann nicht im Alleingang gewährleistet werden. Dies ist nur gemeinsam möglich“, betonte Weilerswists Bürgermeister Dino Steuer. Viel sei nach der Flut getan worden, es wurden Notstromaggregate angeschafft, es wurde die Koordinierung in Katastrophenfällen verbessert und vieles mehr. Doch seien die Menschen nicht zu ersetzen, wenn andere in Not seien, so Steuer: „Keine Sirene und kein Notstromaggregat ersetzt die Menschen im Einsatz, die immer wieder Verantwortung übernehmen und einen großen Teil ihrer Freizeit dafür opfern, dass andere sicher leben können.“
