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Wanderweg rezertifiziertDer Eifelsteig ist und bleibt Spitze

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An einem Pfosten ist das Logo des Eifelsteigs befestigt. Im Hintergrund erstreckt sich eine grüne Hügellandschaft,

Durch schöne Landschaften führt der Eifelsteig. Schilder weisen Wanderern den Weg. 

Das Deutsche Wanderinstitut hat den Eifelsteig als Premium-Wanderweg rezertifiziert. Die Jury lobte auch die gute Beschilderung.

Der Eifelsteig ist einer der schönsten Fernwanderwege Deutschlands. Das wird nicht nur jeder heimische Wanderfreund sofort bestätigen, sondern das ist auch amtlich: Das Deutsche Wanderinstitut hat ihn als Premium-Wanderweg rezertifiziert und ihm damit das Gütesiegel für die kommenden drei Jahre verliehen. Und nicht nur das. Auf fast allen Etappen und in der Gesamtwertung habe sich die Punktzahl für den Eifelsteig erhöht, heißt es in einer Pressemitteilung der Eifel-Tourismus GmbH.

Allerdings sind der Jury auch zwei Kritikpunkte aufgefallen. Das Wanderinstitut hat einen Fragenkatalog zusammengestellt, nach dem es die Wege beurteilt. Die Erlebnisqualität solle in Punkten bewertet werden, wird Dr. Randolf Manderbach vom Deutschen Wanderinstitut zitiert. Rundwanderwege müssen mindestens 50 Erlebnispunkte erreichen, Streckenwanderwege wie der Eifelsteig 50 Punkte, um als Premiumwanderweg zertifiziert zu werden.

In 15 Etappen von Kornelimünster nach Trier wandern

Mit dem Fragenkatalog im Gepäck haben sich Manderbach und drei Kollegen im Herbst auf den Weg gemacht, um jede Etappe des Eifelsteigs unter die Lupe zu nehmen. Wie ist der Bodenbelag? Stehen noch alle Bänke? Gibt es schöne Aussichten? Ist der Weg durchgehend beschildert? Rund 40 Kriterien werden abgefragt.

Bei aller Arbeit bleibe immer etwas Zeit, den Weg zu genießen: „Es gibt auf dem Eifelsteig unglaublich schöne Bereiche, die man immer wieder gerne läuft“, sagt Manderbach. In 15 Etappen führt der Fernwanderweg, der auch auf der Liste der „Top Trails of Germany“ steht, über 313 km von Aachen-Kornelimünster bis nach Trier. Die Jury lobte ausdrücklich die Beschilderung, sie sei durchgehend sehr gut.

An der Deimlinger Mühle fehlt die Brücke

An zwei Stellen allerdings gibt es Probleme, auf die die Jury auch hingewiesen hat. Die Eifelsteig-Etappe 14 – sie verläuft zwischen Bruch und Kordel – ist verkürzt, weil seit vier Jahren die Brücke an der Deimlinger Mühle zerstört ist. Damit ist fünf Kilometer vor Kordel Schluss mit der Wanderung.

Ebenfalls seit 2021 ist das Butzerbacher Tal auf der Etappe 15 nicht zu begehen. Dort ist eine Umleitung ausgeschildert. Am Erfolg des Eifelsteigs ist eine ganze Reihe Akteure beteiligt. Der Eifelverein hat das Wegemanagement übernommen. Ehrenamtliche Wegepaten kontrollieren regelmäßig ihre Abschnitte und melden Mängel an das zentrale Wegemanagement, von wo es in die jeweilige Kommune weitergeleitet wird.

Unsere Wegepaten leisten hervorragende Arbeit.
Ralf Nolten, Hauptvorsitzender des Eifelvereins

Der Dürener Landrat Dr. Ralf Nolten als Hauptvorsitzender des Eifelvereins lobt: „Unsere Wegepaten leisten hervorragende Arbeit.“ Das Netzwerk funktioniere reibungslos. Mit der App TourInfra stehe ein digitales Werkzeug zur Verfügung, das die Pflege und Kontrolle der Wege deutlich erleichtere.

Die Eifel Tourismus ist für die Koordinierung zwischen dem Wegmanagement des Eifelvereins, den Anrainerkommunen und den Betrieben zuständig und betreut die wanderfreundlichen Gastgeber an Eifelsteig und Partnerwegen. Außerdem verantwortet sie das Marketing und die Kommunikation für den Eifelsteig.

Eine Besonderheit seien die Pauschalangebote rund um den Eifelsteig, heißt es von der Eifel Tourisitk. Sie sei eine der wenigen Destinationsmanagement-Organisationen, die als Reiseveranstalter aufträten. Es könnten unterschiedliche Varianten gebucht werden, um den Eifelsteig zu erwandern. 2025 hätten die Pauschalangebote für Wanderer und Radfahrer mit mehr als einer Million Umsatz ein neues Rekordniveau erreicht.

Etwa 90 Prozent der Umsätze entfielen auf die Eifelsteig-Wandereisen. Der Wanderweg sei damit ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Region. Denn von den Touristen profitierten Hotels und Pensionen, Gaststätten und der Einzelhandel. Auch andere touristische Angebote kämen in den Genuss der Wertschöpfung.