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Nach der FlutWiederherstellung von Flüssen und Bächen in Schleiden geht weiter

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Das Foto zeigt einen Bagger in der Olef, der eine Böschung mit Steinen befestigt.

Mit einem Bagger und großen Steinen werden die Böschungen der Gewässer neu angelegt.

Die nächsten Projekte bei der Wiederherstellung von Gewässern in Schleiden stehen an. Rund 30 Kilometer sollen bis Ende 2027 saniert werden. 

Im Oktober sollen im Schleidener Stadtgebiet umfangreiche Wiederherstellungsarbeiten an Gewässern im Dieffenbachtal und Höddelbachtal sowie an Frohn- und Paffenbach beginnen. Insgesamt 30 Kilometer Gewässerläufe sind für eine Sanierung vorgesehen.

„Am Tränkelbach und am Delenbach in Nierfeld wurde schon gearbeitet. Auch die Arbeiten an der Olef zwischen der Danziger Straße in Nierfeld und dem Ort Olef sind schon abgeschlossen“, erklärte Frederik Link, Sachgebietsleiter Wasserwirtschaft bei der Stadt. Uferbefestigungen seien wiederhergestellt und vorhandene Durchlässe an den Gewässern saniert worden. Auch kleine Rinnsale würden betrachtet. „Sie können bei Starkregen anschwellen und Schäden verursachen“, so Link.

Rund 85 Kilometer Gewässerläufe müssen wiederhergestellt werden

Rund 80 Millionen Euro hat die Stadt Schleiden für die Wiederherstellung der Fließgewässer nach der Flut angesetzt. Insgesamt sollen laut Stadt rund 85 Kilometer Gewässerläufe wiederhergestellt werden. Erst rund acht Kilometer konnten bislang fertiggestellt werden. Mit den aktuell anstehenden Maßnahmen werden weitere rund 30 Kilometer saniert. „Alle Schäden wurden unmittelbar nach der Flut aufgenommen und jüngst noch einmal betrachtet“, erläutert Link die Vorgehensweise. Anschließend habe man entschieden, wo eingegriffen werden müsse.

Das Foto zeigt einen sanierten Uferbereich an der Olef.

Rund acht Kilometer Gewässerstrukturen konnten bislang erst wiederhergestellt werden.

„Nach derzeitigem Stand erwarten wir, bis Ende 2027 rund 70 Prozent der gesamten Gewässermaßnahmen baulich abzuschließen sowie sämtliche Bauleistungen zu vergeben. Damit können die flutbedingten Wiederherstellungsmaßnahmen an den Gewässern bis auf kleinere Restmaßnahmen voraussichtlich im Laufe des Jahres 2028 abgeschlossen werden“, sagte Bürgermeister Ingo Pfennings.

Uferbefestigungen und Durchlässe an vier Bächen werden saniert

Ab Oktober werden nun die Uferbefestigungen und Durchlässe an Gewässern im Dieffenbachtal und Höddelbachtal sowie an Frohn- und Paffenbach saniert, die bei der Flut beschädigt worden sind oder im Rahmen der Wiederherstellung angepasst werden müssen. „Die geplante Bauzeit für die 30 Kilometer liegt bei einem Jahr“, so Link.

Die Arbeiten sollen nach Angaben der Stadt möglichst schonend durchgeführt werden. Dennoch könnten vorübergehende Beeinträchtigungen oder Schäden durch die Befahrung von Privatgrundstücken nicht ausgeschlossen werden. Schäden, die nachweislich durch die Baumaßnahmen entstanden seien, würden nach Abschluss der Arbeiten ordnungsgemäß beseitigt oder reguliert. Den betroffenen Grundstückseigentümern oder Pächter entstünden dadurch keine Kosten. Bei nachweisbaren Ernte- oder Nutzungsausfällen werde eine angemessene Entschädigung geprüft und geleistet. Pfennings bittet um Verständnis für die vorübergehenden Beeinträchtigungen.

Nächste Projekte an Urft und Olef sind bereits in Vorbereitung

Die Ausführungsplanung kann nach vorheriger Terminabstimmung bei der Stadt eingesehen werden. Die betroffenen Flurstücke ergeben sich aus den auf der Website veröffentlichten Übersichtskarten und Grundstückslisten. Pächter städtischer Flächen können dort einsehen, welche Areale von den Baumaßnahmen betroffen sind.

Zum Jahreswechsel sollen bereits die nächsten Projekte angegangen werden. „Dann ist eine Ausschreibung für Teile der Urft und der Olef geplant“, kündigte Link an.

Für präventive Hochwasserschutzmaßnahmen sind zusätzlich zehn Maßnahmen für 20 Millionen Euro vorgesehen. Die Projekte   sind entlang der Olef und der Urft sowie an deren Nebengewässern über das Stadtgebiet verteilt. „Mit zwei Projekten am Holgen- und am Lompigbach werden wir im nächsten Jahr beginnen. Für drei weitere Vorhaben in Mauel, am Kurpark und in Malsbenden haben wir die Aufträge für die Planung vergeben“, sagte Eduard Zubiks, Projektleiter Hochwasserschutz.

Weitere Informationen zu den Gewässern gibt es unter Tel. 02445/ 89275 oder per E-Mail.