Wehrführer Thomas Krimmel ist bei der Engelskirchener Feuerwehr hochdekoriert verabschiedet worden. Ein Einsatz bleibt ihm besonders in Erinnerung.
FührungswechselBewegender Abend für die Engelskirchener Feuerwehr

Bürgermeister Lukas Miebach (v.l.) würdigte die Arbeit der alten und neuen Wehrführung: Guido Lemmer, Thomas Krimmel, Jörg Timmermann, Marc Schwamborn und Hans Peter Valdor.
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Immer wieder erhoben sich die Kameradinnen und Kameraden für den Applaus von ihren Sitzen. Es war ein im Wortsinn bewegender Abend, allemal keine Vollversammlung wie jede andere, sondern ein Tag, der Engelskirchener Feuerwehrgeschichte gemacht hat: Bei der Jahresdienstbesprechung am Freitagabend ist die bisherige Wehrführung verabschiedet und die neue offiziell ernannt worden, was mit einem fast vierstündigen Ehrungsmarathon einherging.
Im Zentrum stand der bisherige Leiter der Feuerwehr, Thomas Krimmel. Dieser wurde nach 19 Jahren in der Leitung und zwölf Jahren an der Spitze mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold aus dem Amt verabschiedet, also mit der höchsten Auszeichnung, die man in der Feuerwehr überhaupt bekommen kann.

Thomas Krimmel bekam mehrfach Standing Ovations.
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Dank an die Ehefrau Schon nach der Begrüßung bekam er erstmals Standing Ovations. Krimmel hatte sich sichtlich gerührt bei seiner Familie und seiner Ehefrau Simone für Unterstützung und Verständnis bedankt: „Sie hatte immer ein offenes Ohr und die Zeit, mit mir über die Einsätze zu sprechen. Dafür liebe ich sie.“
Ehrung für Engelskirchens Altbürgermeister
Dankbar zeigte sich Krimmel auch Altbürgermeister Gero Karthaus gegenüber für dessen zuverlässige Unterstützung in 16 Amtsjahren und zeichnete ihn mit der höchsten Auszeichnung aus, die die Wehr für Außenstehende bereithält, die Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille. Karthaus’ Nachfolger Lukas Miebach hatte seinen ersten Auftritt bei der Jahresdienstbesprechung. Die Wehr ist für den Bürgermeister „ein unverzichtbarer Teil des gesellschaftlichen Zusammenhalts“. Kreisbrandmeister Julian Seeger warb in seinem Grußwort erneut dafür, dass die Feuerwehr die Bevölkerung für den zivilen Eigenschutz sensibilisiert.
Mit Krimmel verabschiedet wurde einer seiner Stellvertreter. Hans Peter Valdor erhielt das Ehrenkreuz in Bronze. Als dessen Nachfolger präsentiert wurde Marc Schwamborn. Im Amt bleibt der andere stellvertretende Wehrführer, Guido Lemmer.
Die Leitung der Engelskirchener Wehrführung übernimmt Jörg Timmermann. „Ihr seid eine tolle Truppe und der Grund, warum ich hier oben stehe“, sagte der neue Mann auf der Bühne über sein Motiv, das aufwendige Ehrenamt zu übernehmen. „Es sind große Fußstapfen, in die ich trete. Aber mit mir wird sich einiges ändern. Wir werden noch stärker versuchen, die Aufgaben als Team zu bewältigen.“
Erster Alarm des Jahres kam aus Loope
Im Rückblick auf das Jahr 2025 hatte der scheidende Wehrleiter Thomas Krimmel an herausragende Einsätze erinnert. Die erste der 252 Alarmierungen ging schon in der Silvesternacht ein, als Rowdys mitten auf der Looper Landstraße ein großes Feuer entfacht hatten.
Neben der auf 100 gestiegenen Zahl der Brände wurde die Freiwillige Feuerwehr bei Technischen Hilfeleistungen herausgefordert. Auch psychologisch: Wenn – wie am 19. April und am 16. Oktober – Menschen von der Regionalbahn überfahren werden oder wie am 30. April in einem Unfallauto eingeklemmt sind, seien das „Bilder, die man nicht so schnell vergisst“, merkte Krimmel an. Die Einsatzkräfte hätten psychologische Betreuung in Anspruch nehmen müssen.
Besonders eindrucksvoll sei für ihn aber der 14. November gewesen, so Krimmel. In Loope war ein Mann am Loopacabana-Gelände in den Stauweiher gefahren. Drei Feuerwehrmänner konnten den 62-jährigen Waldbröler aus dem halb versunkenen Fahrzeug holen, weil einer zufällig eine Wasserpumpenzange in der Latzhose hatte und damit das Fenster einschlug. Der Fahrer wurde erfolgreich wiederbelebt.
„An diesem Tag war ich besonders stolz auf meine Truppe“, sagte Krimmel und bekam ein weiteres Mal stehenden Applaus – diesmal auch stellvertretend für die ganze ehrenamtliche Feuerwehr.
Die Ehrungen
Bandschnalle in Bronze für fünf Jahre Förderung der Musik: Tobias Speck.
Ehrennadel für zehnjährige Mitgliedschaft (VdF): Finn Janzen, Aaron Lüdenbach, Kevin Lülsdorf, Leon Müller, Johannes Scherber, Stephen Massanneck und Leon Weise.
Ehrenzeichen in Silber des Landes NRW: Manuel Hagen, Johannes Heinrichs, Jerom Prange, Olaf Schulz, Christopher Kanzler, Marian Smolarek und Fabian Wiltink.
Bandschnalle in Gold für 30 Jahre Förderung der Musik: Franz Willi Speck.

Die Geehrten sind teils seit bis zu 60 Jahren in der Feuerwehr.
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FW-Ehrenzeichen in Gold des Landes NRW: Markus Crombach, Thomas Ommer, Patrick Langenstör, Frank Reuter und Markus Schneider.
Ehrennadel für 40-jährige Mitgliedschaft (VdF): Jörg Assenheimer, Stefan Günther, Thomas Krimmel und Stefan Neier.
Ehrennadel für 50 Jahre (VdF): Angelo Amoroso, Jörg Gosch, Norbert Heibach und Peter Langenströr.
Ehrennadel für 60-jährige Mitgliedschaft (VdF): Karl-Heinz Kraus und Dieter Rolshofen.
Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille: Gero Karthaus.
Deutsches Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze: Domenik Olbrisch und Hans Peter Valdor.
