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GastrotippRiesen-Sushi-Rolle bringt Makiman 7 nach Neunkirchen-Seelscheid

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Viel Holz, warme Farben und stylische Winkekatzen: Das Team um Betriebsleiter Joel Hibert (Foto) gestaltete das Makiman 7 mit.

Viel Holz, warme Farben und stylische Winkekatzen: Das Team um Betriebsleiter Joel Hibert (Foto) gestaltete das Makiman 7 mit.

Mit seinem Makiman 7 wagte sich Marco Grewe erstmals aufs Land. Die Asia-Fusionsküche komme in Neunkirchen überraschend gut an.

Sein Foodtruck in Form einer Riesen-Sushi-Rolle erregte im Sommer Aufsehen in Neunkirchen-Seelscheid. „Nur einen Tag später meldete sich ein Immobilienmakler bei mir“, erzählt Marco Grewe. Der bot ihm eine leerstehende Eisdiele auf der Hauptstraße an, der Besitzer wolle gern an Makiman vermieten. In sechs Wochen Umbau wurde aus dem Lokal sein Restaurant Nummer sieben.

Grewe, gelernter Kaufmann, ist ein Selbermacher. Der Foodtruck war vormals ein knallroter Autoanhänger in Form einer Cola-Dose mit einfachster Einrichtung. Die Tische im Eissalon, zu klein für seine Zwecke, funktionierte er zur Thekenverkleidung um. Vieles, was er und sein Team herausrissen, Leisten, Platten, Füllmaterial, habe man verwerten können, Recycling und Upcycling liegen ja im Trend.   

Die Asia-Fusionsküche in Neunkirchen-Seelscheid bietet kalte und warme Speisen

Ebenso wie die Asia-Fusions-Küche: auf der einen Seite gibt es in seinen Restaurants Sushi in vielen Variationen - kalt und gebacken zu Chrispy-Rolls; auf der anderen Seite bietet er Bowls an, Bimimbap, Ramen, Fleischgerichte, wie Katsudon, ein japanisches Schweineschnitzel mit Pankopanade und Tonkatsu-Soße. Außerdem Vegetarisches und Veganes. „Nicht jeder mag Sushi.“

Die Speisekarte hat viele Väter: Jeder könne sich einbringen, könne kreativ werden. Das Team ist international. Einer der Köche ist Japaner, andere sind schon nach Japan gereist. Grewe zu seinem Bedauern noch nicht: „Leider habe ich zu wenig Zeit.“   

Marco Grewe Neunkirchen-Seelscheid, Makiman 7

„Wir haben alles selbst ausgebaut und Teile der Eisdieleneinrichtung upgecycelt“, sagt Chef Marco Grewe.

Vor viereinhalb Jahren gründete er sein erstes Restaurant in Hennef, dann folgten die Niederlassungen in Bonn und Siegburg, einige in der Coronazeit eröffnet. Kein Franchisesystem, sondern inhabergeführt vom 57-jährigen aus Königswinter.

Grewe bringt Erfahrungen aus der Lebensmittelbranche mit, bekleidete zuvor Führungspositionen bei großen Unternehmen. Heute hat er 100 Mitarbeiter, davon 55 Festangestellte. Aus anfangs drei Millionen wurden aktuell sieben Millionen Jahresumsatz.

Jedes Restaurant funktioniere nach demselben System, so konnten erfahrene Beschäftigte Makiman 7 zum guten Start verhelfen. Der gelang besser als gedacht, erzählt Marco Grewe: „Wir haben im Dezember mehr Umsatz gemacht als in Hennef und Siegburg.“

Sein jüngstes Kind sei auch das schönste: mit hochwertigerem Mobiliar, im beheizbaren Außenbereich Lounge-Sessel, drinnen Echtholz-Tische, natürliche Dekoelemente, stylische Lampen und viel Grün. An der Wand ein paar Hingucker: so hocken mattbunte Winkekatzen hoch oben auf Sitzen in goldenen Rahmen. „Das haben sich die Mitarbeiter einfallen lassen“, sagt Grewe lächelnd.   

Etwa 40 Plätze hat das Lokal, etwa die Hälfte der Kunden in Neunkirchen nutzt das Take-away-Angebot, meist auf dem Weg von der Arbeit nach Hause.  Bis zu 30 Tage können Gerichte online vorbestellt werden für einen festen Termin, erklärt der Chef: „Das spart Wartezeit.“ Bald gebe es auch einen eigenen Parkplatz für die Abholer. 

Online-Reservierungen fänden die Gäste ebenfalls unkompliziert, und insgesamt 3500 hätten schon die Makiman-App heruntergeladen, um von Rabattaktionen zu profitieren. Damit wolle er seinen finanziellen Vorteil durch die Mehrwertsteuersenkung weitergeben.  

Mehr als Sushi: Hier werden marinierte Fleischspieße serviert.

Mehr als Sushi: Hier werden marinierte Fleischspieße serviert.

Zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat Makiman 7, die Hälfte davon fest angestellt. Personalmangel sei für ihn kein Problem. So sei schon der fünfte Koch, der sich woanders umschauen oder den Schritt in die Selbständigkeit wagen wollte, zu ihm zurückgekehrt.

Er biete eine faire Bezahlung und Extras wie ein Jobticket, die Betriebsleiter würden am Erfolg beteiligt. Ein Potenzial an Minijobbern biete die benachbarte Schule, „es haben schon Eltern bei mir angefragt für ihre Kinder“.     

Makiman 7, Hauptstraße 9, Neunkirchen-Seelscheid, 02247/969 36 90; Öffnungszeiten montags bis donnerstags 12 bis 15 und 17 bis 21.30 Uhr, freitags 12 bis 22 Uhr, samstags 14 bis 22 Uhr, sonntags 14 bis 21.30 Uhr; Reservierung und Bestellung online unter makiman-neunkirchen.de oder über die Makiman-App.


Eine kleine Auswahl

Vorspeisen: Miso-Suppe 3,90 Euro, Seealgensalat mit Lachs 8,50 Euro. Hauptgerichte: Sushi und Gyoza 17,90 Euro, Mango-Avocado-Chicken-Bowl 15,90 (mit Tofu 14,90); Katsudon (japanisches Schnitzel) 16,90; Veggie Ramen 11,90 Euro, Thai Curry 12,90 bis 15,90 Euro. Kindermenü: Reis oder Chicken Nuggets mit Soße 5,90 Euro. Dessert: frittiertes Mix Tempura Eis 8,90, Apfel Gyoza 7,90 Euro. Getränke: Softdrinks 0,3l 3,90, Säfte 0,3l 4,90 Euro, Ingwer-Minztee 4,90 Euro; Kölsch vom Fass 0,3l und Pils 0,33l 3,90 Euro, Weizen (auch alkoholfrei) 0,5l 5,90 Euro; Makiman Grauburgunder und Sauvignon Blanc 0,2l 6,90 Euro; Aperol Sprizz 7,90 Euro.